Dienstag, 22. Mai 2012

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Castlevania: The Draclua X Chronicles

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Plattform:  USK 12PSP
Castlevania: The Draclua X Chronicles
Genre:
Jump'n'Run
USK:
Freigegeben ab 12 Jahren
Herausgeber:
Konami
erschienen für:
PSP

getestet auf:
PSP

Schulnote: 4

Pädagogische Wertung:

Freigegeben ab 12 Jahren

Freigegeben ist das Vampir-Zombie-Geister- Hüpfspiel ab 12. Und bietet im Endeffekt wahrscheinlich soviel Grusel und Gewalt wie eine Folge ‚Scooby Doo’. Und das geht mit Sicherheit auch schon früher. Was gar nicht früher geht ist allerdings der enorm hohe Schwierigkeitsgrad. Nein, das Spiel gehört nicht in Kinderhände. Sondern in die Hände von masochistischen Spielerecken alter Schule. Die auch gerne zum 100. Mal neu anfangen. Und die sind selten 12. Oder gar jünger.


The Dracula X Chronicles Lasst uns über Retro reden. Retro, das kann etwas sein, das man sehr gerne mochte. Und man froh ist, dass es wieder da ist. Retro kann aber auch eine ziemlich miese Begründung dafür sein, auch den letzten Mist noch mal neu aufzulegen. Das schwierige am Thema Retro ist, dass es immer noch ein klein wenig mehr Geschmackssache ist als alles andere. Und über Geschmack lässt sich eben schlecht streiten.


Castlevania: The Draclua X ChroniclesVon wegen Retro: Dracula ist doch wie Jeans - immer modern! Castlevania ist mit Sicherheit Retro. Und Kult. Nicht dass ich das bisher irgendwie mitbekommen hätte, aber das muss vorweg wohl mal gesagt werden. Ein kurzer Abstecher zu Wikipedia verrät mir und anderen Unkundigen, dass seit den Neunzigern auf diversen Systemen Action-Abenteuer und Jump’n’Run (=Hüpfspiel) Ableger der Serie erschienen sind. Einige wohl besser, andere eher schlechter. Nur ‚Castlevania Dracula X-Rondo of Blood’, das gab es bisher nicht. Zumindest nicht in Europa, sondern nur in Japan. Weil das bei einer so beliebten Reihe ja nun mal nicht sein kann, hat die Neuauflage eben dieses höchstens bei Sammlern bekannten ‚Rondo of Blood’ jetzt den Weg auf die PSP gefunden. Auch auf meine PSP. ‚Castlevania – Dracula X’, das sollte schon von vornherein klar sein, ist nicht neu, sondern nur aufpoliert. ‚Castelvania – Dracula X’ ist ein Vertreter aus jenen Zeiten, als Spiele noch schwer waren, manche so schwer, dass es fast schon der Selbstgeißelung gleich kam. Das ist heutzutage eher selten. Da wird lieber der virtuelle Golden Retriever gestreichelt oder die Augen am DS trainiert (Hab ich gehört). Und ‚Castlevania – Dracula X’ ist ein Jump’n’Run, ein Hüpfspiel im absolut klassischen Sinne. Kein Schnickschnack-Abenteuer-Rätsel- Spiel, sondern ein ‚Ich hüpf von links nach rechts’, töte Gegner, bin irgendwann durch. Und das kann durchaus etwas länger dauern. Also alles in allem durchaus reizvoll für mich als Veteran alter Schule mit einschlägiger ‚Giana Sisters ohne ein Leben zu verlieren durchspielen’-Erfahrung. Hoher Schwierigkeitsgrad, auch gut. Ich habe kein Problem damit, auch zum 50. Mal auf den letzten Spielstand zurückzugreifen. Wer das schlimm findet soll doch was anderes spielen, schummeln oder sich fortwährend in Internetforen beschweren. Mir doch egal. Dachte ich zumindest, als ich das Spiel startete.


Castlevania: The Draclua X ChroniclesIm Prinzip ...kommt Castlevania fast daher wie ein Browsergame. Mein alter Ego, Belmont, wird durch diverse Spielabschnitte gejagt, von links nach rechts scrollen diese geschmeidig über den PSP Monitor, dabei bekämpfe ich untotes Getier aller Couleur. Skelette, Fledermäuse, Ritter, Zombies, brennende Augen, Werwölfe, Stiere und Minotauren, eben alles was in Lohn und Brot steht bei einem beliebten Arbeitgeber wie Dracula. Bekämpft werden die Gegner allerdings nicht per Sprung auf den Kopf, sondern mit einer Standardwaffe; bei unserem Helden Belmont ist das eine Eisenkette. Auf Knopfdruck schnellt die Waffe hervor und zertrümmert ... eigentlich alles. Zusätzlich kann ich eine von vielen Bonuswaffen haben, die aufgeladen werden müssen durch das Sammeln von Energie in Form der obligatorischen Herzen. Diese Waffen sind eben seltener einzusetzen, dafür aber stärker oder haben einfach einen größeren Radius. Natürlich gibt es Treppen und Leitern, natürlich gibt es Endgegner oder Zwischengegner, die ordentlich schwer sind. Und natürlich gibt es auch das obligatorische ‚Aus’ nach dem Verlust nach drei Leben. Da heißt dann wieder von vorne beginnen. Immerhin nur im letzten Level und nicht ganz von vorne, soviel Zugeständnis muss sein. Verliere ich vor dem endgültigen ‚Game over’ ein Leben, starte ich immerhin an recht großzügig gesetzten Wegpunkten, kann also den z.B. Endkampf direkt drei mal hintereinander antreten, ohne wieder alles ablaufen zu müssen (vorausgesetzt natürlich, ich erreiche den Endboss mit den drei Leben). Die Level sind recht lang und ordentlich schwer. Man muss schon wissen, was wo kommt / was wo passiert. Zusätzlich hat Dracula so viele Schergen im Dienst, dass er wohl locker noch die zukünftigen Arbeitslosen vom Nokiawerk Bochum aufnehmen könnte, ohne großen prozentualen Zuwachs im Angestelltenbereich zu verzeichnen. Ganz in der Tradition alter Titel ist Dracula X eben, wie am Anfang schon gesagt, Retro. Schwere Level, schwere Bossmonster, deren Bewegungen man quasi auswendig lernen muss. Leider hat das Spiel einen großen Haken. Es ist einfach langweilig. Warum soll ich mich durch 8 Abschnitte quälen, Bewegungen auswendig lernen, Monstertaktiken auswendig lernen, wenn sich neben meinem Computer ein Haufen Spiele tummelt, die in allen Belangen faszinierender und befriedigender sind?


Ordentlich viel drin Ein Plus am Spiel sind mit Sicherheit die vielen Extras, die man finden kann. Soundschnipsel, einen zweiten spielbaren Charakter, Maria, die eine ganze Ecke leichter zu spielen ist als Belmont und nicht zuletzt die Komplettversionen (!!) der Vorlage, Rondo of Blood, sowie des Vorgängers Symphony of the Night. Das erreichte damals auf der Playstation 1 nahezu legendären Status und findet sich auch heute noch auf vielen ‘Die besten Spiele aller Zeiten’ - Listen. Also durchaus randgefüllt, die UMD. Zusätzlich können wir mit Freunden (oder auch alleine) weitere Spielmodi antesten, nämlich Bosse einzeln vermöbeln oder gar gegen alle Bosse im Team nacheinander antreten. Die kleinen Renderfilme sind absolut ordentlich und gut gemacht, auch die Grafik von ‚Dracula X’ ist ganz und gar ansehnlich.

 

Marcel Kaul

Marcel meint:

Was soll ich schreiben über ein Spiel, das viele Fans abgöttisch lieben, sei es aus Retrogründen oder nicht? Was soll ich schreiben über ein Spiel, das reihenweise Fans in Verzücken versetzt? Über ein Spiel, das mir eigentlich liegen könnte oder gar müsste, das schön billig und trashig ist und das auf die geschmackvolle Art. Was zunächst durchaus widersprüchlich klingt, aber letzten Endes davon zeugt, dass hier Leute mit Hingabe und Liebe zum Detail am Werk waren, Leute, die das Spiel ebenso lieben wie Fans. Was soll ich schreiben über ein solches Spiel, das trotz guter Anlagen bei mir zu absolut keinem Zeitpunkt irgend etwas wie Faszination oder Spaß erzeugt hat? Vielleicht sind schwere Spiel gar nicht weg vom Fenster, weil heute keiner mehr solch schwere Spiele haben will, vielleicht gibt es die Spiele nur nicht mehr, weil man mehr Wert auf andere Dinge legt. Die Interessen sich verschoben haben. Auch bei mir. Oder man einfach keine Genugtuung mehr zieht aus der Tatsache, zu den härtesten der Harten zu gehören.

Vielleicht ist eine Diskussion darüber aber nur genauso müßig wie die Diskussion über Geschmack und Retro. Und deshalb schließe ich mit den Worten: ‚Dracula Castlevania X’ ist mir einfach völlig egal. Vielleicht sollte das Spiel von jemandem gespielt werden, der Castlevania so sehr liebt wie ich wahrscheinlich ein komplett einfallsloses Remake von ‚The Bards Tale’ lieben würde. Vielleicht muss es neben allen Spielemagazinen, in denen sich die Fans ihre Euphorie von der Seele schreiben, aber auch mal jemanden geben, der das Ganze aus der Sicht jener sieht, die Castlevania bisher nicht kannten. Das könnt ihr haben: „Dieses Spiel ist der vielleicht ödeste Mist seit der Erfindung des Farbdisplays“. Ok, das war unfair. Also doch: „Es ist nicht schlecht gemacht und ich will absolut niemandem vom Spiel abraten. Für Fans ist es ein Fest. Alle anderen sollten sich das Ganze vielleicht noch mal durch den Kopf gehen lassen und sich auf Spieleseiten informieren, die sich mit so was auskennen. Findet man vielleicht in den gelben Seiten. Oder bei Google ;-).

Also nur schlecht, total übel oder gar ein gutes Spiel für solche die es mögen? Wäre ich polemisch würde ich sagen: „Eine Salmonelleninfektion ist auch eine tolle Sache für Leute, die es mögen“. Ach ich weiß es nicht. Wie war das noch gleich? Ja klar, aeh nein, ich meine: Jein.

 



Naruto Ninja Council 2 entführt uns an vielen Stellen in die Geburtsstunden der Videospiele zurück. Dass dies nicht nur Negatives mit sich zieht, beweist das klassische Spielprinzip, aufgepeppt durch die schnelle und für DS-Verhältnisse sehr schöne Grafik. Trotzdem ist es - gemessen am heutigen Standard - einfach ärgerlich und unverzeihlich, dass der Spieler überhaupt keinen Einstieg in das Spiel geboten bekommt und sich erst einmal alles selbst erarbeiten und aus dem Handbuch zusammenlesen muss. Auch die mangelnde Speichermöglichkeit gehört bei einem Spiel wie Naruto mindestens zehn Jahre in die Vergangenheit verbannt: Niemand möchte sich, nur weil er beim Bossgegner gestorben ist, heute noch ein zweites Mal durch das gesamte Level kämpfen, um endlich einen Fortschritt zu erzielen. Besser wäre es hier gewesen, den gesamten Schwierigkeitsgrad des Spiels noch etwas anzuheben und dafür dem Spieler öfter zu gestatten, seinen Fortschritt abzusichern. Nicht nur aufgrund der eigenartigen Geschichte, mit der Nichtwissende nahezu überhaupt nichts anfangen können, bleibt Ninja Council 2 ein Spiel, das wirklich nur für Naruto-Fans interessant ist.


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