Dienstag, 22. Mai 2012

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Super Mario Galaxy

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Plattform:  USK 6Wii
Super Mario Galaxy
Genre:
Jump 'n' Run
USK:
Freigegeben ab 6 Jahren
Herausgeber:
Nintendo
erschienen für:
Wii

getestet auf:
Wii
Spielspass-Granate
Schulnote: 1

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Etwas unbedenklicheres als den kleinen Klempner und die Welt, in der er sich bewegt, kann es wohl kaum geben. Wo die Wolken freundliche Lachgesichter haben und jeder Anprechpartner äußerst zuvorkommend auf ein Gespräch reagiert, dort wo kleine Bienchen summen und die Sterne am Himmel leuchten, da sind die Kleinen bestens aufgehoben und bekommen eine wage Vorstellung davon, wie es sein könnte, wenn wir nur alle unter der Herrschaft einer kleinen Prinzessin leben würden. So weit, so schön! Was das Spielen betrifft, so sollte man sich darauf einstellen, dass es hier nicht nur immer gradeaus geht. Bei Super Mario Galaxy werden Oben und Unten oftmals auf den Kopf gestellt. Man wandert über kleine Miniwelten und Miniplaneten und steht dabei auch mal kopfüber unter einer Plattform und braucht schon ein erhebliches räumliches Denkvermögen, um nicht in die falsche Richtung zu laufen. Zwar fördert das Spiel auch genau diesen Aspekt, doch gebe ich zu bedenken, dass kleine Kinder schonmal damit überfordert sein könnten. Ansonsten ist das Spiel durch seine ganze Machart sehr zu empfehlen. Die kleinen Erfolgserlebnisse beim Sternesammeln geben genügend Motivation und werden nach jedem Level durch ein Lob unterstrichen. Alles bleibt immer absolut fair und freundlich!


Super Mario GalaxyAb ins All Von den Dimensionen her wird es wohl kaum möglich sein, diesen Titel in der Mario Reihe noch einmal zu toppen, denn schließlich befindet sich der Schauplatz im unendlichen Weltall des Mario-Universums. Doch wie ist der kleine Mario dorthin gekommen? Die Antwort: Der üble Bowser war es natürlich schuld. Grade als Mario ein kleines Stell-dich-ein bei seiner geliebten Prinzessin Peach machen will, taucht Marios Widersacher auf und hat einen ganz neuen Trick auf Lager: Er beheimatet nun ein Riesenraumschiff und schneidet kurzerhand den Palast der Prinzessin aus der Erde raus und entführt ihn ins Weltall. Zum Glück hat er Mario gleich mit "ausgeschnitten", lässt diesen jedoch auf halber Strecke über Bord gehen. Mario wird jedoch gerettet und landet auf einem Kometen, der ein ganzes Sternenschiff beherbergt. Es dient als Ausgangspunkt zu jedem Level und von hier aus kann Mario alle möglichen Galaxien erkunden.


Altes und Neues Nachdem Mario in seinem letzten Abenteuer eine kleine Insel mit Hilfe eines Wasser-Tank-Rucksacks erkundet hat, haben sich die Entwickler wieder auf Altbewährtes konzentriert, zumindest was Marios Steuerung angeht. In seiner "Grundausstattung" kann er wieder den Dreifachsprung, den Hechtsprung, den Wandsprung und natürlich den Rückwärtssalto sowie die Stampfattacke. Wer diese Bewegungen schon einmal trainiert hat, wird in Sekunden schnell wieder ins Spiel finden. Neu hinzugekommen ist die Wirbelattacke, die durch ein kurzes Wackeln des Controllers ganz leicht ausgeführt wird. Die kennt man zwar noch aus alten Zeiten vom Super Nintendo, aber jetzt sieht man sie eben auch in 3-D. Weiterhin kann sich Mario wieder diverse Kostüme anziehen, die ihm besondere Fähigkeiten verleihen. Das erste Kostüm ist ein Bienenkostüm, welches ihm eine kurze Zeit die Fähigkeit zum fliegen verleiht.


Super Mario GalaxyDie Schwerkraft wirkt Was die Welten angehen, in der sich Mario bewegt, gibt es hier wohl die entscheidende Neuerung: Bisher waren die Welten alle relativ "flach", jedenfalls wusste man immer wo oben und unten ist. Das ist nun anders. Mario befindet sich schließlich im All und hier gibt es kein wirkliches Oben und Unten. So bestehen einige Level z.B. aus mehreren kleinen Mini-Planeten, auf denen sich Mario in allen Richtungen rundherum bewegen kann. Wer "Der kleine Prinz" gelesen bzw. den Film dazu schon mal gesehen hat, der kann sich in etwa vorstellen, wie es in diesem Spiel aussieht. Natürlich gilt dies nicht für jedes Level und es sind auch nicht immer kleine Planeten. Die Leveldesigner waren mal wieder äußerst kreativ und haben sich allerhand einfallen lassen, wo der kleine Klempner noch überall rumlaufen kann, doch das Prinzip der frei schwebenden kleinen Welt, auf der man sich oben wie unten, kopfüber wie aufrecht stehend bewegen kann, bleibt weitestgehend erhalten. Auch wenn ich im Vorfeld befürchtet habe, dass es unmöglich sein wird, hier die Kontrolle zu behalten, so hat sich doch herausgestellt, dass man sich sehr schnell an die ungewöhnliche Räumlichkeit gewöhnt und es keine Schwierigkeiten beim Spielen mehr gibt.


Super Mario GalaxyDie helfende Hand Auch wenn die Mario-Reihe bisher immer ein Hingucker war und echten Spielspaß garantiert hat, so konnte man, wenigstens in den letzten Jahren, nur noch als Einzelkämpfer in Aktion treten. Das hieß, entweder man saß alleine vor der Konsole, oder die Freunde konnten nur zuschauen. Im Prinzip auch ganz sinnvoll, denn irgendeiner kann es eben besser. Aber auch hier hat sich Nintendo wieder etwas einfallen lassen. So kann nämlich ein zweiter Spieler mit seinem Controller in das laufende Spielgeschehen eingreifen (!). Dazu benutzt er einfach seinen Cursor, der automatisch erschient, sobald die zweite Remote aktiviert wird. Nun kann er Mario aktiv unterstützen, indem er Sternenstaub einsammelt, diesen auf Gegner schießt oder aber durch drücken der A-Taste Gegner anhalten kann, indem der einfach auf sie zeigt und festhält. Auch hat er die Möglichkeit Mario zu beeinflussen, doch rate ich hier zur Vorsicht. Wenn der zweite Spieler im richtigen Augenblick Mario festhält oder ihn höher Springen lässt, dann kann das schon mal sein Leben retten, doch falls der eingreifende Freund denkt, er könne alles besser abschätzen, dann gibt es mit Sicherheit Streit!


Die Grafik Es ist kein Geheimnis, dass die Wii in Sachen Grafik bei den aktuellen Konsolen nicht so recht mithalten kann. Muss sie auch nicht, aber mit Mario Galaxy macht sie es trotzdem! So erleben wir eine Tiefenschärfe, bei der man die Objekte nun auch noch in 1,5 Mio. Lichtjahren Entfernung genau erkennen kann. Auch die Schattierungen haben mehr Kontrast und glänzen einfach im Allgemeinen besser, als man es bisher auf der Wii erlebt hat. Hinzu kommt, dass viele kleine Details ergänzt wurden und man den vertrauten kleinen Klempner irgendwie völlig neu erlebt. Überrascht entdeckt man Altes wieder neu, wie zum Beispiel die kleinen Wölkchen, die Mario beim Laufen hinterlässt, oder die kleinen Sternchen beim Schlagen. Kurzum, alles ist ein wenig besser und schöner zu betrachten als vorher. Da macht das Hinsehen schon Spaß!

 

Bettina Schmitz

Bettina meint:

Super Mario Galaxy hat es geschafft, aus allen Vorgängern das Beste rauszuholen und noch einen obendrauf zu setzen! Das Spielprinzip ist bewährt, aber trotzdem wieder eine Innovation für sich. Die Steuerung ist wirklich simpel und der Spielspaß enorm hoch. Die Langzeitmotivation ist wie bei den Vorgängern auch sehr hoch! Wo sonst gibt es so viele kleine Verstecke, die man entdecken kann und sich immer wieder fragt: Kann man DA eigentlich auch hin und wenn man DORT ist, wartet schon ein kleiner grüner Pilz!! Auch bei Super Mario Galaxy werden die Levels mehrmals durchgespielt mit alternierenden Aufgaben. Das verspricht lange, lange Unterhaltung und Abwechslung. Super Mario Galaxy zeigt wieder beeindruckend, was richtige Spielentwickler "auf dem Kasten" haben und ist einfach rundherum und universell eine absolute Kaufempfehlung. Das man endlich zu zweit spielen kann, macht aus diesem Mario eine wahre Spielspaß-Granate, ich sag nur: Jeepiiieeehhhh!!!




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