Dienstag, 22. Mai 2012

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Assassins Creed 2

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Plattform:  USK 16Xbox 360PlayStation 3DSDSiPSPPC
Assassins Creed 2
Genre:
Action-Abenteuer
USK:
Freigegeben ab 16 Jahren
Herausgeber:
Ubisoft
erschienen für:
PlayStation 3, Xbox 360, PC, PSP, DS


getestet auf:
PlayStation 3

Schulnote: 1

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 16 Jahren

Assassins Creed 2 ist, wie sein Vorgänger, ab 16 Jahren, was ich schon beim ersten Teil nicht nachvollziehen konnte. Es gibt Spiele wie Hitman, in der man ebenfalls einen Attentäter spielt und nicht mehr oder weniger blutig ist. In Assassins Creed 2 wird vergiftet, erstochen, erschlagen, erschossen und in die Luft gesprengt, gemeuchelt und zerhackt. Das Ganze wird sogar moralisch durch eine Vendetta gerechtfertigt und erweckt somit den Anschein, das Richtige zu tun. Der Blutmodus ist zwar standardmäßig nicht eingeschaltet, aber das ändert an der Spielgrundlage nichts. In Assassins Creed 2 spielt man wieder einen Ahnen, der zum Assassinen wird und in einer zweiten, inneren Handlung aus Rache und Wiederherstellung des guten Rufes der Familie durch das Italien im 15. Jahrhundert mordet. Meines Erachtens hätte dem Spiel auch eine 18 Einstufung gut getan, auch weil es vielen vergleichbaren Titeln so erging. Assassins Creed 2 ist also weder ein Lernspiel der Epoche noch ein einfaches Spring- und Laufspiel, bei dem man über die Dächer von Florenz oder Venedig hüpft - Assassins Creed 2 ist ein wortwörtliches Killer-Spiel, bei dem ich die Einstufung nicht nachvollziehen kann. Gerade die so genannten "Abschluss-Attacken" beim Konter gegen Gegner werden explizit dargestellt. Die Kamera fährt näher an das Geschehen, der Ablauf geschieht in Zeitlupe und das Blut spritzt aus Hals, Kopf oder sonst wo. So ein Spiel ist ab 16? Ja, frag' ich mich auch.


Die zwei Kreise der Hölle Die Handlung von Assassins Creed zu beschreiben ist nicht einfach. Denn es gibt hierbei zwei Handlungsstränge. Zunächst einmal die große Rahmenhandlung, die häppchenweise fortgesetzt wird. Dies geschieht immer dann, wenn sich der Held Desmond Miles nicht in einer Maschine befindet, mit der man über Generationen vererbte Erinnerungen und Fähigkeiten wiederherstellen kann, im Spiel "Animus" genannt. Außerhalb dieser Maschine ist Desmond eine Schachfigur in einem Verschwörungsspiel zwischen Templern und Assassinen, die historischen Hintergründe möge der geneigte Leser bitte selbst recherchieren. Im Spiel geht es darum, dass die Templer die Weltherrschaft durch eine Manipulationsmaschine, den Edensplitter, an sich reißen wollen, die Assassinen wollen das verhindern. Im ersten Teil des Spiels war Desmond also Gefangener der Firma Atego, die seine vererbten Instinkte und Erinnerungen auslesen wollten, um eben diesen Edensplitter zu finden. Am Ende des Spiels stürmten Nachfahren der Assassinen das Firmengebäude und Desmond wurde alleine zurückgelassen, um zu fliehen.

Genau dort setzt Assassins Creed 2 nahtlos an und führt die Geschichte weiter. Durch die Hilfe einer eingeschleusten Sympathisantin kann er aus dem Komplex fliehen, wird aber direkt zu einer Untergrundzelle gebracht, die ihn wieder in einen Animus legen muss, um wichtige Informationen aus der Vergangenheit zu erhalten. Hier beginnt der zweite, innere Teil der Handlung.


Assassins Creed 2Born to kill War Demsond zunächst ein Assassine im Nahen Osten zur Zeit der Kreuzzüge, so führt uns die Handlung von Assassins Creed 2 nach Italien im 15. Jahrhundert und beginnt in Florenz. Unser Alter Ego ist dabei aber noch kein Assassine, tatsächlich sind wir Zeuge unserer eigenen Geburt. Als Gag haben die Entwickler hier bereits die erste Trophäe versteckt, denn Ezio, der nach der Geburt eine Totgeburt zu sein scheint, muss erst durch Nutzung der Steuertasten zum Leben erweckt werden. Schreit das Baby macht es "Bing" und der erste Erfolg ist geschafft. Manche Leserin mag sich hier wünschen, Geburten seien generell so einfach per Controller zu bewältigen. Wir springen ein paar Jahre weiter, Ezio ist verwöhnter Bankiers-Sohn, was im Großen und Ganzen auch seinen Beruf beschreibt. In seiner Freizeit prügelt er sich mit Jungs der verfeindeten Familie, beglückt junge Damen durch Fensterln und lebt in den Tag hinein. Hier lernen wir durch einfache Aufträge wie Botengänge oder andere Freundschaftsdienste die Steuerung kennen. Diese hat sich jedoch seit dem ersten Teil nicht verändert, was einerseits angenehm ist, andererseits auch die alten Fehler übernommen hat. Das bedeutet konkret, dass man sich keine Knoten in die Finger machen muss, um einen Turm oder eine Wand zu erklimmen, zum anderen schielt aber unser Protagonist doch zuweilen etwas. So springt unsere Figur nicht immer dorthin, wo wir hinsteuern und verpasst so beispielsweise eine Dachkante. Landet man dann unsanft auf dem Boden, ist meist etwas Lebensenergie futsch. Wird man gleichzeitig noch gesucht, landet man meist direkt neben den Wachen, was doppelt ärgerlich ist. Ich verweise hier immer wieder gerne auf die Steuerung von Batman Arkham Asylum oder Resident Evil, bei der die Steuerung vorbildlich gelöst wurde.


Vendetta Unsere fröhlichen Tage als Dandy sind jedoch jäh zu Ende, als unser Vater, der selbst dabei war, eine Verschwörung gegen die Stadt aufzudecken, des Verrats beschuldigt und durch einen korrupten Richter zum Tode verurteilt wird. Dabei wird nicht nur unser Vater gehängt, sondern auch unseren beiden Brüder hingerichtet. Ab hier startet der innere Handlungsstrang erst wirklich, weil wir erst ab diesem Moment ein Assassine sind, zumindest ein Novize derer. Gespielt hat man dabei schon ein paar Stunden, sofern man schon angefangen hat, ein paar Schätze zu plündern, keiner Schlägerei mit der rivalisierenden Familie aus dem Weg gegangen ist, genügend untreue Ehemänner verhauen und ein paar Botengänge gemacht hat. Auch ein Hindernisparcours-Rennen mit Bewohnern ist möglich, also alles, um die Steuerung zu verinnerlichen. Für Spieler, die aber die Story weiter spielen wollen, ist das alles recht zäh, weil man oft von einem Ende des Stadtteils zum anderen laufen muss, nur um einen Brief abzugeben. Nebenaufgaben kann man grundsätzlich ablehnen, diese bringen aber Geld und regelmäßig neue Lebenspunkte. Geld? Wozu Geld? Neu in Assassins Creed 2 ist der Einsatz von Barem. Als Bankster-Zögling wissen wir: Die besten Argumente sind klingende Münzen. Mit Geld können wir Huren bezahlen, die Wachen ablenken, Münzen auf die Straße werfen und so Verfolger aufhalten oder Söldner anheuern, die uns im Kampf beistehen. Da wir ja nie einen ordentlichen Beruf erlernt haben, bringen wir also andere um ihr Geld. Erledigte Gegner können wir ausbeuten oder wir nehmen es anderen Leuten weg. Also quasi wie ein echter Banker, nur dass unsere Opfer nichts mehr unterschreiben müssen, damit ihre Kohle weg ist. Von nun an sind wir also auf Rachefeldzug und drauf und dran, den guten Ruf unserer Familie wieder herzustellen.


Assassins Creed 2Eine Reise in den Süden Viele störte beim ersten Teil die Eintönigkeit der Einsätze, die stets gleich waren: In die Stadt reisen, Informationen beschaffen, Attentat durchführen, fliehen, fertig. Natürlich ist dieser Arbeitsalltag bei einem Assassinen in der Renaissance nicht anders, aber Ubisoft hat hier das Spiel um ein vielfaches erweitert. Es gibt Schätze zu plündern, ähnlich den Fahnen im ersten Teil ( und endlich, endlich gibt es eine Schatzkarte zu kaufen, in der alle Stellen, an denen Truhen stehen, verzeichnet sind! ), Sonderaufträge von Botengängen, Diebstählen oder das Ramponieren von Nasen untreuer Ehegatten. Es gibt Puzzleteile zu sammeln, Bauanleitungen für Assassinenwaffen, die uns Leonardo da Vinci zusammenbastelt und natürlich die andere Familienbande. Um das in einer lebhaften Stadt wie Florenz oder Venedig zu machen, muss viel los sein in der Stadt. Und siehe da, im Gegenteil zum Vorgänger sind hier Stände nicht nur schmuckes Beiwerk, sondern beherbergen Schmiede, die Waffen und Ausrüstung reparieren können, Ärzte, die Heilmittel und Gifte verkaufen oder unsere Gesundheit wieder herstellen, Freudenmädchen, die wir zur Ablenkung engagieren können, einen Kutschenservice für den Transfer in eine andere Stadt und Schneider, die uns schicke Umhänge nähen. Das Ganze ist so belebt und gut gemacht, dass man lieber am Boden herumlaufen möchte, als sich auf den Dächern zu bewegen, wenn nur die Wachen nicht wären. Denn Bogenschützen sind eben einfacher zu erledigen als die Jungs am Boden. Derer gibt es übrigens in verschiedenen Ausführungen: Die Grobiane, große, schwer gepanzerte Soldaten, die meist mit Zweihandwaffen ausgestattet sind, Flinke, die einem überall hin folgen und Wachen mit Stangenwaffen, die uns aus Verstecken heraus aufspüren und stellen. Für jeden Typ gibt es eine Möglichkeit der Überwältigung, sei es, die Waffe zu klauen, mit der Klinge zu erstechen oder mit einem scheren Angriff zu erschlagen. Allerdings hat man spätestens mit der Doppelklinge eine etwas zu starke Waffe, die das Gleichgewicht etwas zu unseren Gunsten verschiebt. Das Kampfsystem ist, wie im ersten Teil auch, schnell zu lernen und zumindest für die Kampagne auch einfach anzuwenden. Wer den Konter gelernt hat, kommt mit einer Gegnerhorde von weit jenseits der zehn ohne große Probleme zurecht, egal ob Grobiane, Flinke oder Sucher mit Stangenwaffen. Assassins Creed 2 zeigt sich aber hier eher als Gesamtkunstwerk, das von allem eine gesunde Dosis mitbringt. Mehr und schwierigere Kämpfe oder Parcourseinlagen hätten das ganze gekippt und hätten die Ausgewogenheit empfindlich gestört. Zudem kann jeder selber entscheiden, wo seine Vorlieben liegen. Wer wirklich mehr Kämpfe möchte, der laufe in Venedig auf den Markusplatz und greife mal eine Wache an, da kommen sofort eine Menge Jungs an, die mit einem spielen wollen. Nebenbei gibt es noch eine Menge zu tun, von Auftragsattentaten für die Medici über Botengänge, Lehrstunden für Ehebrecher, Kodex-Seiten sammeln, Siegel in Gruften finden, mit denen man sich eine besondere Rüstung freischalten kann, Federn seines hingerichteten kleinen Bruders einsammeln, um Sonderwaffen oder -umhänge zu erhalten, Sammeln von Götterstatuetten für Extrageld bis zum Suchen versteckter Zeichen, mit denen man den Ursprung der Assassinen herausfinden kann - Assassins Creed 2 bietet Arbeit en masse. Sucht ihr beispielsweise die Zeichen, so führt jede Glyphe zu einem weiteren Rätsel, das euch auf unterschiedliche Weise herausfordert.


Schleich-Puzzle-Wirtschafts-Jump-and-Run-Action-Kampf-Rollenspiel Hier ist auch die Krux des Spiels. Assassins Creed 2 versucht viel zu sein und schafft das auch in vielen Bereichen. Ob der Ausbau unserer Villa auf dem Land, die uns dann ein regelmäßiges Einkommen beschert, die Puzzlespiele, das Anschleichen an die Opfer, die Attentate - ich bräuchte lange, um alle Aspekte des Spiels hier aufzuzählen. Alles macht Assassins Creed 2 gut. Und kommt daher unwahrscheinlich langsam in Fahrt. Zeitweise zieht es sich unheimlich hin, bis man in der Geschichte weiterkommt. So ist Assassins Creed 2 kein Spiel, das man in möglichst schneller Zeit durchspielen sollte. Ähnlich wie Sacred 2 ist der Umfang unglaublich groß und gut gemacht, aber man muss bereit sein, sich da rein zu beißen. Die Städte sehen dabei fantastisch aus, auch wurden viel mehr Gesichter generiert, allerdings leidet die Grafik zuweilen auch an Clippingfehler oder an Tearing ( Flimmern durch Bildzeilenverschiebung ), was aber nicht nur ein Fehler auf der PS3 ist, auch die XBox schneidet hier nicht immer perfekt ab. Ebenso ist das Laufen über die Dächer oft durch eine etwas unglückliche Kameraführung ein Überraschungsspiel, denn durch die unterschiedlichen Höhen kann es passieren, dass auf einmal doch eine Lücke zwischen zwei Häusern ist, bei der man dachte, die ständen dicht beieinander. Da landet man dann meist wieder vor den Füßen der Wachen. Schlimm wird es dann bei den versteckten Assassinengräbern, in denen man sich Siegel zum Freischalten einer Superrüstung besorgen kann. Bis auf das letzte Grab kann ich den Weg immer vorher üben und dabei die Kamera drehen, wird es dann aber ernst und ich muss den Parcours unter Zeitdruck laufen, ist die Kameraeinstellung statisch und nicht immer gut gewählt. So muss man dann für einen Sprung, der aus dem Spielerblickwinkel nach rechts geht, geradeaus steuern, weil das der Blickwinkel der Spielfigur ist. Gerade das frustriert immens, weil die Steuerung zwar recht leicht erlernbar ist, aber nicht jedem leicht von der Hand geht. Der Ton kommt manchmal verzögert, ist aber sonst gut und kommt klar rüber, auch die Synchronstimmen sind gut gewählt und passen zu den Figuren.

 

Holger Weiss

Holger meint:

Würde man Assassins Creed 1 als Wiener Schnitzel mit Pommes vergleichen so wäre Assassins Creed 2 das große Fressen. Dabei liegt es auch schwer im Magen, angefangen von der lauen Einstufung bis zum Verzetteln in Aufgaben und Nebenspielchen. Assassins Creed 2 findet aber nicht nur Gefallen bei Spielern, die mit dem Genre sonst nicht viel anfangen können, es bringt auch Menschen an die Konsole, die es bisher vermieden haben, sich auf diese Weise zu unterhalten. Assassins Creed 2 ist ein fantastisches Spiel, das dem Spieler jedoch manchmal zuviel Geduld und Durchsetzungsvermögen abverlangt, um doch noch weiter zu spielen. Die Steuerung ist dann der entscheidende Punkt, weshalb ich mit einem "sehr gut" etwas Bauchschmerzen habe. Für komplizierte Sprünge hätte ich mir vielleicht ein Zielsystem wie bei den Attentaten gewünscht und auch, wenn der rettende Griff bei einem Sturz zum Vorgänger verbessert wurde, so ist das nur ein schwacher Trost, wenn falsche Kameraeinstellungen und unpräzise Steuerung Ezio wieder zu Boden fallen lassen. Die vielen Neuerungen und Anregungen, die Ubisoft übernommen hat, würden einen eigenen Preis verdienen, den wir ihnen aber wegen der Schlamperei bei Grafik und Steuerung wieder wegnehmen müssten. Wenigstens haben Assassinen im Laufe der Zeit den Freischwimmer gemacht. Auch wenn es keine Seepferdchen-Trophäe dafür gibt.

 


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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