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Pädagogische Wertung:
Mit einzigartigem Charme und viel Herz bringt "Oben" zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, auf ein gemeinsames Abenteuer. Der Regisseur verliert dabei immer wieder das eigentliche Ziel der Reise aus den Augen und weist gekonnt und unterhaltsam auf die soziale Distanz zwischen den Generationen hin. Ohne den moralischen Zeigefinger zu heben, regt Pixar mit seinem untypischen Film zum nachdenken an. Darstellung und Dialoge bleiben dabei stets jugendfrei, was "Oben" zu einem Heimkinoerlebnis für die ganze Familie macht. Kinder unter 6 Jahren werden dem Tiefgang des Trickfilms wohl kaum folgen, sondern nur ein fantastisches Abenteuer erleben. Die Erzählweise erlaubt jedoch Kindern ab 8 Jahren den Film zu reflektieren und so ein Verständnis für die Schrulligkeiten älterer Menschen zu gewinnen.
Ein unerfüllter Wunsch ist das einzige, was Rentner Carl Fredricksen nach dem Tod seiner Frau noch Antrieb verleiht. Einen letzten Wunsch will er seiner Ellie noch erfüllen: eine Reise zu den Paradiesfällen inmitten des Amazonas-Gebietes. Ein Abenteuer ganz nach ihrem gemeinsamen Idol, dem Entdecker Charles Munz. Ein ganzes Leben hatten Sie es sich vorgenommen, doch immer wieder kam etwas dazwischen. Doch nun ist alles anders. Nach einem erfüllten Leben, einer glücklichen, wenn auch kinderlosen Ehe mit seiner geliebten Ellie bleibt dem ehemaligen Ballonverkäufer nur die Einsamkeit. Sein Haus, in dem er mit seiner Ellie seit Kindestagen die größten Abenteuer erlebte, die schönen, wenn auch ungleichen Sessel im Wohnzimmer, das viele Geld, was er für sein Eigenheim geboten bekommt, damit er endlich ins Alterheim zieht - nichts davon vermag ihm seinen Lebensmut wieder zu geben. Als sich dann die Welt nur allzu gern und ohne ihn verändern will, stürzt er sich Hals über Kopf in sein bislang unerreichtes Abenteuer. Mit tausenden von Luftballons verleiht er seinem Häuschen genügend Auftrieb, um sich vom Wind seinem Ziel entgegen treiben zu lassen: Den Rest seiner Tage am Kopf der Paradiesfälle zu wohnen.
Ein blinder Passagier scheint der Reise dabei zunächst den Glanz zu nehmen. Zu spät bemerkt Carl, dass sich der Pfadfinderjunge Russel auf seiner Veranda versteckt hatte und nun ungewollt mit an Bord ist. Der schrullige Rentner hat zunächst keine andere Wahl, als sich für den Rest der Reise mit der nervenden Quasselstrippe zu arrangieren. Auf seinem herrlich komischen Trip muss sich das ungleiche Paar außergewöhnlichen Herausforderungen stellen und stellt fest, dass Probleme in einer Gemeinschaft an Größe verlieren. Das Duo fängt an die Probleme des anderen zu verstehen und entwickelt sich nach und nach zu einem eingeschworenen Team. Als die beiden im Dschungel auf neue Freunde, wie den sprechenden Hund Dug und den Riesenvogel Kevin treffen, wird Carl langsam klar, dass die größten Abenteuer nicht die sind, die man eigentlich gesucht hat.
An Bild- und Tonqualität gibt es wie von Pixar gewohnt nichts auszusetzen. Die BluRay präsentiert das Dschungel-Abenteuer gestochen scharf und liefert einen brillanten Klang in DTS-HD. Die Dialoge sind sauber eingesprochen und auch bei leiser Zimmerlautstärke leicht verständlich. Auch wenn es dem Dschungel ein wenig an Räumlichkeit fehlt und er eher steril wirkt, kommen Musik und Effekt gehaltvoll über die Surround-Anlage. Freunde des eigenwilligen Humors dürfen sich neben Englisch, Italienisch und Türkisch auch auf eine Filmfassung in Österreichisch-Deutsch einlassen. Viel zu entdecken gibt es bei den umfangreichen Extras, die gleich eine zweite Scheibe in Beschlag nehmen. Neben den üblichen Boni wie Alternative Szenen und Co. warten brandneue Dokumentarfilme und ein interaktives Spiel auf kleine Entdecker. Ein absoluter Tipp ist der Kurzfilm "Teilweise Wolkig".
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Marco meint: Pixar's zehnter Film ist fantastisches Abenteuer und Geniestreich zugleich. Vollkommen untypisch nutzt Regisseur Pete Docter (Monster AG) Carls Rückblick und Ellies Tod zum Aufbau von Trauer und Mitleid. Eine Gradwanderung, um mit einem geschickten, melancholischen Stimmungsbogen ein sympathisches Bild des schrulligen Greises zu zeichnen. Das Mitgefühl auf diese Weise an sich gefesselt, nimmt der meuternde Rentner den Zuschauer mit auf die Reise und lässt ihn kurzweilig alle Höhen und Tiefen seines Abenteuers miterleben. Ein abgehobenes Abenteuer, nicht nur im übertragenen Sinn. |






Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




