Montag, 06. Februar 2012

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Kaum zu glauben, aber es ist schon 35 Jahre her als Nolan Bushnell und Ted Dabney in Kalifornien ihre Firma Atari gründeten und mit ihrem Viedeospiel "Pong" den Grundstein für eine ganze Unterhaltungsindustrie legten.

Es hat sich viel getan in dieser Zeit. Spieleentwickler haben stets die technische Entwicklung bei Computern und Spielsystemen vorangetrieben. Es wurde zunächst alles bunter und schneller. Dann wurden komplexe Storys um die Spiele entwickelt und die Bildschirme lernten das Scrollen. Als dann die dreidimensionale Grafik auf den Markt kam, schien es für die Welt der Videospiele keine Grenzen mehr zu geben...

Was vor 35 Jahren mit Strichen und Punkten über die Bildschirme flackerte hat heute eine Qualität in Grafik und Sound erreicht, die wirklich als realistisch zu bezeichnen ist. Und damit steht die Videospielbranche auch gleich vor einem hausgemachten Problem:

Während man sich noch vor 10 Jahren einfach nur gefragt hat, was diese "Freaks" an diesen Flimmerkisten so faszinierend finden, wo Eltern nicht ganz verstehen konnten, was ihre Kinder dazu bewegt ganze Tage nur nach Leveln und Highscores zu jagen, ist das Videospiel heute ins Kreutzfeuer der Politik und Polemiker geraten. Spiele sind heute dem "wahren Leben" täuschend echt nachempfunden. Grund genug sie zum Sündenbock einer gewaltätigen und rücksichtslosen Gesellschaft zu machen...

Niemand mag es mehr wirklich hören, zumal alle Anschuldigungen mit einer bis zum Erbrechen reizenden Einseitigkeit publiziert wurden. Wenn selbsternannte Fachleute mit der groben Keule auf Videospiele schlagen, vergessen sie, dass "Zocken" und "Daddeln" inzwischen zum Kulturgut geworden ist. Fast jeder hatte in seinem Leben ebenso Kontakt zum Videospiel wie Fußball oder Radfahren.

Umso wichtiger ist es daher für Einsteiger und Eltern geworden, einen genauen Überblick von der Situation am Videospielemarkt zu bekommen. Nur wer als Eltern eine Ahnung davon hat, was die Kinder gerade spielen, hat auch eine wirkliche Chance bei der Erziehung nicht zu versagen. Leider wird der Einstieg in den Bereich Videospiele ohne Fach- und Sprachkenntnis des Scenejargon sehr schwierig.

Rechtzeitig zum Jubiäum der Videospiele ist unser Magazin fertig geworden und liegt nun im übertragenen Sinn vor euch: videospielplatz.de, und der Name ist Programm. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, sowohl informativ und aktuell über den Videospielemarkt zu berichten. Dabei möchten wir interessant und gleichzeitig auch für den Laien verständlich sein.

Wir bringen täglich neues aus der Welt der Videospiele, Testberichte und Scene-Reportagen. Auch sind in nächster Zukunft Interviews  geplant...

Marco Schmitz

chefredakteur

Marco Schmitz, Chefredakteur


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