Samstag, 19. Mai 2012

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Seid ihr nicht alle ein bissl 3DS?

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Nun ist es wieder einmal so weit, um vom erneuten baldigen Untergang der “kleinen“ Nintendo-Marke zu Reden. Es gibt gewisse dubiose Internet-Portale, die mit ihren Überzeugungen kundtun wollen, Nintendo betrüge ihre Kunden, indem sie eine Preisreduktion des im März erschienen „3DS“ bekanntgeben. Damit sich der ein oder andere, der bislang über fünf Million, Käufer nicht ärgert, gibt es als eine Art „Wiedergutmachung“, zwanzig Klassik-Spiele, in naher Zukunft, zum kostenlosen Download. Es ist witzig zu sehen, dass man immer wieder versucht das aktuell stärkste Videospielunternehmen der Welt durch negative Schlagzeilen ins Chaos stürzen zu wollen.

Damit muss jetzt Schluss sein! Wie bereits erwähnt, hat Nintendo vor wenigen Tagen den Preis des Highend-Handhelds „3DS“ weltweit um bis zu 33% gesenkt. Diese Maßnahme musste kommen, weil die Käuferschicht keine 220,- bis 245,- Euro für eine Tragbare Multimedia-Konsole ausgeben wollte. (800 Euro für einen überteuerten I-Phone hinzublättern, scheint was anderes zu sein). Was muss Nintendo also tun, um nicht nur die Fans, sondern auch die potentiellen Käuferschichten vom 3DS zu überzeugen?

Der erste Schritt (ein sehr wichtiger Punkt): Eine Preisreduzierung! Gesagt, getan! Doch das es damit allein nicht reichen wird, um den Bash-Vereinen (Bash: Aggressive Fans einer bestimmten Sache/Marke, die versuchen die Konkurrenz mit negativen Kommentaren Schaden zuzufügen) den besagten Maulkorb zu verpassen, muss noch eine weitere (die wohl wichtigste) Änderung her: Mehr Software! Nintendo ist kurz davor ihre heißesten Spielemarken in einem relativ kurzen Zeitfenster, weltweit zu Veröffentlichen. Spiele wie Mario Kart 7, Kid Icarus, Starfox 64, Super Mario 3D World uvm. erscheinen noch in diesem Jahr für den „3DS“. Es wird den Käufern daher garantiert, qualitativ hochwertige und abwechslungseiche Software der Marke „Nintendo-Eigenentwicklung“, zu bekommen.

Doch was machen die anderen Hersteller? Selbstverständlich ist es genauso wichtig für ein Unternehmen zu sehen, ob das Interesse von Drittherstellern besteht, in Zukunft, ein System wie den 3DS, mit guter und qualitativ hochwertiger Software zu Unterstützen. Ubisoft z.B. produziert auf Hochdruck 3DS-Spiele und veröffentlicht diese in regelmäßigen Abständen. Dazu gehört auch das in diesem Quartal erscheinende, exklusive, „Driver: Renegade“. Werbung kann man im E-Shop-Kanal des „3DS“ anschauen.

Doch was ist mit den anderen Firmen? Das man genügend abwechslungsreiche Software braucht, damit eine Spieleplattform interessant wirkt, genügt es damit anzufangen, die notwendige Auswahl an Software zu bieten. Die Wii-Konsole z.B. ist die mit Abstand Meistverkaufte Konsole der aktuellen Heimkonsolen-Generation. Der Preis der Konsole ist angemessen und das Spieleangebot enorm hoch. Gelegenheitsspieler dürfen auf eine immense Anzahl an Software zurückgreifen. Die Core-Gamer bleiben hier aber auf der Strecke, werden von ihren lieblingspublishern offensichtlich enttäuscht. Nur Nintendo versorgt die Spieler mit hochwertigen Titeln.

Gibt es dafür einen Grund? Zitat von renommierten Spiele-Entwicklern: „Die (Wii)-Konsole kann von der Grafikleistung her nicht mit den HD-Konsolen mithalten. Es würde viel zu viel Zeitaufwand kosten, um extra-Versionen der Spiele in magerer Qualität zu entwickeln“ Sollen wir uns mit dieser Aussage zufrieden geben? Im Internet-Zeitalter ist es relativ einfach ohne großen Aufwand, die nötigen Nachrichten an die Firmen zu schicken.

Ein kleines Beispiel: Die Amerikanischen Videospieler heben ihre Stimmen gegen „Nintendo of America“, weil sie aktuell keine Pläne haben die Spiele „Xenoblade“ oder „The Last Story“ für die Wii, im Us-Markt zu veröffentlichen. Wir Europäer müssen seit Jahren auf bestimmte Titel verzichten, weil man kein Interesse oder Gelder hatte, diese hier zu veröffentlichen. Die Nutzer sind laut geworden. Petitionen wurden gestartet, Emails wurden geschrieben, Nintendo hat die Stimmen wahrgenommen.

Teilt eure Meinung und schreibt den Firmen wie Electronic Arts, Square-Enix, Aktivision, Capcom, Konami, Sega, uvm. Die Firmen müssen es erfahren. Nur dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Nintendo-Nutzer, mit genügend Software über die Jahre hinweg versorgt wird. Es ist einfach zu sagen „Nintendo“ sei an allem schuld! Die eigentlichen Missetaten kommen von den anderen.

 

Mesut Kucin

Kommentar:
Mesut Kucin


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