Dienstag, 22. Mai 2012

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Sidewinder X3 Maus

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Sidewinder X3 Maus
Artikel:
Sidewinder X3 Maus für Videospieler


(Maus)
Hersteller:
Microsoft
Preis:
37,90 € (ermittelt)
getestet mit:
Windows PC




Schulnote: 3

Neugier, abgelöst von Enttäuschung über das Design, beschreibt die erste Begegnung mit der "Sidewinder X3" wohl treffend. Gerade weil Microsoft® beim Zubehör oft Maßstäbe setzt, erscheint die "Sidewinder X3" einfallslos. Besonders betrifft das den Boden: auch wenn man ihn im täglichen Gebrauch fast nie zu Gesicht bekommt, zeigt sich hier die Detailliebe des Entwurfs, oder eben nicht. Insgesamt liegt die Maus leicht und glatt in der Hand, ohne auch nur den Versuch, über das Material hinwegzutäuschen. Einzig das Kabel erfreut sofort, mit rund zwei Metern ist es fast lang genug, um vom Nebenraum aus zu spielen.

 

Sidewinder X3 MausBei der Benutzung der primären und sekundären Taste, sowie des Scrollrades zeigt das Gerät eine gute Ergonomie, der Handballen liegt auf dem wohl dimensionierten und gut positionierten Hinterteil der Maus gut auf. Das Gerät ist großzügig bemessen, so dass auch kräftige Hände ermüdungsarm Platz finden.Die beiden Haupttasten haben einen angenehmen Druckpunkt, ohne störrisch zu sein, so dass sie mit jedem Teil des aufliegenden Fingers bequem ausgelöst werden können. Die dritte Taste (am Rad) muss mit etwas mehr Ernsthaftigkeit bedient werden, dass hätte vielleicht wohl etwas empfindlicher kalibriert werden können. Auch die Rasterung des Rades fühlt sich etwas eckig an, für Videospiele mag das nützlich sein, bei anderen Anwendungen stört es bisweilen; zum Beispiel hat man kaum noch das Gefühl, einen Bildausschnitt frei zu verschieben.

 

Einige der Hauptmerkmale der "SidewinderTM X3" zielen speziell auf den Videospieler, sind aber auch interessant für Anwender von Grafikprogrammen und CAD, etc. Die oben bereits erwähnte Symmetrie soll perfektes Spiel für jede Hand gewähren, so der Hersteller. Das wird aber mit einer Anordnung der Zusatztasten erkauft, die keine rechte Freude macht: anstatt zweier Zusatztasten auf der linken Seite, findet man auf jeder Seite eine Taste, und zwar exakt spiegelbildlich. Schon die Idee dahinter darf bezweifelt werden, der Ringfinger ist eben eher ein Kraftfinger, als ein neugieriger Taster. Und wenn schon eine Taste für den Ringfinger, dann doch bitte so groß, dass der Finger nicht suchen muss, was wegen der Symmetrie auch für den Daumen ein leichteres Treffen gesichert hätte. Eine weit glücklichere Lösung wäre gewesen, ein symmetrisch angeordnetes Paar Doppeltasten redundant anzulegen, so dass der Verwender per Software entscheiden kann, ob er die Maus als Links- oder als Rechtshänder verwenden will. Durch den Verzicht auf seitliche Doppeltasten bleibt nämlich nicht nur ein intuitives Vorwärts-/Rückwärts-Gefühl aus, es gibt auch keine ideale Handposition für eine bequeme Erreichbarkeit beider Tasten: ist die Hand in der Grundposition, ist der Daumen zu weit hinten, kommt der Daumen ran, hängen Zeige- und Mittelfinger mit der Kuppe über, und der Ringfinger muss sich noch mehr nach der Seitentaste krümmen.

 

Sidewinder X3 MausAls wolle man für diese Unbill Ausgleich schaffen, kann man alle Tasten über die mitgelieferte Software komfortabel und vor allem weit reichend belegen, nach Belieben mit Funktionen und auch Makros. Die Software kann sogar für verschiedene Anwendungen unterschiedliche Tastenbelegungen verwalten. Drei spezielle Tasten auf dem Rücken der Mouse ermöglichen eine direktes Umschalten der Auflösung ("on-the-fly dpi switching), und auch diese Tasten sind per Software konfigurierbar, so dass man selbst wählen kann, welche Auflösung mit welchen Schalter aktiviert wird. Das ist eine super Sache, weil man zwischen punktgenauer Ansteuerung und schneller Mausbewegung in Sekundenbruchteilen umschalten kann. Auch wenn man mit verschieden Betriebssystemen arbeitet, und diese unterschiedlich auf die Mauseingaben reagieren, macht sich die dpi-Umschaltung nützlich. Leider fehlt die für Videospieler so nützliche "Gamertaste", welche ein Öffnen des Spieleverzeichnis mit einem Klick ermöglicht. Das "Sidewinder"-Symbol, welches Anstelle einer "Gamertaste" den Rücken der Maus ziert, macht dem Spieler die Nase lang, entbehrt aber ausgerechnet jene Funktion, die mit der "Sidewinder"-Produktlinie aus der Taufe gehoben wurde.


 

Alexander Boos

Alex meint:

Mit der "Sidewinder X3" stellt Microsoft eine Maus für Videospieler vor, die schlicht genug daher kommt, um auf dem Büroschreibtisch keinen Argwohn zu erzeugen. Augenfälligstes Merkmal ist der zur Längsachse symmetrische Aufbau; über den ästhetischen Gewinn dieser Gestaltung mag man verschiedener Meinung sein, doch ein bedeutender Nutzen ist unbestreitbar: die "Sidewinder X3" eignet sich sowohl für Rechts- wie auch für Linkshänder. Die seitlichen Tasten sind zu klein, zu flach und schlecht positioniert um ergonomisch zu sein. Davon abgesehen, ist die "SidewinderTM X3" mit ihren vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und der direkten Auflösungs-Umschaltung eine gute Wahl für Linkshänder, ambitionierte Videospieler und solche, die eine All-in-One Lösung suchen.




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