Montag, 06. Februar 2012

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Für immer Shrek

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Plattform:  USK 6WiiXbox 360PlayStation 3DSDSiPC
Für immer Shrek
Genre:
Abenteuerspiel, Prügelspiel
USK:
Freigegeben ab 6 Jahren
Herausgeber:
Activision
erschienen für:
Xbox 360, PlayStation 3, PCS, Wii, DS


getestet auf:
Xbox 360

Schulnote: 5

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 6 Jahren

Ebenso wie Kinder Märchen lieben, so eignen sich diese auch hervorragend zu Vermittlung von Werten. Die klare Trennung von Gut und Böse können Kinder leicht verarbeiten und reflektieren. Im Spiel dient die Geschichte jedoch nur als grobe Vorlage, die dem Abenteuer als roten Faden dient. Wie in den bisherigen Ablegern dominieren auch im vierten Videospiel mit Shrek die Prügeleinlagen. Für etwas Abwechslung sorgen einige Puzzle, denn selten führt der direkte Weg zum Ziel. Die Darstellung von Gewalt hält sich dabei jedoch in Grenzen und verwandelt besiegte Gegner in einem Blitz zu Münzen, Herzen für Lebensenergie oder Symbole für besondere Fähigkeiten. Entsprechend eignet sich das Spiel eingeschränkt für den Nachwuchs ab 6 Jahren. Der Anspruch an die kognitiven Fähigkeiten liegt dabei jedoch deutlich hinter dem Unterhaltungswert, den das Spiel auch nur für wenige Stunden hergibt.


Shrek is back Der beliebte Oger ist zurück und hat auch im vierten Teil wieder mächtig Ärger im Gepäck. Sein Wunsch nach einem gewohnt ruhigen Leben in seinem Sumpf hat Rumpelstilzchen auf den Plan gerufen, der ihn mit einem Knebelvertrag mächtig übers Ohr gehauen hat. Shrek findet sich in einer Parallelwelt wieder, in der das Königreich Weit Weit Weg am Abgrund zum Chaos steht. Verhindern kann dies nur Fionas wahre Liebe zu Shrek, doch die hat andere Ambitionen. Als Anführerin einer Rebellentruppe hat sie ihre Lebensaufgabe gefunden und ist von dem grünen Oger nur wenig angetan. Zum Glück hat Shrek mit Esel und gestiefelter Kater, die ihm als treue Freunde noch zur Seite stehen. Unterstützt werden die drei vom verzauberten Spiegel, der sie immer dann wenn es knifflig wird, zwischen den parallelen Welten hin und her springen lässt. Trotzdem bleibt es knifflig, den neben dem Kampf gegen Bauern, Soldaten und Hexen muss Shrek auch das Herz seiner geliebten Fiona erneut gewinnen. Denn wie so oft im Märchen ist der Liebes Kuss die einzig wirksame Waffe gegen den bösen Zauber.


Für immer ShrekGegner wie Knäckebrot Das Spiel erzählt die Geschichte jedoch ausschließlich in Videosequenzen und rafft die Filmvorlage zu einer eigenen Interpretation. Kern des Abenteuers bildet das Ogerlager, von dem aus in einzelnen Missionen gestartet wird, die abschnittweise gemeistert werden müssen, damit die eigentliche Geschichte vorangetrieben wird. Fern von der eigentlichen Filmhandlung reduziert sich das Spiel auf ein simples Prügelspiel mit Puzzleeinlagen, das ohne die Lizenz kaum begeistern würde. Der Ablauf der einzelnen Aufgaben wiederholt sich selbst innerhalb der einzelnen Missionen und bietet trotz verschieden aufgebauter Areale nur wenig Abwechslung. Die künstliche Intelligenz der Gegner liegt auf dem Nivea eines Knäckebrots und auch die Endgegner haben nicht mehr zu bieten, als wiederkehrende Wellen von Gegnerhorden, die dem Spieler nicht mehr abverlangen, als ein monotones Daumengehämmer auf den selben Controllerknopf. So schwindet bereist in der zweiten Mission die Motivation, die selbst das schnell aufkommende Erfolgserlebnis nicht aufgefangen bekommt. Das Abenteuer an sich hat bereits nach wenigen Stunden sein Pulver verschossen. Wer von der Shrek-Lizenz jedoch gefesselt ist, kann die einzelnen Missionen dann für die Suche nach Münzen oder anderen Gimmicks erneut durchsuchen. Außer Erfolgen oder Trophäen hält das Spiel jedoch keine weitere Motivation bereit.


Lieblos und ogerflächlich Grafisch scheint die Entwicklung der Shrek-Videospiele beim ersten Teil stehen geblieben zu sein. Abgesehen von den vorgefertigten Videos, die zwischen den einzelnen Missionen abgespielt werden, wirkt das vierte Abenteuer mit dem Oger deutlich antiquiert. Zwar sind die Szenarien stellenweise malerischen gestaltet, was aber nicht darüber hinweg täuscht, das im Vordergrund detailarme und schlecht animierte Figuren agieren. Die Gesichter sind bei Nahaufnahmen eckig und kantig, was nicht nur bei Shrek deutlich auffällt. Unschön fallen auch unzählige Mängel in der Fehlerabfrage, durch die Figuren gerne in Objekte eintauchen oder die Steuerung bockig wird. So kann der Oger beim Beladen von Katapulten schon mal bockig werden, wenn er nicht aufs Pünktchen genau mit der Melone vor der Schleuder positioniert wird. Ein anderes Mal will Fiona dafür ihren Spezialangriff einfach nicht ausführen. Da mimt der Esel schon fast artgerecht, wenn er bis zu drei Mal an eine Tür geführt werden möchte, bis er sie endlich eintreten möchte. Selbst für ein Kinderspiel ist solch eine Umsetzung lieblos und oberflächlich. Hinzu kommt, dass keine der Hauptfiguren mit der gewohnten Synchronstimme ausgestattet wurde, was gerade bei solch einem Lizenzspiel durchaus zu erwarten ist.


Gemeinsam Einsam Einen angenehm positiven Eindruck hinterlässt der Mehrspielermodus. Der Einstieg eines zweiten Spielers ist jederzeit und ohne Umwege möglich. Dazu muss einfach ein zweiter Controller mit der Konsole verbunden und eingeschaltet werden. Ohne Zugriff auf Optionsmenü oder Spielsteuerung erscheint umgehend ein zweiter Charakter, der mitmischen kann. Passend dazu hält "Für immer Shrek" in den jeweiligen Missionen Rätsel bereit, die auch nur in Kooperation mit einem zweiten Spieler gelöst werden können. Leider steht dieser Spielmodus nur lokal an einer Konsole zur Verfügung. Ein kooperatives Spiel über eine Netzwerk- oder Onlineverbindung steht nicht zur Verfügung. So müssen sich Freunde das gemeinsame Spiel an einem Bildschirm teilen, was den Aktionsradius der einzelnen Figuren aneinander bindet und die Bewegungsfreiheit stark einschränkt.

 

Marco Schmitz

Marco meint:

Und wieder ein Lizenzgurke. Für Shrek-Fans macht Activision erneut so ziemlich alles falsch, was bei der Umsetzung einer großen Lizenz falsch zu machen ist. Unterm Strich bleibt ein langweiliges Spiel in einem einfallslosen Design. Durch den Verzicht auf Originalstimmen bleibt selbst bei Filmfans die Motivation auf der Strecke und die unterdurchschnittliche Grafik gibt selbst überzeugten Videospielern den Rest. Selbst der Laie erkennt im zweiten Blick, dass sich Für immer Shrek als Videospiel nur halbwarm mit dem Stoff beschäftigt und auf Sparflame entwickelt wurde. Für ein reines Kinderspiel währe dies durchaus kein Kritikpunkt. Doch für diese Zielgruppe hätte man dem Spiel etwas mehr Anspruch für die Kids und einem günstigeren Peis für die Eltern mit auf den Weg geben können.

 


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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