Dienstag, 22. Mai 2012

Aktualisiert:15:57 Uhr

Fehler
  • Kunena Interner Fehler: Bitte kontaktiere einen Administrator, um dieses Problem zu beheben!

Naruto: Ninja Council 3

Drucken PDF
Plattform:  USK 6DSDSi
Naruto: Ninja Council 3
Genre:
Prügelspiel, Jump'n'Run
USK:
Freigegeben ab 6 Jahren
Herausgeber:
Nintendo
erschienen für:
DS / DSi


getestet auf:
DSi

Schulnote: 4

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 6 Jahren

Genau wie in der Vorbild stehenden Fernsehserie ist das zentrale Thema von Naruto: Ninja Council 3 die Ninja-Kampfkunst und die vielen Prügeleien zwischen den Charakteren. In jedem Level schlüpft der Spieler in die Rolle eines Ninja-Teams, welches sich mit Schlägen, Hieben und Tritten zuerst gegen eine Horde von kleineren Gegnern und dann gegen einen großen Endboss verteidigen muss. Bluteffekte oder sonstige Gewaltdarstellungen spart das Spiel dabei komplett aus - einzig überzogen Verzerrte Gesichter und die aus Comics bekannten Ausrufe in Textboxen bekommt der Spieler präsentiert, wenn sein Held oder ein Gegner Schaden nimmt. Da die Gewalt in Naruto wirklich reiner Selbstzweck ist, empfehlen wir den Titel nicht wie die USK ab 6, sondern erst für Kinder ab einem Alter von 10 Jahren. Die sehr dünne Geschichte wird zwar nur in kurzen Textboxen erklärt; für Fans der Fernsehserie dürfte das Geschehen auf den DS-Bildschirmen allerdings selbsterklärend sein. Schade nur, dass das Spiel für die junge Zielgruppe nicht wenigstens einen Modus anbietet, in dem die Spielmechanik deutlich erklärt wird. Denn selbst als erfahrener Videospieler tut man sich bei Naruto: Ninja Council 3 zu Anfang sehr schwer, überhaupt das Ziel und die Möglichkeiten des Spiels zu verstehen. Damit ein Kind wirklich Spaß mit dem Spiel haben kann, sollten seine Eltern ihm zu Beginn helfen, die Mechanik des Titels zu verstehen.


Naruto: Ninja Council 3Gemischte Erwartungen Das bereits dritte Naruto-Spiel mit dem Untertitel Ninja Council begrüßt uns - wie wir es von japanischen Anime-Videospielumsetzungen kennen - mit einem abstrusen Vorspann, der neben bunten Kampfsequenzen auch versucht, eine Geschichte zu übermitteln. Wer die Fernsehserie verfolgt und daher mit dem Naruto-Universum etwas anfangen kann, der wird hier vielleicht durchblicken; die meisten Videospieler werden bei diesem wirren Schauspiel wohl rein gar nichts verstehen. Nirgendwo findet sich auch nur ein Versuch, Neulingen im Naruto-Universum das Spiel ein bisschen schmackhaft zu machen. Alles aber halb so wild, schließlich gibt es mehr als genug Videospiele, die sich trotz fehlender Hintergrundgeschichte als Meilenstein bezeichnen dürfen. Und die Erwartungen an das Spiel sind nicht allzu schlecht, denn der Vorgänger war kein wirklich schlechtes Spiel: In dem Test zu Ninja Council 2 kritisierten wir zwar einige Schwachpunkte wie den unausgewogenen und teilweise unfairen Schwierigkeitsgrad, das schlechte Speichersystem und die schlechte Bedienung bei den Bosskämpfen; all diese Mängel waren aber erträglich und sollten vor allem im Nachfolger leicht behoben werden können.


Alles beim Alten Umso ernüchternder fielen dann die ersten Spielminuten aus: Ninja Council 3 leidet nicht nur immer noch unter den selben Mängeln wie sein Vorgänger, das Spiel ist seinem Vorgänger in jeglicher Hinsicht sogar nahezu identisch. Grafische Quantensprünge waren innerhalb eines Systems nun nicht zu erwarten, doch wenigstens kleine Neuigkeiten hätten wir uns erhofft. Wir haben zum Vergleich und zum Ausschluss eines Trugschlusses in unserer Erinnerung noch einmal den zweiten Teil in den DS gelegt und - wohlgemerkt als Fremde im Naruto-Universum - einfach keinen Unterschied feststellen können. Alle Charaktere, alle Gegner, alle Waffen, alle Zaubersprüche, alle Symbole, einfach alles gleicht sich exakt. Einzig die Levels im dritten Teil sind neu, doch auch hier laufen wir über die gleichen Häuser, durch die gleichen Kanäle und über die gleichen Felsen - alles natürlich ein bisschen anders angeordnet. Auch bei den Bosskämpfen ist der Wiedererkennungswert oft unangenehm hoch - und nicht zuletzt auch die verkorkste, eins zu eins übernommene Steuerung. Wie bitte soll man gleichzeitig seinen Charakter mit dem Steuerkreuz navigieren, mit den Tasten angreifen und mit dem Stylus kryptische Symbole auf den Bildschirm malen, während man den DS mit beiden Händen festhalten und einigermaßen darauf achten will, dass die eigene Lebensenergie nicht verschwindet? Auch hier sorgt diese Tatsache wieder für unnötige Frustmomente - besonders dann, wenn wir beim Bossgegner unser letztes Leben verlieren und das Ganze Level noch einmal von vorne beginnen dürfen.


Naruto: Ninja Council 3Eine Falle nach der anderen Die Level ansich sind nicht allzu schlecht gestaltet - wie der Vorgänger bietet auch Teil drei hier nette, klassische Prügelaction mit einfallsreichen Ideen. Abermals frustrierend ist aber der oft unfaire Aufbau der Levels: Meist gibt es nämlich mehrere Wege, die unseren Ninja zum Ziel führen - so scheint es zumindest. Denn einige Wege führen uns in (manchmal sogar tödliche) Sackgassen oder zu unbezwingbaren Gegnerscharen. Wer das Level also erforschen will, wird oft mit einem unfairen Schwierigkeitsgrad belohnt und darf zum Dank das ganze Level noch einmal von vorne beginnen. Der leichteste und langweiligste Weg führt am Ende immer über die Dächer - dort oben erwischen uns die wenigsten Gegner, und wenn wir einmal fallen, dann selten tief. Da uns auf den schweren Wegen nicht einmal spezielle Belohnungen erwarten, nutzen wir diesen Weg natürlich ständig und nehmen dem Spiel damit in gewisser Weise den Sinn. Außerdem sinnlos und unfair sind die vielen Fallen, die in den Levels lauern. Da der Bildschirm immer unseren Helden zentriert, sehen wir oft nicht, was sich hinter einem Abgrund befindet. Oft müssen wir aber einen Abgrund herunterspringen, um auf einer weit unten liegenden Plattform zu landen. Dies geht einige Male gut - ein anderes Mal aber landen wir im absoluten Nirvana und dürfen - wie nicht anders zu erwarten - das Level neu starten. Ein einfacher Pfeil an jedem Abgrund, hinter dem sich eine versteckte Plattform verbirgt, wäre hier ein einfaches Mittel gewesen, um unnötigem Frust vorzubeugen.

 

Felix Erben

Felix meint:

Selten haben wir ein Spiel gesehen, das seinem Vorgänger so sehr gleicht, wie es bei Naruto: Ninja Council 3 der Fall ist. Nicht mal die Gegner oder die Gestaltung der Levels wurde geändert, einzig die Anordnung der Hindernisse und die Abfolge der Kämpfe wurde ein wenig variiert. Wer schon den Vorgänger besitzt, sollte also nichts Neues erwarten. Natürlich bleiben somit auch alle alten Kritikpunkte des Vorgängers bestehen: Der Schwierigkeitsgrad pendelt im Sekundentakt zwischen lachhaft leicht und unmöglich schwer, die Steuerung bei den Bosskämpfen verursacht nur Fingerkrämpfe und unnötigen Frust. Auch die teils undurchdachte Levelgestaltung zerstört den Spielfluss ständig. All dies ist wirklich schade, denn Ninja Council 3 ist kein wirklich schlechtes Spiel, und mit ein wenig Aufwand hätte man hieraus einen wirklich tollen Actiontitel zaubern können. Somit bleibt ein Titel, der wirklich nur für die großen Fans der Serie eine wirkliche Daseinsberechtigung hat und für Außenstehende wie ein undurchdachtes, überbuntes und verwirrendes Spiel aussieht.

 


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


An dieser Diskussion teilnehmen.
Bitte anmelden oder registrieren um an dieser Diskussion teilnehmen zu können.

Elternstudie

Elternstudie
Erste Studie zur Rezeption von interaktiven Inhalten, Video- und Computerspielen durch Mütter und Väter.

Leser-Gewinnspiel

Hama Gaming-Headset Shikaar

Newsletter - Abo

Die wichtigsten Meldungen direkt per eMail erhalten? Ganz einfach mit unserem Newsletter!
Name:

Email: 

Share/Save/Bookmark