Dienstag, 22. Mai 2012

Aktualisiert:15:57 Uhr

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Kostenloses Rollenspiel-Bonbon

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Kostenlos und knuffig Eines vorweg: Maple Story bricht einen Grundsatz, den wir alle kennen, seit wir zum ersten Mal mit unserer Mutter einkaufen waren: Süßes ist nicht kostenlos. Stimmt so nicht mehr, denn Maple ist grafisch gesehen nicht nur ein Augenschmaus sondern mehr Nougat in Pixelform. Die kleinen Heldenfiguren tummeln sich in bester Jump and Run Manier über den Bildschirm und manche Monster möchte man lieber knuddeln als bekämpfen. Mit Maple Story wird ein Online Spiel geboten, dessen Grundprogramm herunter geladen wird und dann im Internet gespielt wird. Kostenfrei. Erst wenn man Gegenstände erwerben möchte, benötigt man eine spielinterne Währung, die man mittels echtem Geld aufstocken kann.

Spaß ohne Ziel Wie in vielen Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspielen gibt es auch bei Maple kein festes Spielziel. Man strebt eher dahin, seinen Charakter durch das Besiegen von Monstern und Lösen von Aufgabenreihen (Quests) auf verschiedenen Kontinenten zu formen und weiter zu entwickeln. Zu Beginn steht jedoch die Berufswahl an, denn wie im echten Leben - ohne Job läuft nicht viel. Dabei gibt es vier Grundrichtungen - Krieger, Magier, Bogenschütze und Dieb (na ja, Beruf ist hier eher von Berufung abgeleitet…) - die sich im Spiel dann noch weiter entwickeln können, sodass es ab Level 30 zehn verschiedene Klassen gibt. Wie im echten Leben ist also auch Fort- und Weiterbildung alles, denn Beschatter (Dieb-Stufe) oder Ritter der Finsternis (Krieger) wird man nicht durch Gesellenbrief, da müssen schon paar Knuddelmonster über den Zauberstab oder die Klinge springen. Da der höchste erreichbare Level bis 200 geht, ist da natürlich Luft nach oben und um so mehr bleibt Zeit, seinen Avatar zu formen.

Kostenloses Rollenspiel-BonbonSei ein Mädchen! Das Schönste an Maple ist für mich die Kindertauglichkeit. Denn wenn man heute bei Spielen von Augenweiden spricht, geht es in erster Linie eher um Ein- statt Augenweiden (wie im eben erst erschienen Conan). Maple ist anfangs da gewöhnungsbedürftig, weil man meint, für Maple hätte man seine Amiga nicht verkaufen müssen. Kein Blut in Strömen, dafür liebevoll gestaltete Figuren, keine Alptraumgegner sondern Monster, die eher Alpträume von uns bekommen als umgekehrt. Laut eigener Aussage der Entwickler zielt Maple gerade deshalb auf Kinder und gerade Mädchen haben über Maple überhaupt Interesse an dieser Spielform gefunden. Auch wenn konkrete Zahlen aus diesem Bereich schwierig sind, so schätzt man allein in Europa den Anteil der weiblichen Spieler bei etwa 30%, wobei man dabei beachten muss, dass es typisch für Online-Spiele ist, dass gerade Mädchen bei ihrer Anmeldung beim Geschlecht schon mal schummeln, um im Spiel nicht dauernd angebaggert zu werden. Doch mit seinem Konzept scheint Maple genau auf Kurs zu sein, denn das Spiel ist nicht nur putzig anzuschauen, sondern kommt ohne großes Regelwerk aus, spielt sich einfach und macht aus einem Videospiel nicht mehr, als es sein soll: Eine Freizeitbeschäftigung. Nicht, dass wir sagen möchten, Mädchen verstünden keine komplexen Spiele, aber oft zeigen uns die weiblichen Spieler, dass Spaß und Einfachheit bei einem Videospiel eigentlich wichtiger sind, als die Frage, ob die Schwalbe, die an einem Wasserfall vorbei fliegt, jetzt richtig gespiegelt wird oder nicht.

 

Treffpunkt ohne Trefferpunkte Man kennt die Stilblüte einer Anzeige: Lerne Schießen - Treffe Freunde! Da Maple kein PvP (Person versus Person - Spieler gegen Spieler) Rollenspiel ist, gibt es hier nicht die Gefahr, gegen hoch gezüchtete Super-Avatare schon am Anfang zu verlieren. Maple soll eine Art Online Gianna Sisters sein und erreicht dieses Ziel mit vielen witzigen Designs oder Ideen. Doch laut Jamie Suk aus dem Business Planning Team von Nexon steht hinter Maple noch viel mehr. Im Exklusivinterview verriet man uns, dass das Online Spiel vor allem die große Community vor allem in Deutschland und UK ausbauen will. Denn diese beiden Länder stehen bei den Accounts in Europa ganz weit vorne. Mit einer Teilnehmerzahl von ca. 87 Millionen Menschen weltweit ist da also auch genug Nährboden, um nicht nur einfach online zu spielen. Der Austausch in Foren, eine lebendige Community, ein Freundeskreis oder ein Spieler(innen)-Network ist das höhere Ziel von Maple. Und Nexon tut viel, um das zu erreichen. Angefangen bei den kleinen, drolligen Helden.

 

Mein Tipp: Meldet euch mal an, kostet ja nix. Aber ihr verschafft einem Spiel abseits der großen Namen und Bestsellern eine Chance, euer Herz oder das eurer Kinder zu erobern. Und diese Chance hat sich Maple mehr als verdient.

 



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