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Pädagogische Wertung:
Wie auch die Fernsehserie basiert Naruto: Ninja Destiny natürlich zum größten Teil auf Kämpfen - anders kann man es von einem Prügelspiel auch kaum erwarten. Ähnlich zu Spielen wie Street Fighter oder Tekken befinden sich auf dem Spielbildschirm immer zwei Kontrahenten, die ihren Kampf so lange austragen, bis sich eine der beiden am oberen Bildschirmrand befindlichen Lebensleisten geleert hat. Statt blutiger Effekte bietet Naruto glücklicherweise nur comicartige, überzogen verzerrte Gesichter und resignierte Gesten, wenn eine Spielfigur Schaden einsteckt oder den Kampf verliert. Kinder ab 12 Jahren dürften daher locker den abstrakten und milden Gewaltgrad des Spiels verarbeiten können; insbesondere wenn sie bereits die Fernsehserie verfolgen und die dort gesehenen Kämpfe verkraften. Etwas schade ist, dass das Spiel seine Hintergrundgeschichte nur in trockener und schlecht lesbarer Textform präsentiert und diese außerdem so mager und gleichzeitig verwirrend überliefert wird, dass wirklich nur wahre Naruto-Freaks dieser folgen können. In den vollen Genuss des Spiels kommt also wirklich auch nur die Zielgruppe der Fernsehserie.
Keine schwere Entscheidung Entgegen einiger anderer aktueller Prügelspiele überfrachtet uns Naruto zu Beginn nicht mit einem prall gefüllten Hauptmenü: Einzig den Story- oder den Kampfmodus können wir anwählen. Dass sich beide als nahezu gleich herausstellen, erleichtert die spätere Entscheidung für einen Spieltyp außerdem ungemein. Denn in beiden Modi müssen wir jedes Mal aufs Neue die selbe Anzahl an Gegnern besiegen; während wir allerdings im Storymodus ständig unseren spielbaren Charakter wechseln, dürfen wir uns im Kampfmodus für eine Figur unserer Wahl entscheiden, mit welcher wir das Spiel beenden wollen. Gemeinsam haben beide, dass wir nach jeder Niederlage den Kampf zwar ohne Folgen neu starten, das Spiel aber an keiner Stelle speichern können. Genau wie in den Arcade-Modi klassischer Prügelspiele müssen wir als Spieler also immer mindestens 30 Minuten vor dem Nintendo DS sitzen, um in dem Spiel einen Erfolg zu erzielen - wie in etwa das Freischalten einer der insgesamt 16 im Spiel verfügbaren Figuren.
Ein Kampf wie der andere Etwas ernüchternd für Prügelspiel-Veteranen ist außerdem das Kampfsystem des Spiels: Zwar wirken Ideen, wie in etwa die permanente Möglichkeit, über den Touchscreen des DS eines von sechs aktuell verfügbaren leistungssteigernden Items einzusetzen, auf den ersten Blick sehr schön; im Endeffekt sind diese allerdings meist so stark, dass nach gleichzeitiger Aktivierung aller Items der computergesteuerte Gegner selbst auf dem schweren Schwierigkeitsgrad nicht mehr den Hauch einer Chance hat. Gut umgesetzt wirkt auch die spirituelle Energieleiste, die sich unter der Lebensenergieleiste befindet und die sich bei erfolgreichen Attacken oder bei erfolgreichen Abwehrmanövern füllt - sehr schade ist hier allerdings ein weiteres Mal, dass ein jeder Charakter, welcher diese Leiste gerade aufgefüllt hat, durch simples Drücken des A-Knopfes seine stärkste Attacke (in Naruto-Sprache: ein geheimes Jutsu) ausführen kann. Der Anreiz zum Erlernen langer Combo-Attacken - der eigentliche Anreiz beim Spielen eines klassischen Prüglers - wird durch diese viel zu simple wie starke Attacke vollkommen genommen. Doch auch wer trotz allem noch die verschiedenen Angriffe eines jeden Charakters lernen möchte, der darf sich noch ein weiteres Mal ärgern: Die einzugebenden Befehle sind nämlich an keiner Stelle auf dem Spielmodul vermerkt, geschweige denn während eines Kampfes abrufbar. Stattdessen müssen alle Attacken im Handbuch nachgelesen werden, wo in kleiner Schrift ausschließlich die Tastenkombinationen, nicht aber die Namen der Angriffe oder eventuelle Wirkungsgrade beschrieben sind. Immerhin gelingen alle Angriffe sehr leicht und meist auf Anhieb und bieten auch dank der nicht zu verachtenden grafischen Qualität des Spiels meist etwas für das Fan-Auge.
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Felix meint: Klassischer als jedes andere aktuelle Prügelspiel kommt Naruto: Ninja Destiny daher - was in diesem Fall leider nichts Gutes bedeutet. Der Mangel an anwählbaren Spielmodi; insbesondere solchen mit Speichermöglichkeit, langer Spielzeit und gut erzählter Hintergrundgeschichte, und das bei weitem zu simple Kampfsystem machen das Spiel zum absoluten Durchschnittstitel. Zwar kann die Grafik auf ganzer Linie überzeugen, für einen langanhaltenden Spielspaß sorgt diese allerdings nicht. Viel zu ärgerlich wirken die offensichtlichen Auswege, die einen jeden noch so schweren Kampf in Sekundenschnelle gewinnen lassen - wie in etwa das Ausführen der Spezialattacke durch Drücken eines einzelnen Knopfes. Wer allerdings Fan der Serie ist und schon immer mal die Gewalt über seine Lieblingshelden haben wollte, der kann sich hier wirklich gut in Szene gesetzte Kämpfe zwischen den Naruto-Helden ansehen und natürlich auch in gewisser Weise mitbestimmen - rein als Prügelspiel betrachtet kann Naruto: Ninja Destiny allerdings in keiner Weise mit der großen Konkurrenz mithalten. |
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




