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Pädagogische Wertung:
Das grundsätzliche Spielprinzip ist genauso schnell erkannt wie geklärt: 2 Kontrahenten stehen sich im Kampf an verschiedenen Schauplätzen gegenüber. Es gilt den Gegner mit zahlreichen und schwerwiegenderen Angriffen zu treffen, als die eigene Spielfigur einstecken muss. Jeder Treffer bedeutet einen nach der Schwere des Angriffes bewerteten Abzug auf der "Lebensleiste". Erreicht diese den Nullpunkt hat der Kämpfer die Runde verloren. Die Spielcharaktere sowie deren Schlagrepertoire werden hierbei extrem comichaft und übertrieben zugunsten eines actionreichen Spielablaufes dargestellt, der auf eine überzogene Gewaltdarstellung jedoch verzichtet. Hier gilt: Hirn ausschalten und Spaß haben. Das Spiel hat eine USK-Feigabe ab 12 Jahren erhalten. Dies erscheint mir, auch im Vergleich zu anderen Genre-Vertretern, als durchaus angemessen.
Aller Anfang ist ... schwer? Die Street Fighter-Serie zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Prügelspiel-Serien überhaupt. Entsprechend groß ist die weltweite Fangemeinde. Die eigentliche Qualität eines solchen Spleles steht und fällt zunächst mit dem Kampfsystem und dessen (im Idealfall intuitiver) Steuerung. Hierbei wurden, wie auch bei den Bewegungsabläufen über viele Jahre hinweg wenige bis gar keine Änderungen am 2D-Prügler vorgenommen, was auf eine ausgereifte Spielbarkeit schließen lässt. Genau hier liegt aber tatsächlich die eigentliche Schwäche des Spiels: Einige der verketteten Schlagfolgen, der sogenannten "Combos", sind mit dem Standard-Controller nur unzuverlässig oder unnötig schwer auszuführen. Auf gehobenem Schwierigkeitsgrad (im Arcade-Modus sind 8 verschiedene einstellbar) kann dies dem ungeübten Spieler schnell den Spielspaß erheblich mindern. Doch dazu später mehr...
Die Neuauflage Das Spiel bietet gegenüber seinem im Frühjahr 2009 erschienenen Vorgänger einige sinnvolle Erweiterungen & Ergänzungen. 10 neue Charaktere, sowie mehrere neue Kampfschauplätze (gesamt sind es 22) haben genauso ihren Weg in das Spiel gefunden wie eine Anpassung der effektiven Kampfstärke und Reichweite aller Charaktere um die Voraussetzungen für einen ausgewogeneren & abwechslungsreicheren Spielablauf zu verbessern. Die Kämpferriege umfaßt nunmehr respektable 35 Kämpfer. Zudem verfügt jeder Charakter neuerdings über zwei Auswahlmöglichkeiten der sogenannnten "Ultra-Combos" (der verheerendste Spezialangriff), was dem Kampfgeschehen gesamt betrachtet mehr strategische Tiefe verleiht. Als recht belanglos erweisen sich die jeweiligen Geschichten im Arcade-Modus, die mit englischer Sprachausgabe deutsch untertitelt daherkommen. Der aufdringliche Soundtrack und der etwas nervige Kommentator gehören genauso zur Kategorie "Geschmackssache". Erfreulich gelungen präsentieren sich hingegen die Online-Modi. Man darf sich nun mit bis zu 7 Freunden in einer Lobby treffen, dort nach Herzenslust gegeneinander antreten, sich im neuen Replay-Modus eigene oder fremde Kämpfe als speicherbare Wiederholungen z. B. zwecks Analyse zur Verbesserung des eigenen Kampfstils anschauen. Ein Turnier-Modus ist als kostenloser Download verfügbar. Apropos erfreulich: die Detailverliebtheit der stets flüssig dargestellten, beim Vorgänger erstmals eingeführten Comic-Optik darf getrost als äußerst gelungen bezeichnet werden. Das Spiel entwickelt hierbei einen ganz eigenen Charme der nicht nur unter Comic-Liebhabern viele Freunde finden dürfte.
Kämpfen oder nicht, das ist hier die Frage... Das Kampfsystem bietet genügend Spieltiefe um den interessierten Spieler über lange Zeit zu motivieren. Zusätzliche Anreize bieten freispielbare Kostümfarben, Titel und Symbole. Training wird hierbei allerdings zur Pflicht möchte man auf den höheren Schwierigkeitsstufen oder gar gegen einen menschlichen Gegner bestehen. Der Playstation 3 - Controller zeigt sich hierbei dem XBox 360 Pendant aufgrund der leicht genaueren Steuerung auf den Richtungstasten als die bessere Wahl, kann jedoch ebenfalls bei der erschwerten Eingabe für die Spezialattacken nicht vollends überzeugen. Alternativ ist im Handel ein sogenanntes "Fighting-Pad" in verschiedenen Designs erhältlich, welches die Eingabe bereits erleichtert, aber eben zusätzlich erworben werden muss. Die Königsklasse stellt hierbei ein sogenannter Arcade-Stick dar. Dessen Design und Qualität entspricht der Steuerungseinheit von Spielautomaten und ist ebenfalls gesondert erhältlich. Ob sich eine solche Investition lohnt muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden.
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Jörg meint: Super Street Fighter IV bietet als "Edel-Prügler" dem geneigten Spieler ein dickes Spielspaß-Paket. Umfang, Technik und Online-Anbindung stimmen einfach und stellen in Anbetracht des günstigen (Normal-) Preises ein verführerisches Angebot dar. Lediglich die Steuerung stellt für Gelegenheitsspieler teilweise eine gewöhnungsbedürftige Hürde dar. Wer bereit ist sich darauf einzulassen wird mit einem Spielerlebnis belohnt dem zu Recht ein besonderer Platz im Kampfspiel-Genre gebührt. |
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




