Dienstag, 22. Mai 2012

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Roccat Pyra Wireless

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Roccat Pyra Wireless
Artikel:
Roccat Pyra Wireless


(Maus für Videospieler)
Hersteller:
Roccat
Preis:
79,90 € (ermittelt)
getestet mit:
Windows PC




Schulnote: 2

Wenn man die neue Roccat aus ihrem Container befreit, mag man kaum Glauben, dass die Schmiede dieser Maus auf deutschem Boden beheimatet ist; alles ist so liebevoll mit einem Auge fürs Detail verpackt, dass es eher an eine japanische Geschenkbox erinnert. Ganz oben im Klarsichtblister warten natürlich die Maus und der drahtlose USB-Nanoempfänger auf ihr erstes Duett, im Inneren der Packung jedoch, zunächst noch unsichtbar, finden sich das USB-Ladekabel, zwei wiederaufladbare Batterien, eine Kurzanleitung, die Treiber-CD, eine ROCCAT ID-Karte und eine kleine Transporttasche für unterwegs. Dabei sind Anleitung, CD und Karte in einem elegant anmutenden Papierumschlag gefasst, dass man beinah das Gefühl hat, nun einem elitären Zirkel beizutreten.

Roccat Pyra WirelessDie Inbetriebnahme und Installation der Maus sind denkbar einfach, obwohl die Abdeckung des Batteriefachs für Menschen mit kurzen Fingernägeln etwas knifflig sein kann. Jedenfalls setzt man die beiden Batterien ein, schaltet die Maus über den Schiebeschalter im Gehäuseboden an, steckt den Nanoempfänger in einen freien USB-Steckplatz, und synchronisiert Maus und Empfänger durch Druck auf die entsprechende Taste im Boden der Maus. Laut Anleitung soll eine erfolgreiche Synchronisation durch ein 10 Sekunden dauerndes LED-Leuchten signalisiert werden, bei unserem Testmodell stellte sich ein solches Dauerleuchten aber auch nach minutenlangem Drücken der Synchronisierungstaste nicht ein. Gleichwohl war dem Mauszeiger eine erfolgreiche Kontaktaufnahme zu entlehnen. Obwohl die Roccat Pyra Wireless in erster Linie Notebooknutzer ansprechen wird, ist sie durchaus auch für den Desktopeinsatz gemacht, die Drahtlosverbindung überbrückt bis zu zehn Metern zwischen Maus und Empfänger! Zuletzt legt man die Treiber-CD ein, wonach man von einem hübsch in Bild und Ton animierten Menü begrüßt wird, folgt den Hinweisen auf dem Bildschirm, und hat in null-komma-nix den Treiber installiert.

Nach der Installation haben wir die Batterien mit dem beiliegenden USB-Kabel geladen, niemand weiß, wie lang der Ladevorgang dauert, vielleicht dauert er ewig. Jedenfalls signalisiert die Maus kein Ende des Ladevorgangs, wenigstens auf die nahende Notwendigkeit des nächsten weist ein Blinken hin. Die Roccat Pyra Wireless ist mit allerhand Stromsparfinessen ausgestattet; den Bereitschaftsmodus zeigt ein Auf- und Abdimmen des blauen LED-Lichts an, dass wie steter Atem durch den Spalt zwischen den beiden Tasten nach außen dringt, vor allzu großem Stromverbrauch im Leerlauf schützen Ruhe- und Tiefschlafmodi, denn während man die Maus benutzt geht ihr schnell genug die Puste aus: die beiden Batterien liefern zusammen 1400 mAh, was wenig zu sein scheint für die hungrige Pyra. Da ist es nur durchdacht, dass die Spielfreude nicht am Hunger leiden muss - die Maus kann weiterbenutzt werden, während sie am USB-Tropf hängt.

Dafür kann sie allerhand: der optische Sensor schafft je nach Benutzereinstellung zwischen 400 und 1600 dpi während die Kommunikation zwischen Maus und Empfänger unglaubliche 1000 mal pro Sekunde stattfindet; das ist so schnell, dass sich der Hersteller traut, von einer verzögerungsfreien Übertragung zu sprechen. Vor allem wenn man wie wir, die Maus mit dem Roccat Sota Granular Gaming Mouse Pad verwendet, das nicht nur über eine spezielle Beschichtung für reibungsarmes Gleiten der Maus verfügt, sondern auch über eine integrierte Metallfolio, die das Licht des Sensors nahezu streuungsfrei reflektiert, so dass man beinah das Gefühl hat, man könnte den Mauszeiger atomweise dirigieren. Nicht nur den Spieler wird freuen, dass die Maus vollkommen symmetrisch aufgebaut ist. Es gibt keinen Unterschied zwischen Rechts- und Linkshandbedienung, zwischen Links- und Rechtshandmodus wird einfach umgeschaltet, indem man die beiden seitlichen Tasten hält, während man die Maus einschaltet. Alle sieben Maustasten (Rad vor, und Rad zurück sind hierbei auch als Tasten gezählt) sind frei belegbar und fünf davon dank der revolutionären EasyShift Tasten sogar zweifach. Ob für Spiele oder andere Anwendungen: häufig gebrauchte Befehle oder Makros können zugewiesen und über die Tasten jederzeit aufgerufen werden.

Geht die Roccat Pyra Wireless mit Ihnen auf Reisen, findet sie elegant in der mitgelieferten Tasche Platz, der Nanoempfänger parkt derweil im Boden der Maus. Auch hier macht sich das kompakte Design der Maus bezahlt, nicht nur dass sie ein ausgesprochener Handschmeichler ist, sie hat auch in der kleinsten Tasche Platz, notfalls in der Hosentasche. Apropos Design: Geschmack ist natürlich eine höchst individuelle Angelegenheit, erfreulich ist jedenfalls, wie konsequent die technischen Merkmale in Form und Haptik übersetzt wurden; während der archaische Charakter eines Faustkeils fast noch durchschimmert wird der Entwurf von einer zielstrebigen Schneidigkeit dominiert, die sich bis in Details wie den Ladestecker fortsetzt. Damit man bei aller Rasanz den Halt nicht verliert, sind die Flanken der Pyra gummiert.


Alex Boos

Alex meint:

Die Roccat Pyra Wireless ist eine ganz klare Empfehlung für alle, die der Unfreiheit des Kabels entrinnen wollen, ohne dafür auf Präzision und Geschwindigkeit bei der Maussteuerung zu verzichten.




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