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Pädagogische Wertung:
Als Kinojunkie der 80er und 90er Jahre habe ich bei Cola und Chips die Bilderfluten US-amerikanischer Celluloid-Produktionen in mich aufgesogen und die mehr oder weniger alltäglichen Probleme für etwa anderthalb Stunden vergessen. Sicher, die vier Geisterjäger haben aus mir keinen Helden gemacht. Aber ich fieberte mit und hatte Spaß dabei. Nach 25 Jahren mag das Abenteuer der Geisterjäger etwas einfältig wirken und der klassische Kampf von Gut gegen Böse nur von geringem pädagogischem Wert sein. Aber muss Unterhaltung immer einen ernsten Hintergrund haben und einen Lerneffekt mitbringen? "Ghostbusters" ist ein Phänomen: Seit dem Filmerfolg im Jahr 1984 wurden die Abenteuer der Geisterjäger mit einem weiteren Hollywoodstreifen und dann in zahlreichen Zeichentrickfilmen fortgesetzt. Die Geisterhatz ist ein Thema aus unserer Jugend, welches wie Lego oder Ahoi Brause die Gemeinsamkeit und Kameradschaft zwischen den Generationen fördert. Also "Ghostbusters" gleich für den nächsten Familienabend vormerken und das Abenteuer mit dem Nachwuchs teilen. Der darf übrigens ab 12 Jahren mitfiebern; so urteilte zumindest die FSK und liegt nach meinem Ermessen im grünen Bereich. Der bewaffnete Kampf gegen die Spukgestalten kommt mit Lichtschwert ähnlichen Protonenkanonen aus. Die grusel-witzigen Geisterszenarien sind selbst für schwache Gemüter so unbedenklich, wie ein Fernsehbesuch bei Ozzy Osbourne oder den Ludolfs.
Von allen guten Geistern verlassen Nach ihrem Rauswurf aus der Universität gründen die drei Wissenschaftler für paranormale Phänomene Dr. Peter Venkman (Bill Murray), Dr. Raymond Stantz (Dan Aykroyd) und Dr. Egon Spangler (Harold Ramis) ihr eigenes Unternehmen "Ghostbusters". Als Geisterjäger stehen sie am Beginn einer großen Karriere, denn nach kurzen Anlaufschwierigkeiten häufen sich in New York die Erscheinungen von Geistern, Kobolden und anderem Übernatürlichen. Während sie ihr Team noch durch den agilen Winston Zeddemore (Ernie Hudson) verstärken, werden die Geisterjäger bereits als Helden gefeiert. Auf ihre schwierigste Aufgabe steuern sie jedoch zu, als Dana Barrett (Sigourney Weaver) die Geisterjäger beauftragt. Die attraktive junge Frau ist beängstigt von unerklärlichen Erscheinungen in ihrem Eck-Penthouse im 22. Stock eines Art-Déco-Hochhauses, welches - wie wir später erfahren - von einem geisteskranken Architekten als Dimensionstor für den vernichtenden Gott Gozer entworfen wurde. In der Nebenhandlung entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen Peter und seiner Kundin Dana, die außer von den Geistererscheinungen auch von ihrem Nachbarn, dem verschrobenen Steuerberater Louis Tully (Rick Moranis) genervt ist. Noch bevor Venkman und seine Kollegen wissen, worauf sie sich eingelassen haben, erwachen unter dem Einfluss paranormaler Turbulenzen auf dem Dach des Hochhauses zwei Gargoyls zu Leben und verwandeln Dana und Louis in Torwächter und Schlüsselmeister. Mit ihnen will der von den antiken Mesopotamiern und Sumerern verehrte Gott Gozer in unsere Welt zurückkehren.
Der Charme der 80er "Ghostbusters" versteht es, den Zuschauer kurzweilig zu Unterhalten. Neben den zahlreichen Spezialeffekten, die heute keinen mehr beeindrucken, sorgte das harmonische Zusammenspiel der Schauspieler dafür, dass die Fantasy-Klamotte mit trivialem Hintergrund zum Kultfilm avancierte. Auch wenn der Film aus heutiger Sicht leicht veraltet wirkt, versprüht die eigenwillige Kombination aus Witz, Action und ein wenig Horror den Charme der 80er Jahre. Daran ändert glücklicherweise auch die jüngste Umsetzung auf BluRay nichts. Im Gegenteil: Das aufwendig restaurierte Filmmaterial kommt an den Standard aktueller Produktionen zwar nicht heran, bietet für einen 25 Jahre alten Film jedoch eine sehr gute Bildqualität. Auf Filtermechanismen, welche die Schärfe des Films künstlich anheben, wurde verzichtet, wodurch das Bild deutlich ruhiger aber authentisch wirkt. Auch wenn die Brillanz unter der Maskierung des Originalmaterials sichtbar zu leiden hat, ist "Ghostbusters" auf BluRay in einer bislang nie da gewesenen Qualität zu sehen. Selbst beim Ton macht sich das HD-Master deutlich bemerkbar. Die Stimmen kommen klar verständlich von vorne, während sich die Hintergrundgeräusche räumlich verteilen. Der Originalton in Stereo wurde sauber auf Dolby True HD aufgearbeitet, ohne auch einmal künstlich "aufgebohrt" zu klingen. Wenn die Geister an einem vorbei huschen überzeugt der Surroundklang auch die Ohren, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Alles klingt sauber und gut...
Die Fraktion Fehlerteufel schlägt gegen Ende des Films mit einem kleinen Tonfehler - auch "Bug" genannt - in der deutschen Tonspur zu. Wenn die Geisterjäger im Finalen Kampf auf dem Dach des Hochhauses dem Vernichter Gozer gegenüber stehen. Voller Verwunderung über die die weibliche Gestallt des Gottes äußert Raymond Stantz "Es ist ein Mädchen!", während der Satz noch vor dem Bildwechsel zu früh abgeschnitten wird und nur ein "Es ist ein Mäd" aus den Lautsprechern kommt. Jedoch ist dieser Fehler weinige Augenblicke später wieder vergessen, wenn der Marshmallow-Man ins Bild tappst und der Aufdruck seiner Mütze "Stay Puft" mit der eingeblendeten Übersetzung "Bleib aufgeblasen" unfreiwillig für einen Lacher sorgt.
Extras, die (k)ein Mensch braucht Neben dem Film wurde auch umfangreiches Bonusmaterial auf der BluRay verewigt. Leider fehlen das Musikvideo von Ray Parker Jr. und die entfallene Szene, in der die drei Wissenschaftler auf der Uni über den Nobelpreis sprechen. Beides gab es damals schon auf der Laserdisc des Films. Stattdessen gibt es eine Reihe unnötiger Extras wie "Cine-Chat", BD-Live" und "Blu-Wizard", die nur Fragen aufwerfen und keine wirkliche Bereicherung sind. Äußerst interessant hingegen sind jedoch die Dokumentationen über das Ghostbusters Videospiel und die Restauration des Geisterjägerautos ECTO 1. Für beide sollte man sich nach dem Film unbedingt Zeit nehmen.
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Marco meint: "Ghostbusters" war bereits ein Blockbuster, als es dieses Wort noch nicht gab. Ein Kultfilm der Oberliga und mein absoluter Lieblingsstreifen. Seit ich euch vor wenigen Wochen das Videospiel vorgestellt habe, freute ich mich darauf, den Film auf BluRay zu erleben. Gemeinsam mit meiner Frau - die der Geschichte glücklicherweise keine große Bedeutung beimisst - hatte ich einen wunderschönen Videoabend. Als die Titelmusik von Ray Parker Jr. erklang schlug mein Geisterjäger einige Takte schneller und aufkeimende Jugenderinnerungen wurden nicht enttäuscht. Von Bill Murrays und Dan Aykroyds Albernheiten begeistert war die Geisterklamotte eine willkommene Abwechslung zum aktuellen Kino. Das einzige was dem Klassiker der 80er Jahre fehlte war eine Tüte frisches Popkorn - aber das lag eindeutig am Kino ;-) |





Endlich ist es wieder so weit. Zum dritten Mal öffnet die gamescom ihre Tore und lockt damit Videospieler aus aller Welt...




