Dienstag, 22. Mai 2012

Aktualisiert:15:57 Uhr

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Trine 2

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Plattform:  USK 12PC
Trine 2
Genre:
Point'n'Click Adventure
USK:
Freigegeben ab 12 Jahren
Herausgeber:
dtp Entertainment AG
erschienen für:
PC


getestet auf:
PC

Schulnote: 2

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 12 Jahren

Trine 2 wurde von der USK ab 12 Jahren freigegeben und trifft so auch seine Zielgruppe relativ gut. Die Story ist sehr simpel gehalten, das Ziel ist meist klar vor Augen und Kämpfe mit Goblins werden ohne große Brutalität abgehandelt. Das Spielerlebnis erinnert stark an klassische Märchen und bietet besonders für jüngere Spieler einen hohen Identifikationswert. Dennoch wird der Spieler ab und an in Kämpfe mit Goblins verwickelt und sollte somit nicht – oder zumindest mit dauerhafter Aufsicht der Eltern – von Kindern unter 12 Jahren gespielt werden.


Märchenhafte Geschichte mit zauberhaften Charakteren Schon der erste Teil beeindruckte mit einem einzigartigen Charme, mit dem es seine märchenhafte Geschichte zu erzählen wusste. Und auch dieses Mal enttäuscht uns der finnische Entwickler nicht: Trine 2 tritt stolz in die Fußstapfen seines Vorgängers und führt die Geschichte dort fort, wo sie im ersen Teil endete. Das Königreich unserer drei Protagonisten wird ein weiteres Mal von dunklen Mächten bedroht und wir werden zunächst direkt ins Geschehen geworfen, indem wir als unser erster Charakter, Zauberer Amadeus, aus unserem Schönheitsschlaf gerissen werden: Der Trine, ein magisches Artefakt (bekannt aus dem ersten Teil), erscheint uns mitsamt Ritter Pontius, der uns davon berichtet, dass das Königreich in Gefahr ist. Nach einer kurzen Einführung der beiden Charaktere werden wir auch dem dritten im Bunde vorgestellt: Diebin Zoya. Als Spieler werden wir aufgerufen loszuziehen, um das Königreich zu retten.


Trine 2Farbenfrohe Levelgestaltung In der optischen Gestaltung sticht Trine 2 ganz klar hervor: Die Level sind extrem farbenfroh gestaltet, es leuchtet und glitzert an jeder Ecke und auch die Tier- und Pflanzenwelt beeindruckt mit Lebendigkeit. Das jeweilige Thema des Levels ist passend und überzeugend umgesetzt. Nichts fühlt sich fehl am Platz. Der Titel bietet uns mit seiner Darstellung eine wunderschön gestaltete und organische Welt mit viel Abwechslung und ein Genuss für die Augen; hier gibt es absolut nichts zu meckern. Der Spielablauf an sich verläuft in klassischem Jump & Run Stil von links nach rechts, während der Spieler die Charaktere auf einer zweidimensionalen Ebene bewegen kann - also nach links, rechts, oben und unten. Die dreidimensionale Tiefe ist rein visuell vorhanden, aber nicht begehbar. Jegliche Rätsel oder Gegenstände sind also auf dieser Ebene vorhanden und erleichtern somit dem Spieler, auf dem richtigen Pfad zu bleiben.


Physiklastige Spielmechanik Die Trine-Reihe setzt stark auf das Lösen von Rätseln mithilfe physikalischer und logischer Gegebenheiten, jederzeit aber mit klarem Weg zum Ziel. So müssen wir zum Beispiel eine Pflanze mit Wasser begießen, sodass diese zu einem großen Salatkopf wächst und ein Riesenschnecke weggelockt wird, die uns den Weg versperrt. Zusätzlich kann der Spieler drei Charaktere steuern, die jeweils individuelle Fähigkeiten haben und zur Lösung eines Rätsels beitragen können. Zauberer Amadeus kann Gegenstände wie Kisten oder Planken herbeizaubern. Diebin Zoya ist mit Pfeil und Bogen ausgerüstet und kann sich per Enterhaken über Schluchten schwingen. Ritter Pontius ist der klassische Krieger mit Schwert und Schild und haut den Weg frei, wenn uns einmal ein Hindernis den Ausgang blockiert. So wird man veranlasst, die Charaktere möglichst abwechselnd einzusetzen und deren Fähigkeiten auszunutzen, um die Hindernisse zu überwinden.

TrineUm den Spieler nicht zu überfordern, führt der Titel zu Beginn in jede Grundfähigkeit der Charaktere ein und lässt den Schwierigkeitsgrad nur langsam und linear ansteigen. Somit wird der Spieler zu keiner Zeit zu sehr beansprucht, bekommt aber auch durch die Abwechslung der Rätsel keine Langeweile. Außerdem gibt es meist mehr als einen Lösungsweg, was auch Querdenker zufriedenstellt. Die Verteilung von Fähigkeitspunkten an unsere Helden ist einer weitere Herausforderung. Über die Level verteilt, manchmal gut versteckt, lassen sich kleine blaue Flaschen finden, die uns nach und nach 50 von diesen einen Fähigkeitspunkt einbringen. Diese Punkte können anschließend dazu genutzt werden, die Charaktere weiter auszubauen und ihnen neue Fähigkeiten zu geben. Somit können wir beispielsweise Zoya Eispfeile verpassen, die Gegner bei einem Treffer einfrieren lassen oder Amadeus die Möglichkeit geben, mehrere Gegenstände gleichzeitig in die Welt zu zaubern. Die Geschichte selbst ist je nach Spieler in 6-9 Spielstunden durchgespielt, was für genügend Spielvergnügen dienen sollte und sich gleichzeitig nicht unnötig langgezogen anfühlt.

 

Mehrspieler Modus Der wohl größte Unterschied und gleichzeitig die in Trine 1 am meisten vermisste Funktion ist der Mehrspieler Modus. Hier kann der Spieler nun mit bis zu 2 anderen Personen über das Internet in Teamwork-Manier die Level durchspielen und so seinen Spielspaß um den sozialen Faktor erweitern. Trine 2 bietet hier eine sehr leicht zu bedienende Oberfläche und stellt ein rundum ausgereiftes Mehrspielersystem zur Verfügung. Die Steuerung ist kaum anders, lediglich bekommt jeder Spieler in der Runde nun einen festen Charakter. Bei nur zwei Spielern lässt sich ganz einfach zwischen den Charakteren hin- und herwechseln, um weiterhin das Spielen mit allen Fähigkeiten zu gewährleisten.

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Christoph meint:

Trine 2 ist als ein unabhängig veröffentlichter Titel ("Indie-Game") ein sehr solider Nachfolger mit großer optischer Vielfalt, einer simplen, Märchen-ähnlichen Story und gut durchdachten Rätseln mit hohem Abwechslungsfaktor. Die Aufmachung ist sehr ansprechend und besonders für jüngere Spieler eine klare Empfehlung. Das einzige kleine Mängel ist die etwas langweilige und gleichbleibende Musik, die aber nicht groß stört. Preislich ist das Spiel mit beiligendem Soundtrack, einem 40-seitigen Artbook und einer kostenlosen Kopie von Trine 1 für 16,99€ im Handel erhältlich; seinen Preis ist es also mehr als wert.


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.

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