Montag, 06. Februar 2012

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"Killerspiele"

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Wenn Gesetzesentwürfe oder deren Änderungen sich als unpopulär erweisen, dann verstummen meist die öffentlichen Diskussionen darüber. Eher unscheinbar und stillschweigend und ohne großes Aufsehen werden sie dann auch Verabschiedet, die neuen Gesetze zum Schutze der Jugend.

Es muss ja was getan werden, gegen die Gefahr. Die so genannten „Killerspiele“, einem Kunstwort von Politiker und Populisten für gewalthaltige Videospiele. Endlich schafft die Regierung das, was der USK nach ihrer Meinung nicht gelang: Der Schutz der Jugend wird Sichtbar! Nicht, dass die USK schon längst und nachhaltig mit ihrer Kennzeichnung auf jugendgefährdende Inhalte von Videospielen aufmerksam macht und somit bereits einen sicheren Leitfaden für Eltern und Erziehungsberechtigte gibt. Wie konnten wir nur leben und spielen, mit den wenigen, bisherigen Kriterien, nach denen gewalthaltige Spiele als jugendgefährdend auf dem Index landen.

Wieder einmal hat die Regierung gezeigt, wie man mit scheinbar wenig Sachverstand einer miserablen Idee durchweg positive Eigenschaften abringen kann.  Da die so genannten Killerspiele in 2006 keine 6% vom Markanteil ausmachten, war es dringend notwendig, die Jugend vor der drohenden Gefährdung zu schützen. So muss mit einer Indizierung unbedingt eine Bewerbung dieser Titel verhindert werden. Dumm nur, dass gerade für solche Spiele eine Position auf dem Index die beste Werbung bei Kinder und Jugendliche ist. Es sind nun einmal die verbotenen Früchte, die am besten schmecken. So gilt es als erwiesen, dass die meisten Jugendlichen rauchen, weil sie es nicht dürfen. Und in den USA wurde zu keiner Zeit pro Kopf soviel Alkohol konsumiert, wie während der Prohibition.

An dieser Stelle daher mein Rat an alle Eltern und Videospieler: Es ist müßig, über die geänderten Gesetzte zu diskutieren. Jugendschutz ist wichtig und sinnvoll. Doch statt auf sinnlose Indizierung zu vertrauen, sucht den Dialog mit eurem Nachwuchs und schafft somit Verständnis. Klärt euere Kids auf und zeigt Alternativen, die wirklich „hipp“ sind. Verstehen und akzeptieren mach mehr Spaß!

Marco Schmitz

chefredakteur

Marco Schmitz, Chefredakteur


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