Dienstag, 22. Mai 2012

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Schlag den Raab

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Plattform:  USK 0WiiPC
Schlag den Raab
Genre:
Partyspiel
USK:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Herausgeber:
Namco Bandai
erschienen für:
Wii, PC


getestet auf:
Wii

Schulnote: 3

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Schlag den Raab ist ein reines Unterhaltungsspiel für die ganze Familie und zeigt nur Spielszenen aus dem virtuell nachgebauten Schlag-den-Raab-Fernsehstudio. Dementsprechend finden sich natürlich keinerlei brutalen oder jugendgefährdenden Szenen in dem Spiel wieder. Immer schön für ein solches Wii-Spiel ist es, dass man sich hier für eine deutsche Sprachausgabe entschieden hat; dazu noch eine mit vielen Originalsprechern aus der Sendung (nur Stefan Raab selbst fehlt leider). Die Sprachausgabe beschränkt sich allerdings ausschließlich auf die Moderation und die gestellten Quiz-Fragen; die 30 Spielerklärungen und die Antworten auf die Fragen hingegen liegen nur in Textform vor, sodass junge Spieler wohl doch kaum alleine Schlag den Raab spielen können. Beachtenswert ist außerdem noch der Lerneffekt des Spiels: Denn in den 11 Quiz-Spielen erfahren nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene durchaus interessantes und brauchbares Wissen zum Beispiel aus den Bereichen Geographie, Allgemeinwissen oder Fachwörter. Und auch die spielerisch umgesetzte Übung im Kopfrechnen oder in der Sicherheit mit Wörtern der deutschen Sprache (durch zählen der Buchstaben eines vorgelesenen Wortes) bringt durchaus positive pädagogische Effekte mit sich.

 

Du bist Teil der Show Millionen von Fernsehzuschauern verfolgen die beliebte Show Schlag den Raab im Fernsehen, bei der ein besonders talentierter Kandidat mitunter mehrere Millionen Euro gewinnen kann. Wer sich nicht im Fernsehen blamieren und sowieso viel lieber einen gemeinsamen Spieleabend mit Freunden zu hause verbringen möchte, der kann die Spielshow auf der Wii jetzt im eigenen Wohnzimmer nachspielen. Eine Spielrunde läuft dabei auch genau so ab wie in der Originalshow: In bis zu 15 Runden duellieren sich die Kandidaten in den verschiedensten Disziplinen - umgesetzt durch nette Minispiele - und erspielen sich so Punkte. Für einen Sieg in Runde 1 gibt es einen Punkt, in Runde 2 zwei Punkte und so weiter, bis es schlussendlich in Runde 15 um 15 Punkte geht - wenn es nicht schon vorher einen uneinholbaren Sieger geben sollte. Als virtuelles Preisgeld winken 500.000 Euro, die dann für versteckte Charaktere oder einen besonders schweren Spielmodus ausgegeben werden können.

 

Schlag den RaabWartezeiten inklusive Wer sich nach dem Kauf des Spiels erst einmal alleine an den Show-Modus wagt und gegen den virtuellen Stefan Raab antreten möchte, der wird eventuell bald enttäuscht sein: Zwar ist die Moderation wirklich spitzenmäßig, die Kandidaten allesamt nett umgesetzt und auch Stefan Raab sehr witzig und gut getroffen; aber bei den Minispielen stellt uns Schlag den Raab auf eine erste Geduldsprobe: Denn wir müssen wirklich jeden Zug von Stefan Raab so abwarten, als wären wir wirklich in der Show oder als wäre er ein echter Mitspieler neben uns am Fernseher. Dazu gehören nicht nur überzogen lange Wartezeiten bei Quiz-Fragen, sondern beispielsweise auch ein ständiges Korrigieren der besten Schussposition beim Curling im Fernsehstudio. Gerade erfahrene Spieler sitzen im Einzelspielermodus demnach meist länger einfach passiv vor dem Fernseher, als dass sie selbst zum Spielen kommen.

Ganz anders sieht es glücklicherweise im Party-Modus für bis zu vier Spieler gleichzeitig aus: Denn auf menschliche Mitspieler und Freunde wartet man natürlich viel lieber als auf einen Computer, der so tut, als würde er gerade nachdenken. Dank der wirklich netten Minispiele wie dem Kuhmelken, einem Spiel, in dem man einen Bierkrug möglichst nah an die gegenüberliegende Tischkante schießen muss oder auch einem Rennen mit Mini-Flitzern auf einer Carrera-Bahn kommt hier bald wahre Partystimmung auf. Und auch wenn die Quizfragen wirklich trocken gestellt sind, ist das vermittelte Wissen für alle Anwesenden immer wieder interessant und lehrreich, sodass auch hier von Langeweile keine Rede sein kann.


Schnelles Spiel gefällig? Spielt man bei Schlag den Raab eine gesamte Show durch, kann eine solche Spielrunde schon einmal gut und gerne ein bis zwei Stunden dauern. Wer es lieber kurz und knackig mag, der darf daher alle im Spiel zur Verfügung stehenden Minispiele (zwei müssen allerdings aus Preisgeldern erst erkauft werden) in der Minispiel-Arena mit bis zu vier Spielern anspielen. Schlag den Raab bietet 21 dieser Spiele; davon 11 Quizspiele. Nicht gerade wirklich viele verglichen mit anderen Minispielsammlungen; dafür ist die Spielzeit pro Spiel aber auch deutlich länger und wirkliche Totalausfälle sind nicht dabei. Natürlich geht in der Minispiel-Arena ein großer Teil der Atmosphäre des Spiels verloren, die das Spielerlebnis von Schlag den Raab eigentlich ausmacht, als nette Dreingabe ist der Modus aber nicht zu verachten.

Felix Erben

Felix meint:

Schlag den Raab ist ein Spiel, das sich insbesondere an videospielbegeisterte Familien, Freundeskreise und natürlich an Fans der originalen Fernsehshow richtet. Während jeder Videospiel-Verteran den Titel bald aus der Hand legen wird, freuen sich die angesprochenen Zielgruppen über ein sauber umgesetztes Partyspiel mit gut genutzter Originallizenz, das die Stimmung der Fernsehshow gut rüberbringen kann. Darüber, dass der Einzelspielermodus gerade einmal für ein einziges (weil überzogen in die Länge gezogenes) Spiel taugt, können Freunde von Party-Spielen gerne hinwegsehen. Schlag den Raab bleibt somit ein schönes Spiel, das zwar nichts neues auf der Wii zeigt und auch vom Umfang her der Konkurrenz hinterherhinkt, dafür aber mit seiner Atmosphäre punkten kann. Wem die bisherigen Minispielsammlungen auf der Wii bisher immer viel zu trocken und langweilig umgesetzt waren, der findet mit Schlag den Raab vielleicht genau das richtige Spiel für seine Partyabende.


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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