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Pädagogische Wertung:
Dank der reduzierten Darstellung von Gewalt und dem verzicht auf gruselige Element bekommt die virtuelle Legowelt mit und um Harry Potter von der USK eine Einstufung ab 6 Jahren. Eine durchaus vertretbare Entscheidung, denn wie das Zerstören von Gegenständen werden auch die Niederlagen bei den Kämpfen ausschließlich mit auseinanderstiebenden Legoklötzchen dargestellt. Ein normal entwickelter Sechsjähriger ist durchaus zu Verarbeitung dieser Bilder in der Lage. Jedoch werden wohl viele der zu lösenden Puzzle Kinder in diesem Alter überfordern. Einige Rätsel haben es durchaus in sich und sind nicht ansatzweise im ersten Blick greifbar. Oft ist Querdenken und Kombinationsgabe gefragt, die Kinder in der Regel erst zwischen dem achten und zehnten Lebensjahr entwickeln. Was die Kognitiven Fähigkeiten einerseits Fördert könnte bei den kleinen Kids letztlich frustrieren und demotivierend auswirken. Kinder unter acht Jahren sollten mit Lego Harry Potter also nicht allein gelassen werden. Aber keine Angst: Auch für einen Erwachsenen hält das Spiel reichlich fordernde Kopfnüsse bereit.
Der dunkle Lord ist zurück Harry Potter verspricht erneut unterhaltsame Stunden als Videospiel. Doch diesmal haben sich die Entwickler von Travelers Tales der Geschichte der ersten vier Jahre angenommen und sie mit dem gewohnten Witz in einem Lego-Universum umgesetzt. Der dunkle Lord ist wieder da und damit ein dunkler Schatten über Hogwarts. Nur ein Mensch hat Voldemort bislang erfolgreich die Stirn geboten und ist damit, ohne es zu wissen, die einzige Hoffnung für die Welt der Zauberer und Hexen. Unerfahren wie alle neuen Schüler Hogwarts muss Harry Potter mit seinen Freunden Hermine und Ron dem noch geschwächten Voldemort immer wieder entgegen treten und lernt dabei eine Reihe von verbündeten kennen. Ob auf der Suche nach dem Stein der Weisen oder im Kampf gegen Riesenschlangen und Werwölfe: Auf den jungen Zauberer wartet bereits in den ersten vier Schuljahren ein Abenteuer mit einer Reihe von kniffliger Herausforderungen.
Die Welt der Steine Wie gewohnt werden alle Charakter wieder durch animierte Legofiguren gespielt, die auch bei Harry Potter den Vorbildern nachempfunden wurden und in einem mit vielen Klötzchen nachgebauten Hagwarts die Geschichte der ersten vier Jahre nachspielen. Ziemlich alles kann zerlegt und vieles danach zu anderen Objekten zusammengebaut werden. Witziger Weise verwenden die Zauberer hierfür weder Kraft oder Werkzeuge, sondern einen Zauberstab und ein Repertoire von Zaubersprüchen, das sie im Verlauf des Spiels immer weiter ausbauen. Auch sonst wurde das Thema Harry Potter geschickt ausgenutzt, um der Serie von Lego-Videospielen etwas frischen Wind zu verleihen. So verfügen nun die Charaktere über mehrere, wenn auch verschieden Fähigkeiten, die immer wieder miteinander kombiniert werden müssen. Wird eine bestimmte und für den verwendeten Charakter nicht zur Verfügung stehende Fähigkeit benötigt, kann wie bisher der Charakter gewechselt werden. Allerdings geschieht dies nicht mehr durch den reinen Tausch der Spielfigur sondern durch die Verwendung von Zaubertränken. Es greift der Geschichte zwar etwas zuvor, wenn überall im Spiel Zauberkessel darauf warten, entdeckt oder zusammengesetzt zu werden. Aber eine stilechte und humorvolle Umsetzung ist es allemal.
Schüler in Not Das Sammeln von goldenen Steinen ist neben den einzelnen Missionen des Story-Modus erneut die eigentliche Herausforderung bei Lego Harry Potter. Insgesamt 200 der begehrten Steine wurden in dem Spiel versteckt, die zum größten Teil alles andere als einfach zu finden sind. Einige ergeben sich, wenn man Magie auf zusammen gehörende Objekte ausführt, mit anderen wird man Belohnt, wenn man versteckte Wappenteile aufspürt. Am kniffligsten wird sind jedoch die zu ergattern, die für das Befreien von Schülern in Not ausgesetzt wurden. Wer hier den Blick aufs Ganze verliert, kommt bei dieser Herausforderung schnell ins Schwitzen. Querdenken ist daher ebenso gefragt wie eine gesunde Frustresistenz. Viele der kleinen Aufgaben sind selbst auf den zweiten Blick nicht ersichtlich oder verstecken sich hinter kniffligen Puzzlespielen. Dabei müssen einige Etappen der Story mitunter mehrmals gespielt werden, weil anfangs nicht alle Fähigkeiten zum lösen der Rätsel zur Verfügung standen. Anderseits stehen aber auch gewisse Bereiche der Spielwelt erst zur Verfügung, wenn man bestimmt Charakter freigespielt hat. Während die Geschichte der ersten vier Jahre wohl in wenigen Stunden durchzuspielen ist, kann sich die Suche nach goldenen Steinen, Wappenteilen und Schülern in Not gut und gerne mehrere Tage hinziehen. Die roten Steine, mit denen besondere Extras wie Wappen- oder Charakterdetektor aktiviert werden sind dabei zwar eine große Hilfe, aber auch diese müssen erst einmal gefunden werden.
In Hogwarts nichts Neues Lego Harry Potter kommt im gewohnt ansprechenden Stil daher. Die Figuren sind liebevoll animiert, was den besonderen Humor des Entwicklerteams von Travelers Tales perfekt transportiert. Wer kein verbissener Harry Potter-Fan ist, der kommt bei der eigenwilligen, aber humorvollen Umsetzung der Roman- und Filmvorlage in den Videos zwischen den einzelnen Missionen auf seine Kosten. Ansonsten gibt es grafisch auch in Hogwarts nur wenig Neues. Viele Objekte wie Autos oder Statuen wirken wie aus bisherigen Lego-Umsetzungen kopiert und auch das zeilenweise Bildflimmern bei Kameraschwenks ist erhalten geblieben. Überraschend angenehm ist der diagonal geteilte Bildschirm im Mehrspielermodus, der es den einzelnen Spieler erlaubt, sich frei und unabhängig vom anderen in der Spielwelt zu bewegen. Völlig neu ist dieser jedoch nicht, da er schon im letzten Lego Indiana Jones debütierte und noch immer nicht im Netzwerk oder im Onlinemodus nutzbar ist. Warum die Entwickler die Möglichkeit zum Onlinespiel weiterhin verweigern bleibt fraglich, da sie mit Lego Star Wars den Beweis der Möglichkeit selbst erbracht haben.
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Marco meint: Lego ist und bleibt auch als Videospiel eine erfolgreiche Marke. Obwohl auch mit Harry Potter nur wenig frischer Wind in die Spielereihe kommt, lässt der eigenwillige Humor des Entwicklerteams keine Langeweile aufkommen. Auch im sechsten Anlauf ist die Jagd auf Klötzchen weiterhin unterhaltsam und macht Spaß. Einzieger Wermutstropfen bleibt wieder der fehlende Onlinemodus, den die Macher des Spiels partout vorenthalten und für eine Abwertung sorgt. Es bleibt dabei, dass Lego an der Konsole ein heißer Tipp für die ganze Familie bleibt, der aber nicht mit Onlinefreunden geteilt werden kann. Inzwischen bin ich mit dem Spiel komplett durch, habe allen Schüler aus ihrer Not geholfen und bis zum letzten Steine alles gefunden, was es zu sammeln gilt. Abgesehen von wenigen Frustmomenten war der Spielspaß auf dem gleichem Niveau mit den anderen Lego-Videospielen. Empfehlenswert? Auf jeden Fall! Aber macht euch auf ein paar harte Kopfnüsse gefasst. |
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




