Montag, 06. Februar 2012

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Sin and Punishment

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Plattform:  USK 12Wii
Sin and Punishment: Successor of the Skies
Genre:
Railshooter
USK:
Freigegeben ab 12 Jahren
Herausgeber:
Nintendo
erschienen für:
Wii


getestet auf:
Wii

Schulnote: 1

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 12 Jahren

Sin and Punishment: Successor of the Skies ist ein Railshooter und verlangt als solcher vom Spieler natürlich so Einiges ab, das auf Kinder verstörend wirken kann. Neben dem eigenen Schutz der Spielfigur vor dem gegnerischen Kugel- und Waffenhagel ist das zentrale Ziel des Spiels die Vernichtung der sich auf dem Bildschirm tummelnden Gegnerhorden. Und derer mangelt es bei Sin and Punishment wirklich nicht: So befinden sich unsere Helden nicht selten unter Beschuss von 50 und mehr Gegnern zugleich und Erfolg haben wir als Spieler nur, indem wir dieses Feindesaufkommen möglichst effektiv und schnell dem Erdboden gleich machen. Einen friedlichen Weg zum Ziel belohnt das Spiel nicht; insbesondere bei den zahlreichen und gigantischen Bossgegnern ist dann - natürlich neben einer wohl überlegten Taktik - die blanke Waffengewalt das einzige Mittel, das uns zum Erfolg in Sin and Punishment verhelfen kann. Zu Gute halten muss man dem Spiel hingegen, dass es - im Gegensatz zu nahezu allen anderen Railshootern - die Gewalt keinesfalls feiert oder übermäßig deutlich darstellt. Ein besiegter Gegner verpufft mit einer kleineren Explosion, die zudem auch noch von der Anzeige des aktuellen Punktemultiplikators überdeckt wird. Blutspritzer und brutale Sterbeanimationen haben ihren Weg nicht in das Spiel gefunden. Da auch die für ein japanisches Spiel typische Comic-Grafik und die abstruse Hintergrundgeschichte Sin and Punishment sehr abstrakt wirken lassen, kann durchaus auch schon ein jüngerer Spieler bedenkenlos diesen Shooter spielen. Die Einschätzung der USK, die eine Freigabe für Kinder ab 12 Jahren ausgesprochen hat empfehlen wir teilen wir allerdings nur, wenn das Kind von den Eltern beim Spielen beobachtet oder im Idealfall im kooperativen Zweispielermodus (in dem das Spiel ohnehin auch den doppelten Spaß bringt) unterstützt wird. Etwas schade ist einzig, dass Sin and Punishment keine deutsche Sprachausgabe spendiert wurde - so können wir uns einzig zwischen einer hochwertigen englischen und einer japanischen Sprache entscheiden und müssen uns mit deutschen Untertiteln begnügen.


Sin and Punishment: Successor of the SkiesEine Legende kehrt zurück Als die Ära des Nintendo 64 im Jahre 2000 schon zielsicher auf ihr Ende zusteuerte und mit der Playstation 2 bereits eine neue Konsolengeneration eingeläutet wurde, erschien auf dem japanischen Videospielmarkt das Spiel Sin and Punishment. Das Internet hatte bei weitem noch nicht die heutigen Ausmaße erreicht, was die selbstverständliche Kommunikation und Berichterstattung und natürlich auch das Importieren japansicher Videospiele anging, und so kochte die Gerüchteküche auf den Schulhöfen und in den winzigen Online-Foren um diesen einen japanischen Shooter, der technisch jedes andere N64-Spiel in den Schatten stellen sollte. Die wenigen glücklichen Spieler, die Hand an Sin and Punishment anlegen durften, erzählten von einem Actionspiel der Superlative, in welchem unzählbare Gegnerscharen auf den Bildschirm gezaubert wurden - das Ganze im Übrigen vollkommen flüssig und frei von technischen Aussetzern. Dass diese Erzählungen ernst genommen werden durften, versprach alleine das Entwicklerstudio von SIn and Punishment: Denn Treasure genießt dank Spielen wie Gunstar Heroes, Mischief Makers und Radiant Silvergun bei Freunden klassischer Shooterspiele ein besonders hohes Ansehen. Auf dem N64 fand das Spiel niemals seinen Weg aus Japan hinaus - erst seit 2007 können auch europäische und amerikanische Videospieler Sin and Punishment ganz unkompliziert über Nintendos Virtual Console auf der Wii erwerben. Das Spiel erlebte auch hierzulande einen gigantischen Erfolg, sodass der Veröffentlichung eines Nachfolgers auch in Europa nun nichts mehr im Wege stehen konnte.


Sin and Punishment: Successor of the SkiesDie Welt retten Wie es sich für ein episches Spiel gehört, erklärt uns Sin and Punishment: Successor of the Skies zu Beginn die Hintergundgeschichte des Spiels: Wir erfahren hier, dass wir in die Rolle eines Mädchens oder eines Jungens schlüpfen, die das von der Menschheit bevölkerte innere Universum vor den bösen Mächten des äußeren Universums beschützen wollen und sich - natürlich um zu zweit die Welt zu retten - in feindliche Gebiete drängen um dort den herrschenden Krieg zu entscheiden. Kurzum: Die Geschichte ist gleichermaßen altbekannt und ausgelutscht wie unfassbar verwirrend, sodass wir uns schnell dazu entscheiden, nicht weiter über sie nachzudenken und sofort in das Spiel einzusteigen. Dank des ausführlichen Tutorial-Levels fällt uns dieser Einstieg auch überhaupt nicht schwer: Schritt für Schritt lernen wir hier, unsere Spielfigur über den Bildschirm laufen, hüpfen oder gleiten zu lassen, um fremden Geschossen auszuweichen, oder aber auch unsere Gegner mit unseren Waffen zu bekämpfen. Neben dem normalen Dauerschuss, der auch mit automatischer Zielfunktion, dafür aber geringerer Schusskraft verwendet werden kann, steht uns noch ein Schwert für den Nahkampf sowie ein aufgeladener Spezialschuss zur Verfügung. Dieser Spezialschuss ist so ziemlich der einzige Punkt, in dem sich der Junge Isa und das Mädchen Kachi als Spielcharakter unterscheiden; während Isa mit seinem Schuss eine große Explosion verursachen kann, die auch umliegenden Gegnern schadet, trifft Kachi dank Zielhilfe einen Gegner besonders sicher und effektiv. Ein ganz besonderes Lob gebührt den Entwicklern des Spiels für die vielfältigen Möglichkeiten, das Spiel zu steuern: Ob ganz modern mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuk oder sogar dem Wii-Zapper durch zielen auf dem Bildschirm oder lieber altbekannt und klassisch mit dem Gamecube- beziehungsweise dem Classic-Controller; jede der Steuerungsmethoden funktioniert für sich perfekt und ist gut durchdacht.


Organisation ist Alles Wohl jeder Videospieler ist beim ersten Spielen eines Levels von Sin and Punishment vollkommen überfordert: Viel zu groß scheint die Anzahl der Gegner, die scheinbar systemlos über den Bildschirm schwirren. Schnell erkennen wir, dass eine große Menge schwacher Gegner im Hintergrund zwar einen hohen Multiplikator und damit verdammt viele Punkte einbringen; konzentrieren wir uns aber nur auf diese, werden wir schon bald nicht mehr dem Kugelhagel der stärkeren Gegner weichen können oder gar plötzlich im Nahkampf aus einem Hinterhalt erledigt. Spielen wir hingegen zu sehr auf Sicherheit, bestraft uns das Spiel nicht nur mit einer mageren Punktzahl; wir verpassen auch noch wichtige Bonusgegenstände wie in etwa ein Paket mit frischer Lebensenergie. Wenn wir dann auch noch begreifen, dass das Stehen auf dem Boden zwar sehr viel träger und damit unsicherer als das Schweben in der Luft ist, wir dafür aber auch einen saftigen Punktebonus verpassen, sind wir fürs erste endgültig überfordert. Und auch die zahlreichen Bossgegner in den insgesamt sieben Levels lehren uns schnell, dass Sin and Punishment bei weitem kein simples Spiel ist: Ohne die richtige Taktik und perfekt geplante Ausweichmanöver, Konter- und Spezialschüsse haben wir hier nicht den Hauch einer Chance. Umso motivierender ist es dann, wenn wir ein Level erneut und erneut bestreiten und mit jedem Mal ein weiteres System erkennen und an unserer Taktik feilen können, um uns dann schlussendlich über die Online-Ranglisten mit den Spielern aus aller Welt messen zu können.

 

Felix Erben

Felix meint:

Sin and Punishment: Successor of Skies ist ein mehr als würdiger Nachfolger zu einem ohnehin schon großartigen Spiel. Dank der heutigen technischen Möglichkeiten ist das Spiel in jeglicher Hinsicht besser als sein Vorgänger, stapft aber genau in dessen Fußstapfen: Auch heute ist Sin and Punishment eines der schönsten und ausgereiftesten Spiele auf der Wii und es kitzelt aus dem kleinen Kasten eine Leistung heraus, die kaum einer zuvor für möglich gehalten hätte. Und das alles ohne merkliche Ladezeiten oder jegliche technische Macken während des Spielens. Die vielseitigen Möglichkeiten, das Spiel zu steuern, erfreuen Spieler mit jeder Vorliebe und der unterstützende Zwei-Spieler-Modus, bei dem der zweite Spieler nicht ausweichen muss und daher weitaus weniger zu tun hat, sorgt dafür, dass auch unerfahrenere Spieler hier Erfolge verzeichnen können. Denn alleine kann Sin and Punishment sehr schwer werden: Selbst auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad werden die letzten Levels zu einer harten Prüfung; an den forderndsten Schwierigkeitsgrad sollten sich dann wirklich nur erfahrene Shooter-Spieler wagen. Wer auf eine gute Hintergrundgeschichte verzichten kann, der sollte sich daher unbedingt Sin and Punishment: Successor of the Skies für seine Wii zulegen und sich auf das größte Actionspektakel freuen, das es auf Nintendos Konsole zu erleben gibt.

 


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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