Am Samstag den 17. Dezember brachte Sony in Japan die hochgepriesene Handkonsole PlayStation Vita in die Läden. Selbstverständlich gab es lange Warteschlangen, wie bei jeder neuen Videospiele-Hardware so üblich. Doch etwas ist anscheinend schief gelaufen im Sony-Lager. Kaum sind die Käufer mit ihrem teuer erworbenem Sony-Produkt zuhause angekommen, passieren die ersten seltsamen Dinge. Statt von ausgiebigem Spielvergnügen, berichten viele Nutzer von gravierenden Software-Fehlern. Davon, dass der Touchscreen nicht mehr reagiert, oder die Konsole komplett 'einfriert'. Es gibt sogar Meldungen, dass die Vita selbst bei voller Batterieladung gar nicht erst starten würde. Inzwischen hat sich nun Sony zu Wort gemeldet und sich offiziell für die auftretenden Mängel entschuldigt. Die gravierenden Mängel, die Ihr in den nachfolgenden Videos sehen könnt, scheinen also keine Einzelfälle zu sein.
Doch damit nicht genug gibt es auch Unstimmigkeiten bei den Verkaufszahlen. Gerüchte zu Folge hätte Sony bei der Vita um die 700.000 Einheiten abgesetzt, was der erfolgreichste Start einer Videospielplattform in Japan wäre. Doch die Realität sieht entscheidend anders aus. Laut der Bekanntgabe von Famitsu wurden nur 321.000 Einheiten in zwei Tagen verkauft. Eine gute Menge, die jedoch weit hinter Nintendos 3DS lag, der in selben Zeitraum mit über 400.000 Einheiten restlos ausverkauft war. Zudem wurde gemeldet, dass der Sony Handheld nicht der Renner war - von ausverkauften Geräten keine Spur. Noch schlimmer sah es aber bei den Software-Verkäufen aus. Mit zwanzig Spielen zum Erscheinungstermin, was zugegeben eine große Auswahl ist, wolle man eine große Auswahl an Titeln bereitstellen. Doch anscheinend traf man bei Sony nicht den Geschmack der japanischen Spieler. Titel wie Uncharted: Golden Abyss - eine Umsetzung des PS3 origials - trafen in Japan auf nur geringes Interesse. Als erfolgreichstes Spiel konnte Hotshots Golf hier 44.000 Mal abgesetzt werden. Die anderen Titel blieben bei den Zahlen weit darunter.
Was hier geschehen ist, war abzusehen. Sony hat bei der Markteinführung eine Reihe von Fehlern gemacht und glänzt mit der Vita nicht mehr als mit der PlayStation Go. Als Ursache kann wohl der hohe Preis der Vita genannt werden. Die abgespeckte Variante kostet 249 € und die 3G-Version verschlingt unglaubliche 299 €. Die Spiele kosten im Durchschnitt 60 € doch Killerapplikationen, die für jeden Konsolenstart benötigten Zugperde, sind noch nicht auszumachen. Zudem lassen sich eine Reihe der Spiele nur auf einer Speicherkarte abspeichern. Nach dem Kauf der Vita sind die Besitzer demnach gezwungen, sich eine der von Sony neuentwickelten Speicherkarten in der Größe zwischen 4 bis 32 GB zuzulegen. Die kleinste Variante (4 GB) kostet bereits unverschämte 22 Euro, wobei nur wenige nach dem Kauf der Vita noch die knapp 110€ für die größte Speicherkarte in ihrer Brieftasche finden dürfte.



Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




