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Hardware ist nicht Hardware Wer vernünftig spielen will, braucht eine solide Basis. Während die Hardwareanforderung bei den Konsolen-Spielern durch eine einheitliche Plattform kein Thema ist, werden PC-Spieler mit den unterschiedlichen Systemanforderungen der Videospiele meist vor hardwaretechnische Hürden gestellt. Commodore Gaming entwickelt Rechner speziell für Videospieler und verspricht bereits für das günstigste „G“-Model aus der aktuellen Produktpalette beste Systemoptimierung und kompromisslose Leistung.
Der erste Eindruck Schon beim Auspacken fällt mir auf, dass es sich hier um ein Schwergewicht handelt. Dass der PC knapp 15 Kilo auf die Waage bringt, lässt schon auf eine solide Verarbeitung schließen. In einem kleinen Kraftakt findet der „Commodore G“ seinen neuen Arbeitsplatz und präsentiert sich in sehr edlem Design. Dezent ist das klassische Commodore-Logo in der Frontklappe und dem seitlichen Lüftergitter ästhetisch integriert, was mich angenehm an meine alten Tage am C-64 erinnert. Anmutig, wie er so in mattem schwarz neben dem Monitor steht – während unsere Redakteure sich zunächst der Wahl des C-Skins, einem individuellen Design-Gehäuse für den Rechner widmen und bei dem riesigen Angebot auf der Commodore-Webseite eins cooler finden als das andere. Aber dazu später mehr…
Für einen aktuellen Computer macht der Commodore Gaming-PC einen sehr guten Eindruck. Die Seitenteile sind stabil, die Fronttür sehr massiv und die Spaltmasse am Gehäuse zeugt von einer sehr guten Verarbeitung. Zum ersten Mal erlebe ich auch eine konsequente Umsetzung des Designs: Die Rückseite des Rechners ist ebenfalls komplett in schwarz gehalten, selbst die Blechblenden der Grafikkarte wurden hier angepasst. Da überraschte es nur wenig, dass auch die Kunststofffüße am Gehäuseboden in der Form des Commodore-Logos gefertigt wurden.
Die Frontklappe kann durch eine aufwendige Mechanik vollständig zur Seite weggeklappt werden. Hier wird das Design der Front durch ein beleuchtetes Lüftungsgitter unter den Laufwerksschächten abgerundet. Hinter diesem Gitter befindet sich ein beleuchteter Lüfter für die Festplatte, dessen Farben (blau, rot, grün, türkis) durch einen Schalter gewechselt werden können. Zudem kann die Beleuchtung auf blinkenden Farbwechsel umgeschaltet oder ganz deaktiviert werden.
Der Commodore ist auch ein 64er Wer erinnert sich nicht an den alten C-64, der von seinen Fans auch liebevoll „Brotkasten“ genannt wurde. Es ist zwar schon eine halbe Ewigkeit her, doch in der Videospiel-Geschichte wird Commodore noch heute in einem Atemzug als Urgestein mit Atari genannt. Als Hommage an den kleinen Bruder liegt in dem umfangreichen Zubehör jedes Commodore PCs eine CD mit einem C-64 Emulator bei, vollgepackt mit den bekanntesten Arcade-Klassikern. Zudem gibt es noch ein umfangreiches Spielepaket, bestehend aus Supreme-Commander, Heros V, Rayman Raving Rabbits und Tomb Raider Anniversary. Damit man mit dem Rechner auch etwas arbeiten kann, gibt es noch eine Installations-CD mit Office-Software. Diese beinhaltet Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie Bildbearbeitung und erinnert an Open Office von Sun – sehr leistungsfähig und kompatibel zu Word und Excel.
Die Ausstattung Das Gehäuse ließ sich mit zwei Rändelschrauben einfach und ohne Schraubendreher öffnen. Auch hier überzeugte die Verarbeitung des Commodore Rechners. Es sind nur hochwertige Bauteile auszumachen und alle Kabel wurden sauber verlegt. Scharfen Kanten oder Gussgrate gab es keine und zur Befestigung von Laufwerken wurden stabile Schnellverschlüsse statt Schrauben verwendet. So ist es ein leichtes, mit dem mitgelieferten Kabelpaket ohne Werkzeug und in wenigen Handgriffen den Rechner durch ein optisches Laufwerk, eine zusätzliche Festplatte oder gar eine Zusatzkarte zu erweitern. Für angenehmes Klima sorgen neben dem hochwertigen CPU-Lüfter noch drei Gehäuselüfter. Hier setzt Commodore ebenfalls auf zuverlässige und geräuscharme Markenqualität. Der Kühler für den Prozessor besteht aus einem massiven Kupferfächer, auf dem ein 100 mm Lüfter mit wenigen Umdrehungen sehr leise für ausreichende Kühlung sorgt. Für Durchzug im Gehäuse wird auf der Gehäuserückseite ein 120 mm Lüfter von Arctic Cooling eingesetzt, der wie der riesige „Ventilator“ in der Seitenwand für ein Minimum an Geräuschkulisse sorgt. Dem entgegen tanzt der beleuchtete Lüfter hinter der Frontklappe völlig aus der Reihe. Dieser war sehr laut und nervte. Aber irgendwas ist ja immer…
Die inneren Werte Technische Daten gehören zum Computer wie das Wasser zum Meer. So ist es leider auch dazu gekommen, dass Elektronik-Fachmärkte ihre Computer fast ausschließlich durch die Angaben der Prozessortaktung und den Größen von Festplatte und Arbeitsspeicher definieren. Die Qualität der einzelnen Bauteile steht hier meist im Hintergrund, Markenware ist selten zu finden. Commodore geht hier einen völlig anderen Weg: Bei den Rechnermodellen zeigt man stolz, welche hochwertigen und zuverlässigen Produkte verbaut werden, verspricht eine exakte Abstimmung der Komponenten aufeinander und einen Stresstest vor jeder Auslieferung.
Der „Commodore G“ ist wie folgt ausgestattet:
Prozessor: Intel® Core™2 Quad Prozessor Q6600: 2.4GHz 8MB Cache
Hauptplatine: ASUS® P5N-E SLI (NVIDIA® nForce® i650) Motherboard
Arbeitsspeicher: 2 GB Corsair™ XMS2 TWIN2X2048-5400C4 Speicher: 667MHz
Grafikkarte: Point of View NVIDIA® GeForce® 8800 GT 512MB Grafikkarte
Festplatte: 320GB 7200 RPM 16 MB Cache SATA
Laufwerk: DVD-RW Laufwerk (DVDs lesen und brennen)
Sound: On Board integrierter Hi Definition 7.1 Kanal Sound
Netzteil: Nexustek NX 8050 500 Watt (80Plus zertifiziert)
Betriebssystem: Microsoft® Windows Vista™ Home Premium
Bei soviel Aufwand liegt das „G“-Modell preislich verständlicherweise über einem vergleichbaren „Supermarkt-Rechner“, auch wenn man ihn mit diesen eigentlich nicht vergleichen kann. Um wieder eine Parallele zum Meer zu ziehen, ist hier auch nicht jeder Strand ein Urlaubsparadies, nur weil Land auf Wasser trifft. Und so liegt auch hier der Unterschied im Detail. Wie etwa bei dem verbauten Netzteil. Das NX 8050 von Nexustek garantiert bei einer Leistungsaufnahme von 500 Watt durch die „80Plus“-Zertifizierung eine ausreichende Stromversorgung ohne Spannungsschwankungen. Die Grafikkarte von Point of View bietet ebenso wie der Arbeitsspeicher ein überdimensioniertes Kühlsystem und der Prozessor hat mit vier Rechenkernen, insgesamt 8MB Cache-Speicher bei einer Taktung von 2,4 GHz die idealen Vorraussetzungen, sich im Spielbetrieb zu langweilen.
Anschluss für alle Fälle Auf der Rückseite finden sich neben vier USB-Anschlüssen und einer Netzwerkbuchse (Gigabit-LAN) auch analoge Audio Aus- und Eingänge, sowie Ports für Firewire und externes SATA. Neben dem fast nicht mehr gebrauchten Parallelport und zwei PS2-Buchsen gibt es dann noch eine Buchse für digital Audio (SP-DIF). Die Grafikkarte bietet einen S-Video-Ausgang für den Anschluss an einen Fernseher, sowie 2 DVI-Ausgänge. Die Grafikkarte unterstützt Dual-Screen, wodurch zwei Monitore nebeneinander betrieben werden können, die ein unterschiedliches Bild zeigen.
Hinter der Frontklappe verbirgt sich ein Multi-Kartenleser, in einer Klappe zusätzlich noch mal zwei USB-, ein Firewire-Anschluss und Klinkenbuchsen für ein Headset. Innovativ ist die Anordnung der Frontanschlüsse. Durch den schrägen Einbau kann die Fronklappe problemlos geschlossen werden, selbst wenn noch Kabel oder USB-Stifte eingesteckt sind.
Satte Leistung Natürlich lechzt der PC-Freak bei dem Anblick einer solchen Hochleistungs-Kiste sofort nach Benchmark-Werten und Leistungsindex. Windows Vista stuft den „Commodore G“ hier mit einem Wert von 5,9 für den Prozessor und 5,0 für den Arbeitsspeicher ein. Aber mal ehrlich, was sagt das schon über dieses Gerät aus? Ebenso wenig wie die Ergebnisse der Testprogramme von Futuremark „PC-Mark 06“ und „3D-Mark 06“. Wen die interessieren, bitte schön:
Bei dem „PC-Mark 05“ erreichte der Rechner 7.644 Punkte, Testergebnis Online
Unter dem „3D-Mark 06“ brachte er es sogar auf 9.197 Punkte (Auflösung: 1280 x 1024), Testergebnis Online
Benchmark-Fetischisten haben sich die Testprogramme sicherlich schon längst unter Futuremark.com runtergeladen und können die Werte nun mit dem eigenen Rechner vergleichen. Aber was sagt uns das? Mit Sicherheit soviel wie die Angabe, dass der Porsche Cayenne ein maximales Drehmoment von 500 Nm hat. Es ist ein toller Wert, der uns aber nicht wirklich etwas über die Spieletauglichkeit des Computers verrät. Daher gingen wir lieber zum Praxistest über und haben uns nach den hardwarehungrigsten Titeln am aktuellen Spielemarkt umgesehen. In unserer Redaktion lagen davon ja auch ausreichend herum. Da war zum Beispiel „World in Conflict“, der aktuelle Strategiehit von Sierra, oder „Alarm für Cobra 11 - Crash Time“, was auf keinem unserer Redaktionsrechner wirklich laufen wollte. Einen Test mit „Crysis“, welches aktuell zu den anspruchsvollsten Spielen im Hinblick auf die Systemleistung zählt, wollten wir dann auch wagen. Aber egal, in welchem Spiel wir den „Commodore G“ herausforderten, machte er uns zu Gewinnern. Jedes der installierten Spiele lief tadellos. Auch als wir den Rechner mit aufwendiger Bildbearbeitung unter Photoshop belasteten, blieb er davon eher unbeeindruckt. Nach mehreren Wochen Fronteinsatz haben wir mit dem „Commodore G“ eine Menge erlebt. Wir hüften mit Shrek nach „weit weit weg“, suchten mit Lara Croft nach Artefakten und waren Stuntpolizisten auf deutschen Autobahnen. Selbst der Eiskrieg gegen Aliens im fernöstlichen Dschungel wurde alles andere als zu einer „Midlife-Crysis“. Egal was wir spielen wollten, das „G“-Model war immer mit dabei.
Da fliegt mir doch das Blech weg Wie schon erwähnt bietet Commodore für die Gaming PCs eine satte Auswahl von C-Skins an. Unter diesem eher unscheinbaren Begriff verbirgt sich ein Maximum an Individualität für den eigenen Rechner. Wer seinen Computer nicht in schlichtem schwarz haben möchte, der findet im Zubehör einen Gutschein für ein neues Design-Gehäuse. Die überwältigend riesige Auswahl reicht von Spielmotiven wie Battlefield, Ghost Recon oder Halo über Fantasy bis hin zum klassichen Commodore-Motiv. So ist von Filmszenen, Kunst und Fotografie bis hin zu Zeichnungen und Graffiti für jeden Geschmack etwas dabei. Durch eine einzigartige Lackiertechnologie ist es sogar möglich, sein eigenes Gehäusemotiv umzusetzen. Das Design kann bequem auch erst nach dem Kauf ausgewählt werden, da bei einem C-Skin die kompletten Gehäuseteile ausgetauscht werden. Dadurch ist nachträglich ein Wechsel des Skin jederzeit wieder möglich. Mit dieser Möglichkeit passt sich der Gaming-PC durch ein anspruchsvolles Aussehen jeglicher Umgebung perfekt an, was von uns durch eine Auszeichnung mit dem Innovationspreis honoriert wird.
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Marco meint: Der „Commodore G Gaming PC“ hat sich in unserem Test als vollkommen tauglicher Spiele-Rechner bewährt. Wenn das Spiel hier ins Stocken gerät, liegt es wohl eher an einem Programmfehler, nicht am Commodore. Dank seiner hochwertigen Ausstattung bietet er ausreichend Leistung für die aktuell am Markt erhältlichen Videospiele und wird auch mit den in naher Zukunft angekündigten Titeln keine Probleme haben. Der Preis von knapp 1.300,- € klingt hoch, ist aber für ein solches Gerät durchaus angemessen. Zwar scheint ein PC Marke Eigenbau auf den ersten Blick günstiger zu sein, bei gleicher Hardwareausstattung verliert sich dieser Unterschied jedoch im umfangreichen Softwarepaket inklusive Betriebssystem. Hinsichtlich des einzigartigen Gehäuse-Designs mit C-Skin ist das „G“-Model sogar ein Schnäppchen für Trendsetter und Individualisten. Der laute Lüfter hinter der Frontklappe trübte das Gesamtbild ein weinig und sorgte für leichten Punktabzug. Davon abgesehen bleibt für den "Commodore G" eine klare Kaufempfehlung auszusprechen. |
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Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




