Montag, 06. Februar 2012

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PokéPark

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Plattform:  USK 0Wii
PokéPark: Pikachus großes Abenteuer
Genre:
Abenteuer
USK:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Herausgeber:
Nintendo
erschienen für:
Wii


getestet auf:
Wii

Schulnote: 3

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Die Pokémon-Spiele auf dem Gameboy und Nintendo DS basieren hauptsächlich auf dem Zusammenstellen und Trainieren eines Teams von mehreren Pokémon, um mit diesen dann große Kämpfe und Turniere gewinnen zu können. Hierfür benötigt der Spieler einerseits stets ein großes Geschick und ein vorausschauendes, überlegtes Denken; andererseits fordert die Thematik vom Spieler eine gewisse Reife ab. Bei PokéPark hingegen ist alles anders: In der Rolle des noch immer beliebtesten Pokémon, der kleinen Elektro-Maus mit dem Namen Pikachu, soll der Spieler wieder Frieden und Freude in einen Ort bringen, in dem sich die einflussreichsten der Parkbewohner zerstritten haben. Dazu ist es nötig, mit möglichst vielen der immerhin 193 im Spiel vorkommenden Pokémon eine Freundschaft zu schließen - sei es durch ein schnelles Wettlauf-Spiel, ein Quiz über die Welt der Pokémon, eine besondere Hilfestellung oder auch durch einen kleinen Kampf. Bei den Kämpfen benutzen die Pokémon zwar ihre bekannten Attacken oder rempeln sich gegenseitig; gekämpft wird aber nur nach gemeinsamen Einverständnis und auch die Darstellung der Kämpfe ist so süß, dass man hier bei weitem nicht von einer Jugendgefährdung reden kann. Poképark kann in unseren Augen daher bedenkenlos von jedem Kind gespielt werden; umso ärgerlicher ist es da allerdings, dass Nintendo zu wenig darauf geachtet hat, jungen Spielern einen leichten Zugang zu dem Spiel zu bieten. Denn das Spiel bietet zwar eine Sprachausgabe; diese beschränkt sich allerdings darauf, dass jedes Pokémon, während es spricht, etliche Male seinen eigenen Namen zum Besten gibt. Wichtige Anweisungen und die Hintergrundgeschichte werden dagegen nur in Textform geboten - nicht einmal klare Bilder zur Verdeutlichung dessen, was der Spieler als nächstes zu tun hat, bietet das Spiel. Wer also des Lesens nicht mächtig ist, der wird PokéPark nicht alleine spielen können und ist auf einen Erwachsenen angewiesen, der ihm das ansonsten so kindgerechte Spiel jederzeit vorliest und erklärt.


PokéPark: Pikachus großes AbenteuerWillkommen im PokéPark Frisch treffen wir in der Rolle des Mauspokémon Pikachu im vermeintlichen Paradies ein: Dem PokéPark, den alle Pokémon friedlich und glücklich gemeinsam bewohnen. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen: Schon im ersten Gebiet, einer großen grünen Wiese, verhängt Bisaflor, der Herrscher über diesen Ort, scheinbar willkürliche Gesetze, die allen Pokémon unter anderem verbieten, miteinander zu spielen. Als Pikachu dann in einem Traum von dem mysteriösen Mew den Auftrag erfährt, dass nur die 14 über das Land versteuten Prismensplitter wieder Ruhe in den PokéPark bringen können, beschließen wir als Spieler natürlich, dem kleinen Mauspokémon zu helfen und den PokéPark wieder zu einem Ort der Freude werden zu lassen. Das Spielprinzip ist dabei schnell erklärt: Je mehr Freunde wir finden, desto eher reden auch die mächtigen unter den Pokémon mit uns und fordern uns eventuell zu einem Minispiel heraus. Überzeugen wir sie in einem dieser Spiele, haben wir auch solch ein mächtiges Pokémon als Freund gewonnen und können in Zukunft nicht nur das Minispiel mit all unseren Freunden jederzeit wiederspielen; wir erhalten auch einen Prismensplitter und gelangen in neue Ecken des Poképarks. Niemals dürfen wir dabei aber vergessen, ständig neue Freundschaften mit den verschiedensten normalen Pokémon zu knüpfen - haben wir zum Beispiel am Strand noch keine Freundschaft mit einem schwimmenden Pokémon geschlossen, können wir auch nicht an dem Rennen über den Wasserparcours teilnehmen. Wer sich im Pokémon-Universum schon auskennt, der freut sich über die liebevolle und gelungene Gestaltung der zahlreich im Spiel auftauchenden Wesen: Wenn das tollpatschige Enton beim Rückenschwimmen ständig große Ladungen Wasser schluckt, das faule Relaxo laut schnarchend einen kleinen Durchgang blockiert oder auch nur unser eigener Held Pikachu einen süßen Tanz aufführt, dann kommt in einem Fan der Gameboy-Spiele schon einmal große Freude darüber auf, wie schön die zweidimensionalen und kaum erkennbaren Pixelmonster hier zum Leben erwachen.


Finde sie alle Für einen erwachsenen Spieler ist PokéPark natürlich ein sehr einfaches Spiel: Ohne jemals groß zu scheitern wird jeder erfahrene Videospieler nach fünf bis sieben Stunden den Abspann des Spiels sehen. Doch einerseits ist der Schwierigkeitsgrad damit genau richtig für Videospiel-Neulinge, andererseits motiviert auch die Jagd nach neuen Freunden ungemein. Denn nicht nur das eigene Freundesbuch kann der Spieler füllen; er kann auch alte Minispiele mit nun weitaus besseren oder einfach nur anderen Pokémon wiederholen, um mit jedem eine persönliche Bestleistung hinzulegen. So wird der anfangs so einfache Sprint einerseits mit einer Schildkröte zur großen Herausforderung, mit einem galoppierenden Fohlen dagegen zur spaßigen Hetzjagd. Und auch beim Zielscheibenschießen, Fliegen oder auch auf der Eisrutsche lohnt sich ein Wiederkommen allemal - nicht zuletzt, weil Pikachu mit den gemeinsam erspielten Preisgeldern auch gehörig an seiner Kraft oder Sprintstärke feilen kann. Besondere Motivation liefert noch das integrierte Passwort-System: Hierüber können zum Beispiel Gegenstände freigeschaltet werden, mit denen Pikachu auch an ihm sonst nicht zugänglichen Wettbewerben teilnehmen kann: Mit dem Surfbrett auf den Wasserparcours, auf dem Snowboard die Piste herunter oder mit bunten Luftballons durch denn Himmel. Außerdem lasen sich einige legendäre Pokémon nur so im Spiel freischalten und dann als Freunde gewinnen. Ein erstes Passwort erhält man aus dem Handbuch; weitere sind dann auf der offiziellen Internetseite zum Spiel versteckt.

 

Felix Erben

Felix meint:

Besonders für junge Videospieler ist PokéPark ein gelungens Abenteuerspiel, gespickt mit motivierenden Minispielen. Die Animationen der Pokémon sind sehr gut und vor allem kindgerecht gewonnen: Denn auch ohne das Kämpfen zwischen den Pokémon komplett aus dem Spiel zu streichen, zeigt das Spiel nicht einmal im Ansatz jugendgefährdende Gewalt oder Ähnliches. Die bestehenden Aufgaben sind immer klar und deutlich formuliert und auch selten wirklich schwer zu lösen; die einfachen Rätsel gehen niemals darüber hinaus, ein spezielles Pokémon zu finden (dessen Gesicht man im eigenen Freundesbuch schnell dem Namen zuordnen kann) oder aber einen Gegenstand von A nach B zu tragen und dort zu übergeben. Durch den Sammelaspekt und die Möglichkeit, alle Minispiele mit vielen Pokémon ein weiteres Mal zu bestreiten, hat der Titel auch eine ausreichende Langzeitmotivation. Als ärgerlicher Punkt bleibt somit nur die kaum kindgerechte Präsentation des Spiels, die es gerade der Zielgruppe verwehrt, alleine Spaß mit PokéPark haben zu können. Mit entsprechender Hilfe elterlicherseits dürfen aber besonders junge Pokémon-Fans bei diesem gelungenen Abenteuer gerne zuschlagen.


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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