Dienstag, 22. Mai 2012

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Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen

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Plattform:  USK 0WiiDSDSi
Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen
Genre:
Sportspiel, Partyspiel
USK:
Freigegeben ohne Altersbegrenzung
Herausgeber:
Sega
erschienen für:
Wii, DS


getestet auf:
Wii

Schulnote: 2

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ohne Altersbegrenzung

Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen ist - wie auch schon sein Vorgänger - ein comichaft überzeichnetes Sportspiel, nah angelehnt an die offiziellen olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Hauptsächlich muss der Spieler daher - in der Rolle der verschiedensten Charaktere aus dem Universum von Super Mario und Sonic - in den offiziellen offiziellen Disziplinen der olympischen Winterspiele antreten und glänzen. Sowohl Sportspiele, als auch die typischen Spiele um Nintendos und Segas Maskottchen sind allgemein für ihre Gewaltfreiheit und die besonders gute Zugänglichkeit auch schon für kleine Kinder bekannt - wie zu erwarten reiht sich daher auch dieses Spiel in die Reihe der Videospiele ein, die bedenkenlos von Kindern eines jeden Alters schon gespielt werden können. Wer die „Gewaltszenen“ wirklich mit der Lupe suchen will, der wird höchstens bei den Traumdisziplinen fündig werden - hier werden klassische olympische Disziplinen mit den Fantasiewelten von Mario und Sonic verschmolzen. Aber auch hier gehen die Schneeballschlacht oder das Eishockeyturnier, bei denen Gegner natürlich angegriffen werden dürfen, niemals über den abstrakten Gewaltgrad beispielsweise von Mario Kart hinaus; dafür sorgen die witzigen Animationen der Charaktere und die quietschbunten Items, wie etwa den Gegner verfolgende rote Koopa-Panzer oder rutschige Bananenschalen. Auch was die Erklärungen der einzelnen Disziplinen angeht zeigt sich Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen vorbildlich: Jede Disziplin präsentiert das Spiel zu Beginn sowohl in Textform, als auch in deutlicher (teils bewegter) Bildersprache. Auch während der Disziplinen wird einem Spieler, der gerade eine falsche Eingabe macht, immer schnell die Bewegung präsentiert, die ihn nun zum Ziel führen kann. Außerdem sind zumindest die Namen der Disziplinen in den Menüs mit einer gut verständlichen Sprachausgabe erklärt. Selbst die jüngsten Spieler ohne die geringsten Lesekenntnisse können also schon in den vollen Genuss des Spiels kommen und sich auf eigene Faust das Spielsystem erklären.


Mario und Sonic bei den olympischen WinterspielenNeue Spiele, neuer Spaß Im Allgemeinen haben Fortsetzungen von Sportspielen den riesigen Nachteil, dass sie sich von ihrem Vorgänger nur in minimalen Details unterscheiden und man es sich als Käufer daher genau überlegen muss, ob man wirklich noch einmal den vollen Preis für ein Spiel bezahlen möchte, das man eigentlich schon zu Hause liegen hat. Doch Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen ist - wie der Titel des Spiels es auch schon vermuten lässt - keine solche Fortsetzung: Durch das neue Winterthema gibt es vielmehr nahezu keine Disziplin, die schon aus dem Vorgänger bekannt zu sein scheint. Natürlich ist beispielsweise dem Staffellauf auf dem Eis eine Ähnlichkeit zum bekannten Pendant auf der Laufbahn nicht abzusprechen; auch bei diesen Disziplinen haben sich die Entwickler aber alle Mühe gegeben, den Wiedererkennungswert möglichst klein zu halten. Auch insgesamt wurde diesmal größerer Wert auf abwechslungsreiche Steuerungsmethoden gelegt: Statt - wie es im Vorgänger der Fall war - in nahezu jeder Disziplin den Spieler nur Wiimote und Nunchuk schütteln zu lassen, steuert sich bei den Winterspielen nun fast jede Disziplin auf eine ganz eigene und meist sehr durchdachte Weise. Beim angesprochenen Eislauf müssen wir neben reiner Geschwindigkeit auch noch auf unser Gleichgewicht, vor allem in der Kurvenlage, achten. Beim Skispringen ist neben dem rechtzeitigen Absprung und der Windschnittigen Haltung außerdem noch eine gute Abschätzung des Start-Zeitpunktes im Hinsicht auf die wechselnde Windgeschwindigkeit von Nöten. Im Vierer-Bob zählt vor allem, wie gut alle Mitspieler zusammenarbeiten und bei einer Partie Eishockey können taktische Sportspiel-Profis ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Ganze 14 der 25 Winterdisziplinen sind außerdem optional mit dem Wii-Balance-Board zu steuern. Gerade beim Ski- oder Snowboardfahren wertet diese technisch sehr sauber umgesetzte Methode den Spielspaß noch einmal auf.


Mario und Sonic bei den olympischen WinterspielenEin bunter Winter Und so macht es gleich doppelt Spaß, erneut in die Rolle der knuffigen Helden und Fieslinge aus den Universen von Mario und Sonic zu schlüpfen. Mit den vier neuen Kombattanten Waluigi, Bowser Jr., Metal Sonic und Silver gibt es derer diesmal sogar 20 - und alle passen sich noch eine Spur stimmiger in das olympische Thema ein, als es schon im Vorgänger der Fall gewesen war. Besonders in den Traumdisziplinen wird die Detailverliebtheit des Entwicklerteams von Sega deutlich: Quietschbunte Fantasiethemen, entnommen aus den Hauptspielen der teilnehmenden Wettkämpfer, sind hier passend in das eisige Winterthema eingebunden und sogar aktuelle Titel wie Mario Galaxy bekommen ihre ganz eigene olympische Disziplin spendiert. Das hämische Gelächter, wenn ein Charakter einen anderen mit einem Item von der Piste geschossen hat oder einfach nur die witzige Gestaltung der vielseitigen Stunts, die die Kombattanten im Vorbeiflug ausüben können, sorgen für wunderbare Unterhaltung für die ganze Familie im heimischen Wohnzimmer.


Aus klein mach groß Ein gänzlich neue Modus des Spiels ist das Sportfest, bei dem bis zu vier Spieler in einem Team in jeder olympischen Disziplin antreten können, und sich am Ende mit den konkurrierenden Teams auf einer Rangliste vergleichen dürfen. Als Belohnung warten an speziellen Tagen besondere Wettkämpfe gegen alte Bekannte wie in etwa den Mega-Kugel-Willi. Besonders für den Anfang ist dieser Modus sehr spaßig, da er einen guten Überblick und viele Erklärungen zu sämtlichen im Spiel vorkommenden Disziplinen bietet. Schade nur, dass dafür der aus dem Vorgänger bekannte Zirkel-Modus verschwinden musste. Hier konnte man sich für eine schnelle Runde selbst seine Disziplinen zusammenstellen und so mit seinen Freunden immer genau den Wettkampf spielen, auf den man selbst am meisten Lust hatte. Bei den Winterspielen bleibt daher nur, ständig neue Einzelkämpfe auszuwählen - dabei stören allerdings natürlich die ständigen, unnötigen Ladezeiten, der unterbrochene Spielspaß und auch die fehlende Rangliste zum Langzeitvergleich.

Felix Erben

Felix meint:

Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen ist eine sehr gelungene Fortsetzung, die sich fast alle Kritikpunkte des Vorgängertitels zu Herzen genommen und ausgebessert hat. So sind die Disziplinen und vor allem auch die Steuerungsmethoden weitaus vielseitiger, und auch der überdurchschnittlich gute Einsatz des Wii-Balance-Board trägt maßgeblich zur Qualität des Titels bei. Schade nur, dass noch immer die Restriktion seitens Nintendo auf ein Balance-Board pro Wii-Konsole besteht; alleine die Vorstellung eines Vierer-Bob-Rennens im Wohnzimmer, bei dem die Teilnehmer zu viert hintereinander gemeinsam ihr Gewicht verlagern, verspräche einen riesigen Party-Spaß. Wer schon den Charme und auch das Spielgefühl vom ersten olympischen Aufeinandertreffen von Mario und Sonic mochte, dem werden die Winterspiele gleich doppelt und dreifach gut gefallen. Absolut unverständlich ist nur das Wegfallen des so gelungenen Zirkel-Modus. Kein anderer Modus des Vorgängers konnte so lange - vor allem im schnellen Mehrspielerspiel - so lange vor das Spiel fesseln. Ein Ersatz dafür ist der Sportfest-Modus nicht, taugt dieser doch kaum für eine flotte Runde auf einer Videospiel-Party. Wer über dieses Ärgernis hinwegsehen kann, der sollte sich aber unbedingt Mario und Sonic bei den olympischen Winterspielen zulegen und sich videospieltechnisch unbedingt auf den Winter und auf die kommenden Spiele in Vancouver vorbereiten!

 


Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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