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Pädagogische Wertung:
Wie nicht anders zu erwarten bei einem Sportspiel sprach die USK auch für World Championship Sports Summer eine Freigabe ohne Altersbeschränkung aus. Auf jeden Fall eine richtige Einschätzung, denn das Spiel zeigt keine gewalttätigen Szenen - manch einer mag zwar ein Minispiel, in dem man Krabben am Strand mit gezielt geschossenen Golfbällen abschießen muss makaber finden; hier von einer Jugendgefährdung zu reden wäre aber nicht zuletzt aufgrund der realitätsfernen Darstellung mehr als nur übertrieben. Jede der Sportdisziplinen wird vor dem Start sowohl in Textform als auch bebildert erklärt - auf der einen Seite ist dies löblich, da so auch Kinder, die dem Lesen noch nicht mächtig sind, das Spiel ohne Hilfe von Erwachsenen spielen können, auf der anderen Seite hätten die Bilder auch noch etwas detaillierter ausfallen können: So sieht man zwar, welche Bewegungen man mit der Wii-Fernbedienung ausführen kann, nicht aber den Effekt einer jeden Bewegung. Betrachtet man außerdem den sehr spärlichen Umfang des Spiels wäre es auch locker möglich gewesen, die Disziplinen noch in gesprochener Form sauber zu erklären - denn bis oben hin voll ist die Spieledisc mit Sicherheit nicht.
Wir sind nicht zum Spaß hier Während wir uns das Video unseres virtuellen Trainers ansehen, wird uns schnell eines klar: World Championship Sports Summer ist ein hartes Trainingslager und nicht etwa eine Erholungsmaßnahme auf einer Südseeinseln, wie es uns das aktuelle Wii Sports Resort zum Beispiel vermitteln will. Schade nur, dass wir nach der deutlichen Ansprache nichts mehr von dem durchdachten Trainingsplan bemerken: In Reih und Glied und ohne größere Umschreibungen werden uns einzig die Namen der verschiedenen Sportdisziplinen genannt und beim Spielen fällt auch keine Erwähnung mehr darüber, wie nah wir schon unserem (noch nicht einmal definierten) Trainingsziel gekommen sind. Selbst Wii Sports, das noch nicht einmal damit anfängt, eine Rahmengeschichte zu erzählen, bietet hier mehr Tiefgang.
Geteiltes Leid ist halbes Leid Auch Wii Sports macht im Einzelspielermodus nach einer gewissen Zeit keinen Spaß mehr, also erhoffen wir uns natürlich von Mehrspielermodus von World Championship Sports Summer den erhofften Dauerspaß. Wirklich schlecht klingt es ja nicht, sich in den immerhin sechs Disziplinen American Football, Baseball, Volleyball, Fußball, Tennis und Golf mit seinen besten Freunden zu messen. Dass auch noch pro Disziplin bis zu drei verschiedenen Modi angeboten werden, steigert die Vorfreude auf das Spiel noch mehr. Doch die Ernüchterung folgt bald: In fast keiner der Sportarten können wir ein wirkliches Spiel nach den bekannten Regeln gegen unsere Freunde abhalten, sondern müssen uns mit den simpelsten Minispielen begnügen. So spielt sich Golf nahezu nur auf dem Grün ab und ist nichts anderes als Minigolf ohne ernste Hindernisse - alternativ dürfen wir allerdings auch am Strand ein paar Krabben jagen gehen, indem wir ihnen einen gezielten Golfball ins Gesicht zimmern. Ähnliches gilt für Baseball, Football und Tennis, wobei hier die Krabben auch einmal gegen unbewegliche Kokosnüsse oder andere Ziele ausgetauscht werden. Das Kopfballschießen beim Fußball ist ein simpelstes Fernbedienungs-Schüttelspiel, genau wie das Homerun-Rennen beim American Football. Einzig beim Volleyball stehen sich wirklich die Teams eines jeden Mitspielers gegenüber und wir hoffen, schlussendlich doch noch eine Disziplin gefunden zu haben, die das Spiel aus der Misere reißen könnte. Doch weit gefehlt, denn die Steuerung von Volleyball ist so simpel und wenig interaktiv, dass schon nach wenigen Bällen die Lust verloren geht: Laufen können wir nicht, jede beliebige Aktion wird durch das Schütteln der Wii-Fernbedienung ausgelöst. Ob unsere Feldspieler hechten, baggern oder schmettern müssen: Wir als Spieler müssen die Fernbedienung einfach vier mal schütteln, und schon ist der Gegenspieler wieder an der Reihe. Das Spiel geht so lange, bis einer den richtigen Moment verpasst: Im Zweifel also nicht lange, da die Motivationskurve auch bei Volleyball ziemlich steil nach unten verläuft.
Dass die Entwickler sich wirklich überhaupt keine Mühe mit dem Spiel gemacht haben, sieht man an allen Ecken und Enden - besonders gut aber an folgendem Beispiel: Starten wir mit zwei Spielern ein Tennisturnier, läuft dies per KO-System immer über drei Runden. Da das Spiel aber jederzeit die beiden menschlichen Spieler gegeneinander antreten lässt, darf der Verlierer der ersten Runde danach seinem Freund bei den nächsten zwei Partien einfach tatenlos zusehen - eine andere Mischung der Antretenden Sportler hätte hier wenigstens die Wartezeiten deutlich verkürzen können.
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Felix meint: Ob die Entwickler mit dem Titel World Championship Sports Summer wohl etwas vermitteln, oder dem Käufer einfach nur vier moderne Worte als Kaufanregung präsentieren wollten? Wir wissen es nicht; wir wissen aber, dass dieses Spiel mit Sicherheit keinem Käufer das bieten kann, was es ihm auf der Verpackung verspricht: Statt sechs vollwertigen Sportarten bekommen wir hier wenige Minispiele im Rahmen dieser Disziplinen spendiert; statt erhofftem Spaß mit bis zu vier Spielern wartet hier nur Ärgernis über die dilettantische Umsetzung auf den sporthungrigen Videospieler. Keines der Minispiele kann wirklich überzeugen; einzig die ganz nett gemachten Zielschießspiele aus den verschiedenen Disziplinen können uns für wenige Minuten bei Laune halten. Nachdem genug Krabben abgeschossen und Kokosnüsse vom Baum gepfeffert wurden, wandert World Championship Sports Summer aber schnell wieder im Regal, wo es dank weitaus besserer Alternativen wie Wii Sports auch bis zum nächsten Frühjahrsputz verstauben kann. Unser Rat: Finger weg von diesem Partytöter! |
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




