Dienstag, 22. Mai 2012

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Harry Potter und der Halbblutprinz

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Plattform:  USK 12WiiXbox 360PlayStation 3PC
Harry Potter und der Halbblutprinz
Genre:
Abenteuerspiel
USK:
Freigegeben ab 12 Jahren
Herausgeber:
Electronic Arts
erschienen für:
Xbox 360, PlayStation 3, Wii, PC

getestet auf:
Xbox 360

Schulnote: 3

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 12 Jahren

Bittet auf der Bühne des Kindertheaters ein Zauberer um Mithilfe bei der Suche nach einem Zauberspruch, denkt kaum mehr ein Kind an die Magie von "Hokus Pokus" oder "Abrakadabra". Die Kleinen Zuschauer rezitieren heute ein wahres Arsenal an Zaubersprüchen von "Alohomora" bis "Wingardium Leviosa" und machen damit unbewusst deutlich, wie sehr sie sich mit der Romanfigur Harry Potter identifizieren. Recht so, denn gerade Kinder brauchen Idole. Und was kann da an einem Zauberlehrling mit reinem Herzen und dem Zeug zum mächtigsten Zauberer der Welt verkehrt sein? Immerhin sind die Rollen von Gut und Böse bei Harry Potter klar verteilt. Da wirkt das Urteil der USK, dem Videospiel eine Freigabe erst ab 12 Jahren zu erteilen, zunächst verwunderlich. Immerhin zählt die Romanvorlage zu den beliebtesten Kinderbüchern der Welt. Die Entscheidung wird verständlich, wenn man tiefer in das Spiel eintaucht. In der scheinbar heilen Welt von Hogwarts begegnen wir immer öfter der Fratze von Gewalt und Boshaftigkeit. Immer wieder geraten wir unausweichlich in Zauberduelle, die nichts anderes als ein bewaffneter Kampf gegen menschliche Spielfiguren sind. Eine ungeeignete Herausforderung für Kinder unter acht Jahren, was spätestens im magischen Finalkampf gegen Untote und Todesser nichts mehr weg zu diskutieren ist. Wer seinem zehnjährigen Nachwuchs jedoch überdurchschnittliche geistige Reife und Urteilsvermögen zuspricht, der kann mit ihm gemeinsam das Rätsel um den Halbblutprinzen lösen.


Eine Tragödie bahnt sich an Voldemorts Faust schließt sich immer enger um die Welt der Muggels und Hogwarts ist zu einem unsicheren Ort geworden. Harry Potter vermutet die Gefahr in der Burg selbst, doch Professor Dumbledore konzentriert sich eher darauf, Harry auf den entscheidenden Kampf gegen den dunklen Lord und seine Armee der Todesser vorzubereiten. Gemeinsam suchen sie nach einer Strategie, mit der sich Voldemorts Verteidigungslinien durchbrechen ließen. Zu diesem Zweck engagiert Dumbledore seinen alten Freund und Kollegen, den ahnungslosen Lebenskünstler Professor Horace Slughorn. Denn Dumbledore ist überzeugt, dass Slughorn mit seinen guten Beziehungen über entscheidende Informationen verfügt. Unterdessen haben die Schüler noch ganz andere Probleme: In den Mauern der Zauberschule spielen die Hormone der mittlerweile pubertären Teenager verrückt. Harry und Ginny fühlen sich immer stärker zu einander hingezogen. Lavender Brown hingegen hat sich Ron ausgesucht, aber nicht mit Romilda Vanes verzauberter Schokolade gerechnet! Währenddessen kocht Hermine vor Eifersucht, will aber ihre Gefühle auf keinen Fall zeigen. Nur ein Schüler bleibt inmitten dieser knospenden Romanzen völlig unbeeindruckt. Er will unbedingt Eindruck machen - und sei es mit dunklen Machenschaften. Während alle Welt verliebt ist und Harry Potter neben der Quidditch-Meisterschaft auch noch dem Rätsel um das Buch des geheimnisvollen Halbblutprinzen nachgehen muss, bahnen sich für Hogwarts unwiderrufliche Veränderungen an.


Verzaubernde Welt Unsere ersten Schritte durch die Zauberschule vermitteln das Gefühl, nur über die Sommerferien weg gewesen zu sein. Die Areale in und um Hogwarts herum sind kartografisch unverändert, grafisch allerdings umfangreich überarbeitet. Alle Szenarien wirken realistischer und auch die Charaktere erinnern stärker denn je an ihre filmischen Vorbilder - mit Ausnahme von Professor Dumbledore, der eher wie "Gandalf der Weisen" aus "Herr der Ringe" aussieht und wie Rubeus Hagrid ohne die gewohnte Synchronstimme auskommen muss. Dafür entschädigen jedoch der Detailreichtum und die Bildgewalt bei Außenaufnahmen. Immer wieder lädt das Spiel dazu ein, einen Moment zu verweilen um das Schloss zu erkunden oder die virtuelle Aussicht zu genießen. Das allein verleiht der Videospielumsetzung einen gewissen Zauber, dem sich wahre Fans nur schwer entziehen können. Abgerundet wird das Gesamtbild von zahlreichen Nebenaufgaben, die es zu meistern gilt. Hier sind zunächst die Duellierclubs zu erwähnen, die Dumbledore aufgrund der drohenden Gefahr wieder eingeführt hat. Nachdem Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff ihre besten Duellanten gestellt haben, muss sich Harry in den Meisterschaften der jeweiligen Häuser behaupten. Auch das Buch des Halbblutprinzen stellt Harry vor viele Aufgaben. In den Notizen finden sich zahlreichen Zaubertrankrezepturen, die Harry nur im Club der Zaubertränkkunst brauen kann. Ein Highlight für die Freunde des Besenreitens dürfte jedoch das Quidditch-Turnier sein. Zwischendurch wird immer wieder trainiert oder gegen eine der anderen Hausmannschaften gespielt. Wer dann noch Zeit für die Suche nach den zahlreich versteckten Wappen hat, der darf sich einen echten Schüler Hogwarts nennen.

 

Harry Potter und der HalbblutprinzZaubern statt umschauen Während die Atmosphäre mit durchweg gelungener Musik und Sprachausgabe für einen leichten Einstieg sorgt, tritt die Steuerung den kleinen und großen Zauberlehrlingen eher störrisch entgegen. Die Kamera lässt sich nur durch eine Tastenkombination korrigieren und macht beim Zaubern was sie will. Immer wieder versucht man instinktiv den Blickwinkel mit dem rechten Stick zu verändert, was unseren Protagonisten jedoch nach seinem Zauberstab greifen lässt. Anders ist es bei den Zauberduellen oder dem Mischen von Zaubertränken. Hier erweist sich die Steuerung mit beiden Steuerhebeln als sehr gefällig. Beim umherlaufen fällt man jedoch immer wieder in gewohnte Steuerungsmuster zurück und darf sich stellenweise zu recht genervt fühlen. Besonders beim Sammeln der Wappen bekommt man Harry nur schwer dazu bewegt, während des Zauberns auch mal nach oben zu schauen. Die Steuerung frustriert zwar nie so sehr, dass man die Lust am Spiel verliert - perfekt ist jedoch anders!

 

Marco Schmitz

Marco meint:

Harry Potter und der Halbblutprinz ist eine durchweg gelungene und stimmige Fortsetzung der Videospielreihe. Nicht nur Fans der Roman- und Filmvorlage kommen bei diesem Abenteuer in und um die Mauern von Hogwarts auf ihre Kosten. Dank solider Grafik und originalgetreuen Charakteren erwartet den Spieler eine unterhaltsame Mischung aus Spiel und interaktivem Film. Leider ist die Haupthandlung sehr kurz geraten, wodurch die Story etwas hölzern und holprig wirkt und das Abenteuer für einen ambitionierten Zocker in weniger als fünf Stunden endet. Es warten zwar noch zahlreiche Nebenaufgaben darauf, erledigt zu werden. Doch wenn der Abspann aber über den Bildschirm flimmert ist die Spannung aus dem Spiel und man verlang innerlich schon nach der Fortsetzung. Viel zu kurz also; nicht nur für einen Fan. Für diesen "faulen Zauber" gibt’s von mir daher keine "2", die das Spiel mit einem längeren Abenteuer verdient hätte!



Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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