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Pädagogische Wertung:
Da Fußball ein Volkssport ist und es nur mäßig brutal zur Sache geht bzw. hier auch kein Blut dargestellt wird, ist die USK-Einschätzung voll in Ordnung. Trotzdem würde ich persönlich das Spiel nur jemandem mit ausreichender motorischer Koordination empfehlen, da die doch recht komplexe Knopfbelegung am Controller für Kleinkinder nur bedingt geeignet ist. Ansonsten bietet Pro Evolution Soccer hervorragend die Möglichkeit, auf gewaltfreie Art die Hand-Auge-Koordination und den sportlichen Wettkampf zu trainieren.
Real wie Madrid Die Fronten verhärten sich immer mehr und die Grenzen verschieben sich ebenfalls immer mehr. Die Rede ist vom Vergleich FIFA Reihe (Electronic Arts) zur Pro Evolution Soccer Serie (kurz PES) von Konami. Während die FIFA Spiele schon immer eine bombige Grafik, massig lizensierte Spieler und Vereine hatte, war bei PES immer das realistische Spiel, Ballverhalten und die hervorragende Simulation eines echten Fußballspiels mit einigen spielerischen Finessen im Vordergrund. So ist es auch in der 2008er Saison. Genau so? Nein, nicht wirklich! Denn während FIFA einen großen Sprung in Sachen Realismus nach vorne gemacht hat, fällt dem Kenner der Serie bei PES als erstes das erhöhte Spieltempo auf. Dadurch ist der Realismus zwar etwas gebremst, aber das heißt nicht, dass Pro Evolution Soccer ein Arcadespiel geworden ist. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade machen dies mehr als deutlich. Während man in der leichtesten Stufe praktisch keine Gegenwehr des Gegners erwarten muss und gemütlich mit einem Spieler vom eigenen 16 Meter Raum zum gegnerischen Tor dribbeln kann, um die Aktion mit einem Tor abzuschließen, wird spätestens ab der dritten von fünf Stufen klar, dass PES immer noch eine knallharte Simulation ist. Wer hier nicht mit taktischem Geschick über kurze und längere Pässe den Weg zum Tor sucht, hat leider kaum eine Chance. Die Ballphysik war immer das absolute Glanzlicht bei Pro Evolution Soccer und daran hat sich nichts geändert.
Simulation für Einsteiger Allerdings wurde die Spielbarkeit gerade für Anfänger etwas einfacher gestaltet. Fernschüsse funktionieren plötzlich besser und es kommt auch das ein oder andere Tor dabei herum, was bei früheren Teilen der Serie nur selten bis nie vorkam. Vor allem beim Torhüter stellt man schnell fest, dass dieser nicht mehr so unfehlbar ist wie bei den Vorgängern. So gab es eine lustige Szene, wo der Torwart den Ball „abgeklatscht“ hatte, aber nicht festhalten konnte und mein Stürmer schnell zur Stelle war und das Runde ins Eckige beförderte. Bei den älteren Teilen wäre so ein Fehler undenkbar gewesen, somit ist allein wegen der Fehlerquote der Torhüter, die aber immer noch sehr gut agieren, das Spiel etwas realistischer geworden. Realistisch agieren auch die Schiedsrichter. Abseits und Fouls werden fast fehlerfrei abgepfiffen. Neu ist das Schwalbenfeature, bei dem man sich mittels drücken aller vier Schultertasten fallen lassen kann, um einen Freistoß herauszuholen. Es ist zwar schwierig anzuwenden und wird eher mit einer gelben Karte als von Erfolg gekrönt, aber trotz allem wieder ein stück realistischer als bei der Konkurrenz.
Die Technik im Spiel Bei der Technik gibt es einiges zu mäkeln. Zwar sind die Stadien alle schön gestaltet und die Animationen ein Augenschmaus, nur hängt Pro Evolution Soccer hier ganz arg der Konkurrenz hinterher. Die gesamte Präsentation bietet hier nur die italienische, französische, spanische und holländische Originalliga. Die Werbekampagne „Das bin ich, das ist mein Spiel“, wo uneingeschränkte Editorfunktionen angepriesen wurden, ist nur bedingt wahr. Es lassen sich sämtliche Spieler, Namen und Farben in allen Aspekten verändern und anpassen. Leider kann man aber keine Wappen oder Trikots editieren. Als Ersatz dafür kann man aber über die USB- Kamera sein eigenes Gesicht und auch das Trikot komplett ins Spiel übernehmen. Somit stimmt im Großen und Ganzen die Aussage: Das bin ich. Bei der Grafik muss man gegenüber wie bereits erwähnt Abstriche machen. Das Spiel sieht schon sehr gut aus, keine Frage, aber so ein richtiges „NextGen- Gefühl mag sich nicht wirklich einstellen. So wirkt der Rasen nicht echt, die Texturen allgemein sind eher fragwürdig und es bleibt zumindest optisch ein fader Beigeschmack. Richtig schlimm wird es bei den Wiederholungen. Da merkt man doch ganz deutlich ein starkes Ruckeln, was mir unverständlich ist. Beim laufenden Spiel sind ebenfalls Einbrüche in der Bildrate an der Tagesordnung, aber es bleibt im Grunde immer gut spielbar.
Auf der anderen und positiven Seite sind die Animationen der Spieler eine echte Augenweide. Hier wurde mit so viel Liebe zum Detail gearbeitet, dass man fast meint, es läuft eine TV-Übertragung. Auch der Sound im Spiel ist eine echte Granate. Spielbegleitend reagieren die „Zuschauer“ auf Fouls, verpasste Torchancen, Tore und Fehler der Spieler mit den unterschiedlichsten Ausrufen. Das muss man Konami lassen, dass hier wirklich ganze Arbeit geleistet wurde.
Der Umfang des Spiels und die Steuerung sind eigentlich absolut O.K., leider war es uns nicht möglich, ein Online-Spiel über Xbox live zu finden. Da liegt einiges im Argen, wobei Konami derzeit an einer Verbesserung der Server arbeitet und ein Update für Pro Evolution Soccer versprochen hat. Das Spiel bietet verschiedene Turniere von nationaler bis zur internationalen Ebene, einen Trainingsmodus, der aber bei den ganzen Finessen in der Steuerung nicht wirklich alles abdeckt, so dass man lediglich ein paar Standardsituationen proben kann. Die Steuerung an sich ist aber fast perfekt. Sobald man den Controller in die Hand nimmt, fühlt sich alles soft und sehr direkt an. Pässe sind sehr genau zu spielen und die Spieler steuern sich auch hervorragend.
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Christoph meint: Bei Pro Evolution Soccer 2008 werden sich wie immer die Geister scheiden. Hier haben wir ein sehr gutes Fußballspiel, allerdings mit einigen Macken. Ganz großes Kino sind der Sound, die Animationen der Spieler, die Spielbarkeit und Steuerung. Nicht so toll ist allgemein die Grafik mit all ihren Aspekten wie Texturen und Umgebung, ganz furchtbar jedoch die Ruckler und Bildrateneinbrüche beim Spiel und ganz verheerend in den Wiederholungen. Gut, die Grafik war schon immer ein Kritikpunkt bei PES, wo FIFA schon immer die Nase vorne hatte. Dafür ist das Spielgefühl bei PES schon immer etwas Eigenes gewesen und punktet auch im neuesten Teil der Reihe. Die Spielbarkeit des Titels ist auch ohne Zweifel über alles erhaben, jedoch sollte heutzutage auch fürs Auge entsprechend etwas geboten werden. Da würde Konami gut dran tun, in Sachen Grafik und Präsentation mal eine gewaltige Schippe draufzulegen. Dann würde endlich der ewige Vergleich FIFA-PES aufhören und Konami könnte sich die Krone des Genres aufsetzen. So bleibt aber nur ein spielerisch und akustisch geniales Spiel mit einigen technischen Mängeln, dem ich aufgrund der Ruckler und mäßigen grafischen Qualität und dem nicht wirklich funktionierenden Onlinemodusdie Schulnote 1 versage! Ansonsten: für Fußballfans ein Muss! |
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




