Montag, 06. Februar 2012

Aktualisiert:13:47 Uhr

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Pure Football

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Plattform:  USK 0Xbox 360PlayStation 3
Pure Football
Genre:
Sportspiel, Simulation
USK:
Freigegeben ohne Altersbegrenzung
Herausgeber:
Ubisoft
erschienen für:
Xbox 360, PlayStation 3,


getestet auf:
Xbox 360

Schulnote: 3

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ohne ALtersbeschränkung

Sport verbindet und unser Nachwuchs tritt nach Bällen, sobald er laufen kann. Was sollte also dagegen sprechen, dass die Kleinen bei Pure Football und Tore und Meisterschaften eifern? Eigentlich nichts! Doch Eltern sollten beachten, dass Pure Football den Spieler nicht nur mit rasanten Ballmanövern sondern auch mit schnellen Bildwechseln in den Bann zieht. Neben einem gesunden Interesse für den Ballsport sollten die jungen Spieler daher auch eine gewisse Fähigkeit zur Verarbeitung der visuellen Eindrücke mitbringen. So empfehlen wir ein Mindestalter von 8 Jahren und die tägliche Dosis Pure Football vor dem 12 Lebensjahr auf eine Stunde limitieren. Sicher werden die Kids in Ihrer Begeisterung fürs runde Leder dann nur schwer zu bremsen sein. Mit einem Lederball und einem Bolzplatz findet sich jedoch gerade in den Sommermonaten eine ansprechende Alternative.


Pure FootballSpiel ohne Regeln Pure Football bringt den Straßenfußball ins Stadion und verzichtet auf Schiedsrichter und Regelwerk. Mit originalgetreuen Spielern und Superschüssen geht es mit purer Leidenschaft ran an den Ball, was im Ansatz zunächst ein wenig verwirrend. Das Spiel mit nur fünf Kickern pro Mannschaft ist auch auf der Konsole zunächst nichts neues, wurde uns Couchkartoffeln das Spiel ohne Regeln schon manches mal näher gebracht - wenn auch bislang nur mit mäßigem Erfolg. Ubisofts neuer Spaßkicker wirkt jedoch überraschend anders und bringt einen frischen Wind in dieses Genre. Zunächst erstellen wir uns wie in den bekannten Simulationen unsere eigene Mannschaft. Jeder Spieler hat dabei ganz individuelle Fähigkeiten, die für den Erfolg bei der Torjagd mehr oder weniger entscheidend sind. Haben wir unser Team zusammengestellt, beginnt unsere Kampagne auch direkt mit einer umfangreichen Meisterschaft. Vorher gilt es nur noch in einem kurzen Training die Grundlagen des Ballzaubers zu verinnerlichen. Da die intuitiv angelegte Steuerung jedoch stark an die Genrevorbilder Fifa und Pro Evolution Soccer erinnert, kommen nicht nur ausgefuchste Konsolenkicker innerhalb weniger Minuten mit ihr zurecht. Etwas kniffliger ist es hingegen, die frisch gelernten Aktionen im laufenden Spiel umzusetzen. Hier werden besonders Genre-Novizen kräftig trainieren müssen, bis ihr Spiel mit Toren belohnt wird. Die gegnerischen Spieler sind alles andere, als animierte Statisten auf dem Feld und begegnen uns mit einer ausgewogenen künstlichen Intelligenz. Egal ob mit ausgewogener Abwehr oder durch geschickte Ballabnahme: der Kampf um Tore ist eine anspruchsvolle, aber faire Herausforderung.


Mehr Leidenschaft Als angenehm überraschend präsentiert sich die Kameraführung in Pure Football. Statt der eingefahrenen Vogelperspektive über der Seitenlinie, richtet sich der Blick immer auf das gegnerische Tor. Und umfasst zunächst die ganze Spielfeldbreite. Doch sobald es uns gelingt, ein Ballduell für uns zu entscheiden, zoomt die Kamera blitzschnell auf unseren Spieler mit Ballbesitz und verfolgt ihn in Nahaufnahme. Nicht vollkommen neu, da bereits FIFA im Spielmodus "Be a Pro" ähnlich ambitioniert war und dem Spiel durch diese Perspektive den Charakter eines Actionspiels mit auf den Weg gab. Bei Pure Football ist diese Kameraführung jedoch fester Bestandteil des ganzen Spiels und macht den Kampf um das Leder im Gesamten zu einem überraschend neuen Erlebnis. Als Spieler fühlt man sich nun nicht mehr als Zuschauer mit Tribünenplatz, sondern wird Teil des Geschehens. Die neue Kameraführung vermittelt ungefiltert das Spiel mit seinen rasanten Ballmanövern schafft damit eine Atmosphäre, welche die pure Leidenschaft am Fußball transportiert.


Lebloses Umfeld Grafisch macht Pure Football keine Experimente und reduziert sich auf das Wesentliche. Vergeblich sucht man nach Animation auf den Zuschauerplätzen und auch sonst wirken die Stadien sehr leblos. Um das Umfeld geht es jedoch nicht und dank der perfekt animierten Spieler geht dies auch im Spiel unter. Wie bei der TV-Übertragung eines spannenden Fußballspiels liegen die Augen nur auf dem Spielgeschehen rund um den Ball. Und dies ist bei Pure Football makellos in Szene gesetzt. Der Wettstreit um Ball und Tore überzeugt auf ganzer Linie und läßt keinen Raum für Kritik. Realistisch animierte Kicker setzen direkt und präzise jedes Kommando an Hebeln und Knöpfen in die Tat um. Damit wird die optische Tristesse auf den billigen Rängen geschickt ins Abseits gespielt und begeistert mit der Leidenschaft des Fußballspiels. Das einzige was dem Spiel noch fehlt sind ein Freund, dem man nach einem Tor vor Freude in die in die Arme fallen kann oder hupende Autokorso nach einem entscheidenden Pokalsieg.

 

Mirko Steffens

Mirko meint:

Mit Pure Football liefert Ubisoft ein Fußballspiel ab, die das Genre zwar nicht neu erfindet, jedoch völlig neu aufrollt. Obwohl mich Ballsport nur wenig reizt, habe ich mehr gefiebert als bei Fifa oder Pro Evolution Soccer. Die Fans der großen Simulationstitel möchten aber jetzt bitte nicht direkt aus den Stollenschuhen springen und mit den Stutzen nach mir werfen, denn Pure Football ist anders und mit den großen Simulationsreihen nicht wirklich zu vergleichen. Der Spielaufbau ist ähnlich, verläuft jedoch vollkommen anders. Pure Football will weniger einen Manager oder Trainer aus dem Spieler machen, sondern ihn vielmehr aktiv am Spiel beteiligen und den puren Kern des Fußballs rüber bringen: Die Freude am Spiel. Und das gelingt! Unterstützt durch die neue Kameraführung hatte ich Spaß wie noch nie das Runde ins Eckige zu bringen, auch wenn ich mich gewohnt schwer damit tat.

 


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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