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Pädagogische Wertung
In der Welt von Lego Indiana Jones seid ihr vollauf damit beschäftigt, eure Umwelt mit Gewalt zu zerlegen und teilweise wieder aufzubauen. Dies geht glücklicherweise ohne Blutvergießen vonstatten und ist sehr kindgerecht aufbereitet. Trotzdem muss man sich aber darüber im Klaren sein, dass stets Waffengewalt erforderlich ist, um sich der Gegner zu entledigen. Von der USK mit einer Freigabe ab 6 Jahren versehen würde ich dennoch, in diesem Alter, mein Kind dieses Spiel noch nicht alleine spielen lassen. Hier bietet sich natürlich an, als zweiter Spieler kooperativ mit seinem Kind zu spielen und seine Reaktionen direkt während des Spiels zu beurteilen. Der Schwierigkeitsgrad, selbst für einen erfahrenen 6-jährigen Spieler, ist mit Sicherheit zu anspruchsvoll und deswegen empfehle ich dieses Spiel - für Soloabenteurer - erst ab 8 Jahren.
Die Schatzsuche beginnt Wer kennt sie nicht, die drei ersten kultigen Kinostreifen um den kühnen Archäologen mit Peitsche und Schlapphut. Dieses Mal habt ihr die Möglichkeit, in einer Welt aus Legosteinen die wichtigsten Schauplätze dieser Filme zu besuchen und selbst aktiv zu werden. So könnt ihr die Flucht vor dem rollenden Felsen aus „Jäger des verlorenen Schatzes“, die Lorenfahrt aus „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ oder die Motorradflucht aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ bestreiten. Sehr detailverliebt wurden dabei die meisten Schauplätze aus den Filmen nachmodelliert und in Szene gesetzt. Ausgangspunkt für eure Abenteuer ist dabei immer die Bibliothek. Von hier aus könnt ihr in eine der 18 Missionen einsteigen oder auch die Bibliothek selbst erkunden. Ihr schlüpft nun in die Rolle des legendären Indiana Jones und schwingt euch todesmutig mit eurer Peitsche über waghalsige Abgründe, hüpft über schlangenverseuchte Gruben und müsst euch dabei allerhand übler Schurken erwehren. Hauptaugenmerk liegt aber auf den Rätseln; um diese zu lösen, habt ihr immer weitere Protagonisten aus den Filmen an eurer Seite. Diese helfen euch beim Entziffern von Hieroglyphen, Ausgrabungen oder Erringen von Gegenständen, die Dr. Jones alleine nicht erreicht. So könnt ihr zwischen den Charakteren während des Spiels wechseln, um deren Spezialeigenschaften zu nutzen oder ein zweiter Spieler kann jederzeit im laufenden Spiel mit einsteigen. Allerdings geht dies nur an der heimischen Konsole und nicht mit Onlinefreunden, was sich als kleines Manko herausstellt. Sind es doch gerade das Kombinieren der unterschiedlichen Fertigkeiten und die Beteiligung eines menschlichen Mitspielers, die den Reiz dieses Spiels erst so richtig zur Geltung kommen lassen.
Motivation Für Langzeitmotivation ist bestens gesorgt. Ihr könnt die Missionen einmal im Storymodus, mit fest vorgegebenen Charakteren spielen oder euch im „freien Spiel“ eine schlagkräftige Truppe selbst zusammenstellen, um auch das letzte Geheimnis jedes Levels zu erkunden. Dabei gilt es geheime Artefakte zu finden oder auch Postpakete zu verschicken, die ihr später in der Bibliothek gegen Münzen erwerben könnt. Diese enthalten weitere Fertigkeiten oder auch Hilfestellungen, die einem das Spiel erleichtern. Auch Zusatzcharaktere, über 60 an der Zahl, können dort käuflich erworben werden. Die Währung, nämlich Legomünzen, erhaltet ihr im Laufe des normalen Spielens, indem ihr Gegenstände und Bauten in ihre einzelnen Bauklötze zerlegt. Habt ihr irgendwann genügend der gut versteckten Artefakte gefunden, könnt ihr auch zusätzliche Missionen freischalten und hier noch mal die Abenteuer des jungen Indiana Jones nachspielen oder antike Städte zertrümmern. Es gibt also genügend zu tun und zu erforschen, ganz im Sinne eines Archäologen.
Eure Wahl war weise... Die Optik ist zwar hier und da nicht ganz optimal und gelegentlich ruckelt es auch schon mal, aber nie in dem Ausmaße, dass es sich negativ auf den Spielfluss auswirken würde. Gleiches gilt auf für die Kameraeinstellung, die öfter mal hinterher hinkt, aber auch hier kann man guten Gewissens ein Auge zudrücken. Die Texte und Anweisungen während des Spiels sind alle komplett in Deutsch gehalten, was ich als sehr positiv werte. Auf Synchronsprecher wurde durchweg verzichtet. Dies tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, da die Zwischensequenzen auch sehr gut nur mit Mimik und Gestik der Legohauptdarsteller funktionieren. Die Hintergrundmusik kann man getrost als gelungen bezeichnen, da die Entwickler sich hier des Orginalsoundtracks (einen großen Dank an John Williams) der Filme bedient haben.
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Heiko meint: Lego Indiana Jones dürfte alle Altersgruppen ansprechen, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen. Ist es für die kleineren Abenteurer ein lustiges Hüpfspiel mit jeder Menge Rätseleinlagen, so dürften sich die „größeren“ Kinder an dem Spielwitz erfreuen, der gelungen von Travellers’ Tales eingebracht wurde. So sind die Zwischensequenzen immer wieder ein Genuss; werden doch hier gekonnt die wichtigsten Szenen der drei ersten Filme parodiert und auch Anspielungen auf die Star Wars Saga werdet ihr immer wieder finden. Sauer aufgestoßen ist mir dagegen der fehlende Onlinemodus, welcher mich in die Lage versetzt hätte, mit meinen Onlinefreunden zu spielen. War er doch beim Vorgänger, nämlich der Lego Star Wars Reihe, schon implementiert. Aber nichtsdestotrotz werden Spieler, die schon die Filme gemocht haben, mit diesem Spiel nichts verkehrt machen und auch wenn die Filme gänzlich unbekannt sind, erliegt man sehr schnell dem Charme dieses Bauklötzchenabenteuers. Profispieler, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, sollten wohl eher die Finger von diesem Titel lassen. Allen anderen sei das Spiel wärmstens ans Herz gelegt. Also lasst uns die Peitsche schwingen!
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




